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Safety first: Umgang mit Silvesterknallern

Umgang mit Silvesterknallern
Saskia
Geschrieben von Saskia

Nicht ohne Aufsicht!

Silvester ist für die Kleinsten ein wahres Fest und unglaublich aufregend. Selbst wenn ihr längst keine Lust mehr auf Knallerei und Tischfeuerwerk habt, bestehen Kinder meist darauf. Damit ihr keine bösen Überraschungen erlebt, haben wir 5 wichtige Tipps, um eurem Nachwuchs einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerkskörpern beizubringen. 


Irgendwann kommt ihr nicht mehr drum herum und eure Kids wollen ihre ersten Knallerbsen, Wunderkerzen und Tischfeuerwerke zünden. Und so harmlos diese auch scheinen, sollten bereits dabei strikte Regeln gelten. Denn vor allem in der Silvesternacht müssen durch Raketen, Böller und Co. Feuerwehr, Notärzte und Polizei bundesweit ausrücken. Verletzte, Tote, und Brände werden dann zur bitteren Realität.

Umgang mit Silvesterknallern: Mit diesen 5 Tipps seid ihr auf der sicheren Seite!

1. Nicht ohne BAM-Kennzeichnung

Generell dürfen Silvesterböller und Feuerwerke der Klasse 2 nur vom 29. bis 31. Dezember verkauft werden. Beide Arten dürfen ausschließlich ab 18 Jahren gekauft werden und gehören laut EU-Richtlinien zur Kategorie Kleinfeuerwerk. Achtet darauf, dass ihr diese nur an offiziellen Verkaufsständen erwerbt. Auf Flohmärkten und in Online-Shops besteht die Gefahr, dass die Produkte aus dem Ausland stammen und nicht von der Bundesanstalt für Materialprüfung freigegeben worden sind (BAM-P1 oder BAM-P2-Kennzeichnung). Feuerwerkskörper der Klasse 1 dürfen ganzjährig verkauft und bereits von Kindern ab 12 Jahren gezündet werden. Allerdings muss auch hier noch eine Aufsichtsperson dabei sein.

Unter Klasse 1 fallen zum Beispiel:

Wunderkerzen
Tischfeuerwerk
Knallerbsen
Knallbonbons
Bodenkreisel
Goldregen
Knallfrösche

Zur Klasse 2 zählen unter anderem: 

Raketen
Böller
Römische Lichter
Sonnenräder
Feuertöpfe

2. Unter 6 Jahren in der Wohnung bleiben

Kinder bis ungefähr 6 Jahren sollten das Feuerwerk vom (geschlossenen) Fenster aus bestaunen. Ältere Kinder können natürlich mit raus, aber auch hier gilt: Achtet immer darauf, dass sie einen großen Sicherheitsabstand zu den Feuerwerkskörpern halten und nicht plötzlich neben dem Papa stehen, der gerade die nächste Rakete in die Luft schießt.

3. Tischfeuerwerke, Wunderkerzen und Knallbonbons

Wirken auf den ersten Blick vollkommen harmlos. Da aber auch hier Feuer und Funken mit ins Spiel kommen, solltet ihr eure Kinder damit niemals alleine lassen. Zudem sollten sie nur verwendet werden, wenn leicht entzündliche Dinge aus dem näheren Umkreis entfernt werden. Dazu gehören zum Beispiel Luftschlangen, Girlanden, Konfetti, Tischdecken oder auch Servietten. Erklärt euren Sprösslingen, dass sie eine Wunderkerze weit genug vom Gesicht fernhalten sollten, und sammelt die erloschenen am besten in einem Glas Wasser oder in einem Eimer mit Sand. Da Wunderkerzen giftig sind, sollten sie von den ganz Kleinen ferngehalten werden. Bei Kindern, die gerade das Krabbeln oder Laufen für sich entdeckt haben, besteht die Gefahr, dass sie Kleinteile von Tischfeuerwerken oder auch Plastikkonfetti vom Fußboden aufsammeln und verschlucken.

4. Raketen können querschießen

Wenn ihr Raketen zündet, sollte die Stelle weiträumig gemieden und nur aus einer Flasche gezündet werden, die auf einem festen und nicht entflammbaren Untergrund steht. Die Rakete muss immer senkrecht zum Himmel stehen. Selbst wenn ihr alle Regeln einhaltet, kann es immer noch passieren, dass die Rakete querschießt. Daher sollten nicht nur Kinder, sondern auch ältere Personen immer genügend Abstand halten und keine offenen Türen oder Fenster in der Nähe sein.

5. Strenge Regeln für das Zünden von Kinder-Feuerwerkskörpern

Auch wenn sie von Kindern ab 12 Jahren benutzt werden dürfen, solltet ihr vorher klare Regeln aufstellen.

Diese sollten lauten:

  • Nach dem Zünden Sicherheitsabstand halten.
  • Knaller und Co. niemals auf andere Personen werfen.
  • Feuerwerkskörper auf keinen Fall in der Wohnung anzünden.
  • Wählt draußen einen sicheren Ort zum Zünden. Die Nähe zu großen Feuerwerkskörpern, Mülltonnen, Menschen, Autos, Bäumen und Hecken sollte vermieden werden.
  • Habt ihr das Gefühl, dass euer Kind die Gefahren noch nicht gut genug einschätzen kann, solltet ihr ihnen keine Knaller in die Hand geben.

Wir wünschen euch einen guten und unversehrten Rutsch ins neue Jahr!

Titelbild: © mavoimages

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

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