Gesund

Sanfte Abnabelung mit der Lotusgeburt

Lotusgeburt
Saskia
Geschrieben von Saskia

Kein Durchtrennen der Nabelschnur.

Die Nabelschnur direkt nach der Geburt zu durchtrennen ist ein emotionaler Augenblick. Denn dies ist quasi die letzte körperliche Verbindung zwischen Mutter und Baby. Sofern der frischgebackene Papa möchte, wird meist ihm dieser kleine und schmerzfreie Schnitt zuteil. Es gibt allerdings eine noch sanftere und naturverbundene Methode der Abnabelung: die Lotusgeburt.


Ob Freebirthing-Methode, bei der Mütter alleine entbinden oder Lotusgeburt – immer mehr Frauen entscheiden sich dafür, ihr Kind möglichst naturverbunden zu gebären.

Lotusgeburt: Neugeborenes bleibt mit Plazenta verbunden

Nach der Geburt wird die Nabelschnur in der Regel durchtrennt. Dieser Vorgang ist zwar vollkommen schmerzlos, allerdings ist dieser Schritt für einige Mütter ein zu rigoroser. Deswegen entscheiden sich immer mehr Eltern dafür, dass die Nabelschnur so lange mit der Plazenta verbunden bleibt, bis diese auf natürlichem Wege von allein abfällt. Dieser Prozess dauert zwischen 3 und 10 Tagen.  

Trocknungsprozess

Nachdem die Nabelschnur auspulsiert ist, muss die Plazenta gereinigt werden. Damit sich im Laufe des Trocknungsprozesses keine Gerüche bilden und die Trocknung fortschreitet, muss der Mutterkuchen täglich mit Salz und/oder Lavendel und Kräutern bestreut werden. Damit die Plazenta nicht verschmutzt, wird sie in einem speziellen Gefäß, einem Handtuch oder in einer Tasche aufbewahrt.

Vorteile einer Lotusgeburt

Befürworter dieser Methode betonen, dass das Baby damit auch noch einige Tage nach der Geburt mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden kann. Zudem sei der Abnabelungsprozess für die Mutter und das Baby sehr viel sanfter und auch seelisch leichter zu verkraften. Zuletzt kann damit auch ganz einfach verhindert werden, dass das Neugeborene nach der Geburt zu häufig von Arm zu Arm wandert.

Nachteile einer Lotusgeburt

So natürlich und sanft sich die Methode auch anhört, kann diese auch gesundheitliche Risiken für das Neugeborene bedeuten. Schreitet der Trocknungsprozess nicht gut voran, wird der Mutterkuchen zu häufig angefasst, oder wurde vor der Aufbewahrung das Gefäß, das Handtuch oder die Tasche nicht gut gereinigt, können sich Bakterien bilden. Zudem kann die Spannung zwischen dem sich entwickelnden Nabel des Babys und dem Mutterkuchen Probleme nach sich ziehen.

Ihr wünscht euch eine Lotusgeburt? Besprecht euren Wunsch frühzeitig mit eurer Hebamme und klärt ab, ob euer Krankenhaus diese Methode unterstützt. Gemeinsam könnt ihr dann mögliche Risiken abwägen. 🙂

Bilder zur Lotusgeburt findet ihr auf Instagram zum Beispiel hier.

Video: YouTube

Titelbild: © Kati Finell

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

Hinterlasse ein Kommentar