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Öko-Test: Das sind die besten Wundschutzcremes

die besten Wundschutzcremes
Saskia
Geschrieben von Saskia

Gebt Windeldermatitis keine Chance!

Jedes Baby und Kleinkind hat irgendwann mal einen geröteten oder wunden Popo. Besonders in den ersten sechs bis acht Lebenswochen tritt die sogenannte Windeldermatitis sehr häufig auf. Damit sich die sensible Babyhaut rasch wieder beruhigt und sich kein Windelsoor entwickeln kann, ist das Auftragen einer Wundschutzcreme unerlässlich. Öko-Test hat 20 Produkte unter die Lupe genommen. 15 haben mit ’sehr gut‘ und vier mit der Note ‚gut‘ abgeschnitten. Eine sehr beliebte Creme bekam dagegen nur ein ‚ausreichend‘. 


Heutzutage halten Windeln immer dichter, länger und selbst dem Design wird viel Aufmerksamkeit gewidmet. Doch je besser sie Urin und Kot auffangen, umso weniger atmungsaktiv sind die kleinen Papier- und ‚Duft’wunder auch. Daher sollte euer Baby niemals zu lange in einer gefüllten Windel liegen. Ansonsten droht nicht nur ein wunder Pobereich, sondern auch der sogenannte Windelsoor, dieser bezeichnet einen fiesen Hefepilz, der sich durch das feuchte Milieu, Kot und Urin schnell auf der Haut eures Schatzes breit macht.

Vorbeugen?

Könnt ihr also ganz einfach: Lasst die Windel, sofern es die Umgebung und die Temperaturen zulassen, so oft es geht weg. Das kostet euch nichts und ihr spart sogar noch an den Windeln und verkleinert euren Müllberg. Ist die Haut eures Kindes bereits gerötet, sorgt eine Wundcreme für schnelle Linderung.

Die besten Wundschutzcremes im Überblick

Öko-Test hat 20 Produkte auf ihre Inhaltsstoffe getestet. Das Positive? Selbst günstige Cremes haben mit ’sehr gut‘ abgeschnitten. Negativ ist allerdings, dass noch immer nicht alle Marken auf Duftstoffe, Erdöle, Silikone und Paraffine verzichten, die in Teilen als krebserregend gelten und zusätzliche Reizungen sowie Allergien auslösen können.

Die Gewinner

  • K-Classic Baby Reichhaltige Wundschutzcreme von Kaufland (0,93 Euro)
  • Beauty Baby Beruhigende Wundschutz-Creme von Müller Drogeriemarkt (1,15 Euro)
  • Babydream Extra Sensitive Panthenol Wundschutzcreme von Rossmann (1,72 Euro)
  • Lavera Baby & Kinder Sensitiv Wundschutzcreme von Laverana (4,49 Euro)
  • Weleda Baby Derma Weiße Malve Babycreme parfümfrei von Weleda (11,93 Euro)

Duftstoffe (meist als Parfum deklariert) sind in folgenden Cremes enthalten:

  • Alterra Baby Wundschutzcreme Bio-Calendula (Rossmann)
  • Eco Cosmetics Baby & Kids Babycreme
  • Weleda Calendula Babycreme
  • Babylove Calendula Wundschutz-Creme (DM)
  • Penaten Creme

Parfum kann die ohnehin schon sehr sensible und wunde Babyhaut zusätzlich reizen.

Der große Verlierer

Penaten Creme gilt noch immer als Klassiker der Wundheilung schlechthin. Leider steckt darin aber auch die ebenfalls beliebte Vaseline, die allerdings als ersten Inhaltsstoff Mineralöl (aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe, kurz: MOAH) beinhaltet, der in Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Folgende Stoffe helfen bei der Heilung

Wundheiler Nummer eins ist Zinkoxid, der auf der Verpackung meist als Zinc Oxide deklariert ist. Außerdem sind Panthenol, Ringelblumenextrakt (Calendula) und Kamille dabei behilflich, Rötungen und Reizungen schnell wieder abklingen zu lassen.

Hebammen-Tipp

 

„Es reicht völlig, die Creme dünn aufzutragen und überschüssige Reste beim nächsten Wickeln wieder zu entfernen.“ In leichten Fällen könne dünnes, aber konsequentes Eincremen dem Baby bereits nach einem Tag Linderung verschaffen. Umgekehrt gilt: „Nicht prophylaktisch cremen, sondern die Produkte nur verwenden, wenn der Po wirklich rot ist“, so Hebamme Andrea Röttger (Quelle: Öko-Test).

 

Weitere Tipps gegen Windeldermatitis findet ihr in diesem Beitrag.

Titelbild: © Nastasia Froloff

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

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