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So schützt ihr euch vor Kindergarten-Viren

Schutz vor Kindergarten-Viren
Saskia
Geschrieben von Saskia

Einer krank, alle krank?

Euer Kind geht bereits in die Kita? Dann würdet ihr diese derzeit sicherlich auch lieber nur noch mit Mundschutz und Handschuhen betreten, oder? Denn besonders in den kalten Monaten verbreiten sich in Kindergärten und Co. Krankheitserreger in Windeseile und schnell liegt die gesamte Familie flach. Ist ein Schutz vor Kindergarten-Viren überhaupt möglich?


Ob Erkältung, Magen-Darm, Bindehautentzündung oder Scharlach: Meist bedeutet jeder Infekt, dass sich ein Elternteil frei nehmen und das Kind zu Hause gesund pflegen muss. Und ganz abgesehen davon, dass ihr euch dabei häufig ansteckt, birgt bereits der tägliche Gang in die Kita eine weitere ‘Gefahr’, sich einen neuen Infekt einzufangen. Bei Kleinkindern ist es übrigens vollkommen normal, dass sie bis zu 12 Infekte pro Jahr bekommen.

Das führt dazu, dass sich viele Familien mit Kleinkindern in den Wintermonaten gar nicht mehr erholen und mit einmal die gesamte Bande das Bett hüten muss.

Schutz vor Kindergarten-Viren

Unsere 8 Tipps helfen euch dabei, eure Abwehkräfte zu stärken und gegen Kindergarten-Viren gewappnet zu sein.

1. Hände reinigen 

Vor dem Verlassen der Kita (und nach anderen Besuchen in öffentlichen Räumen, Verkehrsmitteln, etc.) gilt die Devise: Hände für 15 bis 20 Sekunden mit Wasser und Seife gründlich waschen. Bedenkt dabei allerdings, dass ihr danach auch noch mal diverse Türklinken anfasst. Habt am besten immer ein desinfizierendes Gel oder Spray parat.

2. Auskurieren und Stress vermeiden!

Auch wenn euer Terminkalender noch so voll ist und ihr ein schlechtes Gewissen habt, weil ihr euch schon wieder krankmelden müsst: Gerade wenn es euch häufiger erwischt, solltet ihr einen Infekt so gut es geht zu Hause (und nicht am Arbeitsplatz!) auskurieren. Ansonsten droht ein schneller und meist langwieriger Rückfall.

3. Viel Schlaf

Studien haben erwiesen, dass Menschen, die unter chronischem Schlafmangel leiden, wesentlich infektanfälliger sind. Doch für Eltern gehört ausreichender Schlaf zum absoluten Luxus. Trotzdem könnt ihr daran arbeiten, euren Schlafrhythmus zu optimieren. Mehr Schlaf bedeutet nämlich nicht nur, dass ihr wacher seid, sondern hilft euren Abwehrkräften dabei, sich zu regenerieren. Auch wenn es euch schwerfällt, solltet ihr in Phasen, in denen ihr sehr erschöpft und häufig krank seid, die Bügelwäsche oder das dreckige Geschirr einfach mal stehen lassen und stattdessen eher und am besten zur gleichen Uhrzeit zu Bett gehen.

4. Abstand halten

Dieses Vorhaben ist gar nicht so einfach, denn anderen erkälteten Eltern in der Kita nicht die Hand zu schütteln, nur weil sie krank sind, wirkt schnell unhöflich. Handelt es sich dabei um euer Kind, wird es noch schwieriger. Schließlich benötigt es dann umso mehr Zuneigung und Nähe. Versucht bei sehr ansteckenden Erkrankungen trotzdem, euren kranken Hasen nicht unbedingt zu küssen, wascht euch regelmäßig die Hände und haltet Abstand, sofern euer Kind nicht gerade nach eurer Nähe verlangt.

5. Meins, nicht deins!

Das letzte Taschentuch oder das restliche Nasenspray ganz familiär zu teilen klingt zwar sehr uneigennützig, ist allerdings nicht zu empfehlen, wenn ihr euch nicht immer wieder gegenseitig anstecken wollt.

6. Gesunder Lebensstil und frische Luft

Und dazu gehört nicht nur eine ausgewogene Ernährung (wenig Alkohol und im besten Fall gar kein Nikotin), sondern ebenfalls viel frische Luft und ausreichend Bewegung. Das ist quasi Wellness für eure Abwehrkräfte und nebenbei habt ihr dann auch weniger mit Übergewicht, Rücken- und anderen Gelenkschmerzen zu kämpfen. Optimal wäre es, wenn ihr euch drei Mal pro Woche durch Ausdauersport zum Schwitzen bringt und mit Kalt-warm-Duschen in den Tag startet.

7. Stoßlüften

In den kalten Monaten soll es zu Hause muckelig warm sein. Allerdings sorgt zu viel Heizungsluft dafür, dass die Schleimhäute zu schnell austrocknen und sich Krankheitserreger pudelwohl fühlen. Sorgt also trotz eisiger Temperaturen (mindestens drei bis vier Mal) pro Tag jeweils 5 bis 10 Minuten für frische Luft. Für die Phasen in der ihr die Heizung aufdreht, könnt ihr mit Luftbefeuchtern dafür sorgen, dass die Schleimhäute nicht zu trocken werden.

8. Schutzimpfungen

Ob ihr euch impfen lassen solltet oder nicht, ist von einigen Faktoren abhängig. Während der Schwangerschaft zählt ihr zur Grippe-Risikogruppe und eine Impfung schützt nicht nur euch, sondern auch euer ungeborenes Kind für die ersten Monate nach der Geburt. Eure Kinder könnt ihr ab einem Alter von sechs Monaten gegen Grippe-Viren impfen lassen. Ob ihr weitere Schutzimpfungen auffrischen lassen solltet, besprecht ihr am besten mit eurem Hausarzt.

Weitere Tipps erfahrt ihr im Video!

Video: YouTube – BIG direkt gesund

Titelbild: © drubig-photo

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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