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Schlaflose Nächte: Es ist nur eine Phase!

schlaflose Nächte
Fran
Geschrieben von Fran

Augen zu und durch!

Der Kaffee ruht warm in meiner Hand, das Gähnen scheint kein Ende zu nehmen und die Augenringe haben ungeahnte Ausmaße angenommen und vor diesem Schatten einer Mutter liegt ein quietschfideles Bündel Baby und strahlt mich an. Guten Morgen!


So sahen für viele Monate meine ersten Stunden des Tages aus. Ich hatte das Glück mit zwei Kindern gesegnet zu sein, die mich lehrten, dass alles nur eine Phase ist und ich viel härter im Nehmen bin, als ich jemals zu träumen gewagt hätte. Als das große Tochterkind das Licht der Welt erblickte, waren bereits zwei Babys in die unmittelbare Familie geboren worden. Und beide schliefen quasi durch, beziehungsweise wachten nur ein, maximal zwei Mal in der Nacht auf.

Alice

„Amateure!“ Dachte sich meine Große wohl. Denn sie kam regelmäßig alle zwei Stunden zu uns ins elterliche Bett. In besonders harten Nächten sogar stündlich. Und das, soweit ich mich recht entsinne, mindestens die ersten zwölf Monate ihres Lebens. Ich war frustriert, erschöpft, gereizt und einfach verzweifelt. Ich konnte es nur sehr schwer annehmen, dass anscheinend alle Babys gut schliefen, nur meines nicht! Die Tatsache, dass dieser Eindruck absolut falsch war, half mir nicht. Und so quälte ich mich durch die Nächte und mein Frust zeichnete sich auch tagsüber ab. Ich bin eigentlich ein sehr ausgeglichener Mensch, aber zu dieser Zeit stand ich neben mir. All die Artikel, die anpriesen, dass es besser werden würde, all die Worte, die Schlaf versprachen, und all die Berichte über das natürliche Schlafverhalten von Babys strafte ich mit Nichtbeachtung. Ich war mir sicher, dass dieses Elend nie ein Ende nehmen würde und suhlte mich zu diesem Zeitpunkt regelrecht darin. Und mein Stress übertrug sich natürlich auf mein Kind. Diese Tatsache entschärfte unsere Nächte natürlich nicht. Schlussendlich schlief die Madame mit 2,5 Jahren (!) endlich durch. Als der Schlaf kam, kam auch die Erleichterung. Es kam die Einsicht, und es kam das Annehmen.

Olivia

Als meine zweite Tochter dann auf der Welt war, und sie denselben Schlafrhythmus wie ihre große Schwester an den Tag, beziehungsweise die Nacht legte, war ich bereit, es einfach anzunehmen.
Auch sie schlief, wie die Große damals auch, im Familienbett an meiner Seite. Ich kuschelte, stillte und genoss die stille gemeinsame Zeit manchmal sogar richtig.
Ich tat alles, was ich auch mit dem großen Tochterkind schon getan hatte und dieses mal empfand ich es deutlich seltener als anstrengend. Meine Gelassenheit erfreute mich. Ich wusste, dass diese vielen nächtlichen Unterbrechungen irgendwann ein Ende finden würden. Und kein Ärger dieser Welt würde den Prozess beschleunigen. Es ist normal, wenn Säuglinge in der Nacht oft aufwachen. Nochmal: Es ist normal! Lasst euch bitte von niemandem etwas anderes einreden. Manchmal plagt sie der Hunger, manchmal der Durst, zeitweise haben sie Angst oder sind krank und manchmal brauchen sie einfach nur Nähe. Ja, es ist anstrengend, ja es zehrt an den Kräften und ja, manchmal ist es echt zum Davonlaufen, aber (und jetzt kommt das große Mama-Mantra für sämtliche Lebenslagen; bitte notieren und immer wieder gebetsartig wiederholen!) es ist alles nur eine Phase!
Ehe wir uns versehen sind die Kinder größer und brauchen uns nachts nicht mehr.
Und dann, glaubt es mir, oder nicht, dann vermisst man manchmal die gemeinsame nächtliche Zeit.
Die stillen Momente, die man ganz allein in Ruhe mit seinem Kind verbringen konnte.

Über den Autor

Fran

Fran

"Ein Kind zu bekommen, ist eine grosse Entscheidung, denn man entscheidet sich dafür, sein Herz für alle Zeit außerhalb seines Körpers zu tragen." Dieses Zitat ist so wahr, dass es fast schon weh tut. Ich habe durch meine Töchter gelernt, wie unfassbar das Leben durch ein Kinder bereichert wird und liebe jeden Tag mit ihnen. All die Anstrengungen, der Stress, einfach alles, ist es wert. Denn wenn sie mich nur einmal anlächeln, wird mir meine Mühe tausendfach zurückgezahlt.

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