Gebloggt Nicoles Mama-Coaching-Blog

Mein bester Freund, die Jogginghose

Nicole Bailer
Geschrieben von Nicole Bailer

Nicole erzählt von ihrem besten Freund, der Jogginghose

Nachdem euch Fran schon von ihrem Lippenstift-Erlebnis berichtet hat, verrät heute auch Nicole, wie sie den Wechsel zwischen Frau ohne Kind und der neuen Mutterrolle in puncto Styling wieder ins Lot gebracht hat, der sich mit einem einfachen Satz erklären lässt: “ICH HABE MICH VERNACHLÄSSIGT.” Die Jogginghose spielt hier übrigens die Hauptrolle 😉


 

Kennt ihr diese Tage an denen wir unsere Jogginghose und den Kuschel-Pullover am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchten? Das Schlabber-Outfit ist einfach zu bequem und ganz ehrlich: wie groß ist schon die Chance, beim Bäcker auf George Clooney zu treffen? Wir haben ein Kind, da müssen wir uns ja nicht mehr aufbrezeln. Wer hat denn dafür noch Zeit und Lust zwischen Windeln wechseln und Kindergarten-Abholzeit?

Also ich gebe ehrlich zu, dass ich in den ersten beiden Jahren nach der Entbindung meine Jogginghose wirklich nur in äußerst wichtigen Angelegenheiten ausgezogen habe und mich in eine Jeans oder einen Rock gepellt habe.

Meine Rechtfertigung war immer die gleiche: „Ich stehe zu mir und ich finde mich schön – ich brauche dazu kein Make-up und auch keine besonderen Klamotten“. Aber Moment mal, das würde ja bedeuten, dass ich mich vor der Schwangerschaft hässlich gefühlt haben muss. Da habe ich mich mehrmals die Woche geschminkt und täglich eine Jeans oder einen Rock angezogen. Hä, da stimmt doch was nicht? Klar stimmte etwas nicht – ich habe mich selbst angelogen! Der Punkt war der: ICH HABE MICH GEHEN LASSEN! Ich gehe sogar soweit: ICH HABE MICH VERNACHLÄSSIGT.

Wer war daran Schuld? Mein Kind? Nein, um Gottes Willen. Die Gesellschaft? Nicht wirklich! Mein Mann? Nein, der hatte mich ja öfters angefleht, endlich mal wieder was „Normales“ anzuziehen. Ich hatte das Schlabber-Outfit in mein Leben fließen lassen und nicht den Willen dazu, es wieder zu ändern. Ich möchte dir damit nicht sagen, dass du dich schminken musst – oder schick anziehen – ich möchte dir nur sagen: Ein Kind, mehrere Kinder, sind kein Grund dafür, dich selbst hinten anzustellen. Ganz ehrlich? In WhatsApp oder Facebook hängen wir doch auch ‘rum, obwohl wir eigentlich Essen machen sollten; dann schaffen wir es doch auch, zwei Striche mit dem Kajal zu machen und ein bißchen die Wimpern zu tuschen, oder? Wir tun das nicht für andere – wir tun es für uns. Damit fühlen wir uns doch noch schöner, noch anziehender und einfach wohler. Also mir geht es so. Es geht um WERTSCHÄTZUNG für sich selbst. Also, raus aus der Jogginghose – rein ins gute Gefühl begehrenswert und schön zu sein. Wir haben es uns verdient.

Titelbild: © Martinan – Fotolia.com

Über den Autor

Nicole Bailer

Nicole Bailer

"Ich bin Nicole Bailer, Mutter einer wundervollen Tochter und verheiratet. Ich bin Coach für Mütter geworden, weil ich in vielen Situationen meines Lebens verzweifelt war und mir einen Mensch zur Seite gewünscht hätte, der mich versteht und mich aus meinem Drama in die Realität zurück holt. Heute profitiere ich von vielen schmerzhaften Lebenssituationen und gebe das daraus Gelernte an andere Mütter weiter."

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