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Läusemittel im Test: Diese 3 Produkte wirken!

Läusemittel
Saskia
Geschrieben von Saskia

Jedes zweite Produkt taugt nichts!

Mit dem Herbst verschwinden zwar langsam so lästige Insekten wie Wespen und Mücken, allerdings machen es sich dafür fiese kleine Läuse auf unseren Köpfen bequem. Und weil sie sich besonders gern in warmen Räumen mit vielen Menschen aufhalten, mögen sie Kitas und Schulen umso lieber. Die Arzneimittelexperten von Stiftung Warentest haben sich daher pünktlich zum Beginn der kalten Jahreszeit 12 viel verkaufte Läusemittel vorgeknöpft. Darunter sind Öle, Gifte und Reizsprays. Sechs davon könnt ihr weiterhin kaufen, aber nur drei Produkte haben wirklich überzeugt!


Bevor ihr mit der Behandlung beginnt, sollte natürlich erst mal sichergestellt sein, dass es sich auch wirklich um einen Befall durch Kopfläuse handelt. Nur drei Produkte hat Stiftung Warentest mit “sehr empfehlenswert” bewertet. Drei weitere Mittel bekamen ein “empfehlenswert”, vier sind mit Einschränkungen und zwei nur wenig geeignet.

Dimeticon wirksamster Stoff gegen Kopfläuse

Die drei mit “sehr empfehlenswert” bewerteten Mittel enthalten das Öl Dimeticon. Dieses verklebt die Atemwege der Läuse und tötet sie somit ab. Sie werden als Lösung auf dem Kopf aufgetragen und sind gut verträglich. Die Preise liegen zwischen 15 und 20 Euro. Klärt mit eurem Kinderarzt, welche Mittel ihr auf Rezept bekommt. Eine volle Wirksamkeit erreicht ihr nur dann, wenn ihr euch exakt an die Anwendungshinweise haltet. Eine Behandlung reicht oft nicht aus. Um sicherzugehen, sollte daher eine zweite Anwendung nach einer einwöchigen Pause erfolgen. Dazwischen könnt ihr mit einem Läusekamm im nassen Haar die Läuse und Eier entfernen beziehungsweise prüfen, ob euer Kind noch Kopfläuse hat.

Diese drei Läusemittel sind “sehr empfehlenswert”:

1. Jacutin Pedicul Fluid

Kann bereits bei Kindern unter sechs Monaten angewandt werden und hat eine Einwirkzeit von zehn Minuten.

2. Dimet 20 

Darf erst ab einem Alter von sechs Monaten aufgetragen werden und muss 20 Minuten einwirken.

3. EtoPril 

Euer Kind muss mindestens sechs Monate alt sein und die Einwirkzeit beträgt acht Stunden. Am besten tragt ihr es am Abend auf und lasst die Lösung über Nacht einwirken.

Vorsicht bei Läusegiften und Reizsprays

Zwar wirken Läusegifte fast genauso gut und nebenwirkungsfrei wie Öle, doch mittlerweile haben Läuse bereits Resistenzen gegen Gifte entwickelt und können damit nur noch schwer vollständig abgetötet werden. Bei Reizsprays ist noch größere Vorsicht geboten, da sie Nebenwirkungen wie etwa Atemwegsreizungen auslösen können. Bei einem der getesteten Läusemittel war dies sogar unvermeidlich. Im schlimmsten Fall können dadurch Nerven geschädigt werden.

Kontaktpersonen und öffentliche Orte informieren!

Habt ihr bei euren Kleinen Läuse entdeckt, muss nicht nur die gesamte Familie mit behandelt werden. Da sich die Biester in Windeseile verbreiten, müsst ihr ebenfalls die Kita und/oder Schule und andere öffentliche Orte, an denen ihr euch aufhaltet, über den Befall informieren. Dies gilt auch für alle anderen Personen, mit denen eure Kinder und ihr sonst in Kontakt steht, beziehungsweise die Köpfe zusammensteckt. Und Letzteres führt zum Beispiel durch die gemeinsame Handynutzung auf Schulhöfen und in Klassenräumen zu einer noch schnelleren Verbreitung, als es früher der Fall war. Erklärt eurem Nachwuchs, dass sie so lange keine gemeinsamen Videos, Fotos oder Ähnliches mit ihren Freunden über ihr Handydisplay anschauen und schießen sollten, bis alle Beteiligten frei von Läusen sind. Weitere Tipps gegen Kopfläuse findet ihr hier. 

Das vollständige Ergebnis findet ihr in der September Ausgabe von Stiftung Warentest oder ihr ladet es euch online für 2,50 Euro herunter.

Titelbild: © Maria Sbytova

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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