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Meine kleine Brillenschlange

Meine kleine Brillenschlange
Fran
Geschrieben von Fran

Die erste Brille ruft? Gar kein Problem!

Heute erzählt euch Fran, dass es auch einer Mama Magengrummeln bereitet, wenn die eigene Tochter plötzlich eine Brille benötigt. Natürlich ist aller Anfang nicht einfach, aber befürchtet nicht gleich, dass eure Kleinen darunter leiden, falls sie plötzlich zur “Brillenschlange” werden. Und merkt euch: Wird eine Sehschwäche früh erkannt, kann sie später sogar schon wieder Schnee von gestern sein 😉


Meine kleine Brillenschlange

Alice wurde vor kurzem vier Jahre alt; deshalb befanden wir uns alsbald in der Arztpraxis unseres Vertrauens, um die U8 durchführen zu lassen. Nach einer gefühlten Ewigkeit, die am Ende tatsächlich über eine Stunde lang war, saßen wir nach unzähligen Tests dem Kinderarzt gegenüber. Er war mit allem mehr als zufrieden, nur Alices Augen machten ihm etwas Sorgen. Er stellte den Verdacht auf Weitsichtigkeit in den Raum und gab uns eine Überweisung zum Augenarzt.

Ich war mehr als perplex, niemals hätte ich erahnt, dass meine Tochter nicht richtig sehen könnte! Bis zu diesem Zeitpunkt gab es für mich keinerlei Zweifel, dass sie einwandfrei sehen kann. Der Besuch beim Augenarzt sollte Klarheit verschaffen. (Wortwörtlich…) Auch dieser Besuch zog sich wie Kaugummi; nicht etwa aufgrund von langer Wartezeit, sondern aufgrund der vielen verschiedenen Sehtests und Augentropfen die Alice über sich ergehen lassen musste. Am Ende kam dann heraus, dass sie tatsächlich eine Brille benötigen würde. Mit jeweils fast drei Dioptrien war eine Sehhilfe unumgänglich.

Ich fühlte mich wie eine Rabenmutter! Wie hatte ich nicht bemerkt, dass mein Kind nicht richtig sehen kann? Die Augenärztin beruhigte mich: Kinder haben die Fähigkeit bis zu fünf Dioptrien auszugleichen, ohne, dass man davon etwas merken müsste. Alice würde ihre Brille zur Korrektur tragen müssen, und mit dem Ende der Grundschule würde sie vermutlich auch ihre Brille nicht mehr benötigen.

Ich war beruhigt, aber auch irgendwie nicht. Mir wurde das Rezept für die Brille ausgehändigt, ein Optiker empfohlen und dann wurden wir wieder in die Welt entlassen.

Meine kleine Brillenschlange
Ich hatte Bauchschmerzen. Wie sollte ich meiner Tochter beibringen, dass sie nun immer, jeden Tag, eine Brille tragen sollte? Einer Vierjährigen, die gerade sehr intensiv an ihrer Selbstbestimmung arbeitete… Ich erklärte ihr lang und breit, was nun passieren würde, und konnte meinen Ohren kaum glauben. Das Kind war total angetan! Sie freute sich regelrecht auf ihre Brille!

Am Tag darauf gingen wir zum Optiker, die Wahl fiel auf ein schickes Modell mit flexiblem Rahmen und Schmetterlingen. Nach zwei Wochen war die Sehhilfe abholbereit. Zwei Wochen, in denen mir Alice jeden Tag mehrfach in den Ohren lag, wann denn nun endlich ihre Brille fertig sei.

Alice strahlte.

Entgegen meiner Erwartungen war das Tragen der Brille überhaupt kein Problem. Ich musste Alice lediglich nach dem Aufstehen manchmal morgens daran erinnern sie zu tragen. Sie trägt das gute Stück fleißig; ich nehme an, weil eine Welt, die man klar und deutlich sehen kann, doppelt so viel Freude macht.

Über den Autor

Fran

Fran

"Ein Kind zu bekommen, ist eine grosse Entscheidung, denn man entscheidet sich dafür, sein Herz für alle Zeit außerhalb seines Körpers zu tragen." Dieses Zitat ist so wahr, dass es fast schon weh tut. Ich habe durch meine Töchter gelernt, wie unfassbar das Leben durch ein Kinder bereichert wird und liebe jeden Tag mit ihnen. All die Anstrengungen, der Stress, einfach alles, ist es wert. Denn wenn sie mich nur einmal anlächeln, wird mir meine Mühe tausendfach zurückgezahlt.

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