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Rotavirus: Babys so früh wie möglich schützen!

Rotavirus
Saskia
Geschrieben von Saskia

Krabbelgruppen und Kitas besonders gefährdet!

Wenn Säuglinge und Kleinkinder erkranken, bemerkt ihr das meist daran, dass sie viel weinen und fiebrig sind. Je nach Infekt gesellen sich zum Beispiel auch noch Erbrechen und Durchfall hinzu. Dann heißt es Vorsicht! Denn diese Symptome können ein Hinweis auf eine mögliche Rotavirus-Infektion sein und schnell zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung des Körpers führen. Im Jahr 2016 wurden in Deutschland rund 23.000 Erkrankungen gemeldet. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts müssen jährlich allein in Deutschland rund 20.000 Kinder stationär behandelt werden. 


Rotaviren sind die häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei den Kleinsten und vermehren sich von Februar bis Mai besonders stark. Öffentliche Einrichtungen wie Krabbelgruppen und Kitas können dann zur regelrechten Gefahr werden. Säuglinge und Kleinkinder im Alter zwischen drei bis 24 Monaten und ältere Menschen zählen zur größten Risikogruppe. Bis ungefähr zum dritten Lebensjahr erkranken rund 90 Prozent der Kinder daran.

Vorsicht vor Dehydration

Gerade in den ersten Lebensmonaten sind schwere Brechdurchfall-Erkrankungen nicht ungefährlich, da ihr euren Kindern noch nicht mitteilen könnt, dass sie mehr Flüssigkeit als sonst zu sich nehmen müssen. Klappt die freiwillige Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr nicht, bleibt euch häufig nur noch der Weg über eine Infusion. Ansonsten riskiert ihr eine Dehydration (Austrocknung) des Körpers.

Daran erkennt ihr eine mögliche Rotavirus-Infektion:

  • wässriger Durchfall
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Spuren von Blut und/oder Schleim im Stuhlgang
  • grippeähnliche Symptome wie Fieber, Husten, Schnupfen
  • Hoher Flüssigkeits- und Nährstoffverlust
  • Antriebslosigkeit
  • tränenloses Weinen

Ansteckung und Dauer

Mit einer Inkubationszeit von ein bis drei Tagen erfolgt die Ansteckung in der Regel durch eine sogenannte Schmierinfektion (fäkal-oral), aber auch durch Tröpfcheninfektionen (Sprechen, Niesen, Küssen, etc.). Das Rotavirus kann sieben bis acht Tage andauern. Eine Ansteckungsgefahr besteht solange, bis im Stuhl keine Viren mehr nachweisbar sind. Besonders in der akuten Phase ist das Ansteckungsrisiko für Familienmitglieder und andere Personen, die in einem engen Kontakt zum Patienten stehen, besonders hoch.

STIKO empfiehlt Rotavirus-Impfung

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts rät seit 2013 zu einer Schutzimpfung gegen das gefährliche und höchst ansteckende Rotavirus, an dem Kinder sowie Erwachsene immer wieder erkranken können. Als BIG-Versicherte könnt ihr die Schluckimpfung bei den ersten Kindervorsorgeuntersuchungen (beziehungsweise ab der U3 und einem Alter von sechs Wochen) in fast allen Bundesländern bequem über eure Versichertenkarte abrechnen lassen. Weitere Infos findet ihr hier.

Video-Interview mit dem Kinder- und Jugendarzt Dr. Michael Horn

Hier findet ihr auch nochmal die häufigsten Kinderkrankheiten in einer Übersicht.

Titelbild: © famveldman

Über den Autor

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Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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