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Wenn Kinder unter Osteoporose leiden

Osteoporose bei Kindern
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Osteoporose – eigentlich tritt diese Erkrankung der Knochen eher bei älteren Menschen auf, doch wie sich in neuen Studien herausgestellt hat, ist das ein Trugschluss. Osteoporose bei Kindern und Jugendlichen ist zwar selten, aber sie existiert.


Doch was ist eigentlich Osteoporose? Viele werden sich damit noch nicht auseinandergesetzt haben, da sie gewöhnlich erst im Alter auftritt. Leidet man unter Osteoporose, besitzt man weniger Knocheninnenverstrebungen, die Knochendichte ist also geringer als bei gesunden Knochen. Das führt nicht nur zu Schmerzen, sondern auch zu schnellen Knochenbrüchen. Außerdem leiden Menschen mit Osteoporose meist lebenslang unter Bewegungseinschränkungen.

Osteoporose bei Kindern

Ursachen

Die Ursachen für Osteoporose bei Kindern sind sehr unterschiedlich und breit gefächert. So können juvenile Arthritis (eine chronische Gelenkerkrankung), zystische Fibrose (eine vererbbare Stoffwechselstörung), Anorexia nervosa (nervöse Appetitlosigkeit/Magersucht), chronische Lebererkrankungen oder Morbus Crohn mitverantwortlich für diese Krankheit sein. Weitere Ursachen sind Leukämie, Krebs oder Krankheiten der Kinder-Rheumatologie. Auch die Medikamente, die zur Heilung all dieser Krankheiten eingesetzt werden, können zur Osteoporose führen.

Behandlung

Die Symptome der Osteoporose sind: Schnelle Knochenbrüche schon bei leichten Unfällen und Stürzen sowie starke Rückenschmerzen.

Bei der Behandlung ist es wichtig, dass Kinder nicht wie kleine Erwachsene behandelt werden sollten, da sie einen komplett anderen Stoffwechsel als Erwachsene haben und auch eine andere Behandlung benötigen. Die Besonderheit bei der Therapie von Kindern liegt bei einer genauen Beobachtung und Diagnose der Krankheit, die am besten von Kinder-Endokrinologen oder erfahrenen Pädiatern in spezialisierten Zentren gestellt werden sollte. Gerade bei der notwendigen Knochendichtemessung kann es bei unerfahrenem Personal zu Fehldiagnosen kommen. Laut Experten ist die Heilung der kindlichen Osteoporose-Erkrankung wahrscheinlicher, als die eines Erwachsenen.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung von Osteoporose bei Kindern sollte man viel Kalzium zu sich nehmen, d.h. viel Milch trinken, Milchprodukte, grünes Gemüse und Beeren, die ebenfalls viele Vitamine enthalten, essen, sowie mit kalziumreichen Kräutern würzen (z.B.: Petersilie, Kresse, Löwenzahn, Schnittlauch und Meerrettich). Aber auch ausreichend Sport ist für den Aufbau einer gesunden Knochenmasse wichtig. Da unsere Knochen sich bis zum 25. Lebensjahr aufbauen, ist Sport gerade in jungen Jahren unabdingbar. Gerade bei übergewichtigen Kindern ist die Wahrscheinlichkeit, im Alter an Osteoporose zu erkranken, höher. Aber auch Untergewicht kann zu Osteoporose führen.
Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist die Wahrscheinlichkeit bei Veganern nicht automatisch höher, als bei “normalen” Essern.

Weitere Informationen findet ihr im BIG-Ratgeber.

Titelbild: © AntonioDiaz – Fotolia.com

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