Gesund

Schulsport ist einfach nicht genug

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Habt ihr auch das Gefühl, dass sich eure Kinder viel weniger bewegen und unternehmen, als ihr früher in eurer Kindheit? Da liegt ihr nicht ganz falsch. Denn nicht nur Kinder- und Jugendärzte bemängeln die seit Jahren nachlassenden Freizeitaktivitäten, auch viele Studien belegen mittlerweile, dass sich unser Nachwuchs viel zu wenig bewegt. Wir geben euch Tipps, wie ihr das mit ein paar simplen Schritten ändern könnt. 

Während sich Kinder im Jahre 1975 ungefähr drei bis vier Stunden täglich bewegten, hat sich der Durchschnitt auf eine Stunde am Tag drastisch verkürzt. Man könnte schon fast von einer sitzenden Generation sprechen, denn so sieht die Wahrheit leider aus. Kinder sitzen fast den ganzen Tag, ob in der Schule, über den Hausaufgaben, vor dem Fernseher oder Computer. Vor allem der Fernseher schlägt dabei mit knapp drei Stunden pro Tag ganz schön zu Buche. Auch Spielplätze oder Skaterbahnen vereinsamen immer mehr, denn Freundschaften werden heute eher in Sozialen Netzwerken geschlossen und gepflegt. Dass das alles nicht gesund sein kann, darüber sind wir uns wohl einig. Die Tatsache, dass in den meisten Schulen der Sportunterricht auf zwei Unterrichtsstunden in der Woche ausgelegt ist, macht es nicht besser. Denn Gesundheit und motorische Leistungsfähigkeit leiden darunter und die Kleinen werden immer unbeweglicher. Jedes sechste Kind ist mittlerweile übergewichtig und jedes 16. Kind im Grundschulalter leidet bereits unter starkem Übergewicht. Fazit: Schulsport reicht einfach nicht aus!

Jetzt fragt ihr euch sicherlich, wie ihr eure Kids zu mehr Sport und Bewegung animieren könnt. So schwierig ist das gar nicht, denn besonders die Kleinen besitzen einen natürlichen Bewegungsdrang. Sie spüren instinktiv, was ihnen gut tut, da braucht es gar nicht viel Motivation, damit sie Spaß am Springen, Laufen oder Klettern haben. Aber am besten ist es natürlich, wenn ihr mit gutem Beispiel voran geht. Zeigt euren Sprösslingen, dass es nicht nur viel spaßiger ist, aktiv zu sein, sondern ihnen auch noch gut tut. Selbstverständlich ist es nicht einfach, vor allem nicht nach einem langen Tag im Büro, da möchte man sich gern abends nur noch auf’s Sofa fallen lassen und alle Viere von sich strecken. Aber auch bei wenig Zeit unter der Woche könnt ihr euren Zwergen mit kleinen Schritten zu mehr Bewegung verhelfen. Lauft nächstes Mal doch einfach die Treppe hinauf, anstatt den Aufzug zu nehmen, oder fahrt mit dem Fahrrad zum Kindergarten oder der Schule. Geht am Wochenende im Wald spazieren, ins Schwimmbad oder spielt mit der ganzen Familie Fußball. Und wenn ihr als Vorbild aktiv im Sportverein seid, dann werden eure Kinder euch das sicherlich bald nachmachen. Aber auch kleine aktive Spiele zwischendurch wie „Der Plumpssack geht um“, „Räuber und Gendarm“ oder „Verstecken mit Abschlagen“ tun gut.

Egal, ob Koordination, Kraft, Ausdauer oder Beweglichkeit: Jede Förderung durch Sport und Bewegung ist vorteilhaft und verbessert außerdem die Konzentration und schult die sozialen Fähigkeiten. Wie ihr seht, gibt es jede Menge Möglichkeiten. Und für die Älteren gilt: lasst sie ein bisschen ausprobieren, in welche Richtung ihre sportliche Interessen gehen und dann selbst entscheiden, was ihnen Spaß macht. Denn eine Wasserratte fühlt sich auf der Turnmatte wahrscheinlich genauso unwohl, wie ein Mini-Ronaldo auf dem Rücken eines Ponys oder in Tanzschuhen. Nur wenn eure Kids Spaß daran haben, sich aktiv zu bewegen, bleiben sie auch dabei und können so gesünder und motivierter werden.

Titelbild: ©Max Topchii – Fotolia.com

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

Hinterlasse ein Kommentar