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Rock oder Mozart? – Musik während der Schwangerschaft

Rock oder Mozart? – Musik während der Schwangerschaft
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Musik soll beruhigend auf euer Baby im Bauch wirken, das habt ihr sicherlich schon einmal gehört. Immer mehr werdende Mütter möchten ihrem Baby etwas Gutes tun, indem sie ihrem Bauch Kopfhörer umschnallen oder auf eine andere Weise entspannende Musik für das Baby abspielen. Besonders klassische Musik ist dafür sehr beliebt. Doch welche genaue Wirkung die Klänge auf das Ungeborene haben, ist ein viel diskutiertes Thema und führt nicht zu einheitlichen Meinungen in der Wissenschaft. Die wichtigsten Infos aber haben wir für euch zusammengefasst.


Was hört euer Baby?

Die erste Hälfte der Schwangerschaft bekommt euer Baby von den Geräuschen im Bauch und auch von außen nicht viel mit, denn das Gehör ist erst mit der 20. Woche soweit entwickelt, dass es etwas hören kann. Die ersten Töne, die euer Baby wahrnimmt, sind das Dröhnen eures Herzschlags, das Pochen der Schlagader hinter der Fruchtblase, das Gluckern eurer inneren Organe, aber auch eure Stimme und Atmung. Der Lärmpegel im Mutterleib kann bis zu 80 Dezibel betragen, was etwa einer Autobahn gleicht. Und durch die Bauchdecke und das Fruchtwasser werden viele von den äußeren Geräuschen abgedämpft und auch verfremdet.

Musik ist nicht gleich Musik

Es ist also fraglich, was und wie viel euer Kleines von derKlangwelt tatsächlich mitbekommt. Neurologe Matthias Schwab von der Universitätsklinik Jena erklärt, dass vor allem tiefe Töne zum Gehör des Babys durchdringen würden und sagt weiter, dass von Mozart und anderer klassischer Musik nicht so viel ankommt und sich eher Rockmusik eignen würde. Erst einmal ungewohnt, dennoch macht es Sinn, da die Klänge des Basses eher durch Bauchdecke und Fruchtwasser dringen, als die von Geige und Klavier. Dennoch eignet sich klassische Musik, um Entspannung bei euch und eurem Baby zu erlangen, weil diese durch eine regelmäßige Frequenz von 60 Schlägen die Minute erreicht wird. Diese entspricht nämlich einem ruhigen Herzschlag und ist häufig in klassischer Musik wiederzufinden. Es gibt mittlerweile auch viele CDs, auf denen spezielle Musik für Schwangere zu hören ist. Wenn ihr aber absolut kein Klassik-Fan seid, ist das auch kein Problem. Die Musik, die euch gut tut, wird auch eurem Baby gut tun. Achtet darauf, wie euer Baby auf die Musik reagiert. Denn kleine Tritte können genauso ein Zeichen des Missfallens sein.

Allerdings solltet ihr darauf achten, dass euer Kleines im Bauch bis zu 20 Stunden am Tag schläft und eine Dauerberieselung deswegen störend sein kann, auch weil ein Baby maßgeblich durch sein Gehör an der Außenwelt teilnimmt. Euer Baby kann nicht weghören, deswegen versucht Lärm, Streit oder auch Dauerbeschallung durch Radio oder Fernseher möglichst gering zu halten. Nutzt also auch mal die Gelegenheit, euch zurückzuziehen und die Stille zu genießen. Und nach der Geburt könnt ihr eurem Baby etwas Gutes tun, indem ihr ihm leise Musik vorspielt, die es schon aus eurem Bauch kennt. Auf diese Weise kann es leichter entspannen, besser einschlafen und ist zufriedener, da es an seine Zeit im Bauch erinnert wird.

Bild: mimagephotos

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