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Schule schwänzen für den Urlaub kann teuer werden

Schule schwänzen für den Urlaub
Saskia
Geschrieben von Saskia

Bis zu 1.000 Euro Strafe

Die großen Schulferien stehen endlich vor der Türe! Gerade wenn ihr Last Minute bucht oder euren Urlaub zeitversetzt zu den Ferien eures Nachwuchses nehmen müsst, kommen die Flunker-Ferien ins Spiel. Denn die Kleinen ein paar Tage aus der Schule zu nehmen, ist zwar nicht gerade die feinste aber doch eine vertretbare Art und Weise, um den Familienurlaub zu genießen, oder? Weit gefehlt! Denn Schule schwänzen für den Urlaub kann richtig teuer für euch werden!


Auf der einen Seite ist es natürlich gar nicht so einfach, mit der gesamten Familie in der Hauptsaison zu verreisen. Zum einen, weil ihr nicht immer so frei bekommt, wie ihr es euch wünscht und zum anderen sind Flüge, Hotels und Ferienhäuser in der Hauptsaison für viele Familien zu teuer. Ihr habt zwei oder mehr Kinder und nur eines davon geht bislang in die Schule? Ihr wollt einfach nur dem Verkehrschaos zuvorkommen? Die großen Ferien dann um einige Tage nach hinten zu verlängern, oder eure Kids etwas früher aus der Schule zu nehmen, um ohne Stau schnell ans Urlaubsziel zu kommen und euch ein paar schöne Tage zu ermöglichen, ist dann sehr verlockend. Für den Zeitvertreib während eines Staus gibt es übrigens eine ganz einfache Lösung, wie etwa diese einfachen Reisespiele für Kinder! 😉

Schule schwänzen für den Urlaub: Polizei kontrolliert Flughäfen!

Laut des Verbandes Bildung und Erziehung sind die Zahlen der Eltern, die ihren Kindern das Schule schwänzen für den Urlaub erlauben, gestiegen. Doch selbst wenn ihr einige Euro dadurch sparen könntet, kann das schnell nach hinten losgehen. Gerade wenn ihr mit dem Flugzeug verreist, müsst ihr damit rechnen, dass ihr am Flughafen von der Polizei auf frischer Tat ertappt werdet. Allein am Nürnberger Flughafen erwischte die Polizei 2017 in 220 Fällen Eltern mit ihren Kindern , die eigentlich in der Schule sein mussten. Und die Dunkelziffer ist noch wesentlich höher, da nur Flüge kontrolliert werden dürfen, die sich außerhalb des Schengen-Raums befinden. Somit dürfen europäische Fernziele erst gar nicht erfasst werden.

Bis zu 1.000 Euro Bußstrafe

Da es sich bei dem Vergehen um eine Ordnungswidrigkeit handelt, müssen Eltern, die von der Polizei erwischt werden, mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 Euro rechnen. So erging es vor Kurzem auch zehn Familien am Allgäuer Airport. Dort wurden an zwei Tagen reisende Familien bei der Ausreisekontrolle genauer befragt. Die Polizei stellte dabei fest, dass die Kinder ohne Schulgenehmigung durch die Eltern vom Unterricht befreit waren.

Schule ist gefordert

Letzten Endes ist die Schule dafür verantwortlich, Eltern nahezulegen, nicht ohne Erlaubnis die Schulferien des Kindes zu verlängern. Könnt ihr also triftige Gründe vorweisen, beispielsweise eine Hochzeit oder Kommunion im engeren Familienumfeld, seid ihr mit einer offiziellen Genehmigung durch die Schule auf der sicheren Seite. Dennoch sind Schulen dazu verpflichtet, nicht zu großzügig mit dieser Erlaubnis umzugehen. Dann solltet ihr auf die Verlängerung verzichten und euch eine Alternative überlegen. Hier haben wir einige Vorschläge, damit euer Familienurlaub nicht ins Wasser fällt.

Titelbild: © Rido

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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