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Neuerungen in der Düsseldorfer Tabelle

Neuerungen in der Düsseldorfer Tabelle
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Seit dem 1. Januar bekommen unterhaltsberechtigte Kinder mehr Geld.

Eine Trennung der Eltern ist für alle Beteiligten eine schwierige Situation – vor allem für die Kinder. Unter den Eltern kommt es während der Scheidung oft zum Streit über den Unterhalt, seit 1962 gibt betroffenen Eltern die vom Oberlandesgericht Düsseldorf herausgegebene Düsseldorfer Tabelle eine Richtlinie für die Zahlung des Unterhalts. Sie bietet jedoch nur eine Orientierung für Jugendämter und Gerichte, eine Gesetzeskraft besteht nicht.


Neuerungen 2016

Die Düsseldorfer Tabelle wurde zum 1. Januar 2016 aktualisiert und die Bedarfssätze unterhaltpflichtiger Kinder dabei um mindestens sieben Euro erhöht.

Düsseldorfer Tabelle 1.1.2016

Wie wird der Unterhalt berechnet?

Nach einer Scheidung haben grundsätzlich beide Elternteile Anspruch auf das Sorgerecht des Kindes. Wenn das Kind minderjährig ist, bekommt das Elternteil, das das Kind betreut, Unterhalt gezahlt. Grundlage für die Berechnung des Unterhalts ist dabei das Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen sowie das Alter des Kindes.

Mütter oder Väter, die den Unterhalt zahlen müssen, dürfen allerdings die Hälfte des Kindergeldes vom Wert in der Düsseldorfer Tabelle abziehen. Bei unterhaltsberechtigten, volljährigen Kindern darf der Unterhalt um das gesamte Kindergeld gekürzt werden.

Beispiel

Verdient ein Elternteil 1.600 Euro netto und muss für den zehnjährigen Sohn Unterhalt zahlen, ergibt sich laut Düsseldorfer Tabelle folgende Rechnung:

404 Euro – 95 Euro (Kindergeld: 190 : 2) = 309 Euro monatliche Unterhaltszahlung für den Sohn

ABER: Bitte denkt daran, dass es sich bei der Düsseldorfer Tabelle NICHT um eine bindende Vorschrift handelt, sondern nur um eine Empfehlung!

Bild: drx
Tabelle: OLG Düsseldorf

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