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Künstliche Befruchtung: Auch Unverheiratete sollen bezuschusst werden

Künstliche Befruchtung: Auch Unverheiratete sollen bezuschusst werden
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Schwesig bricht Lanze für Unverheiratete mit Kinderwunsch.

Längst ist ein Babywunsch vollkommen unabhängig von einer Eheschließung. Paare ohne Ehering haben allerdings bei bislang unerfülltem Kinderwunsch keinerlei finanzielle Unterstützung vom Staat, wenn die künstliche Befruchtung die letzte Möglichkeit für ein leibliches Kind ist. Seit einer knappen Woche steht allerdings fest, dass Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig diese Misere ändern will.


Verheiratete Paare werden längst vom Staat bezuschusst, sofern sie eine künstliche Befruchtung in Betracht ziehen. Bedenkt man, dass zwar die Anzahl der Geburten erfreulicherweise noch nie so hoch war, wie derzeit, die Anzahl verheirateter Paare mit Kindern in den letzten 20 Jahren aber sinkt (Quelle: Statistisches Bundesamt), ist es höchste Zeit, auch Paare ohne Ehering bei ihrem bisher unerfülltem Babywunsch finanziell unter die Arme zu greifen.

„Es ist nicht mehr zeitgemäß, unverheiratete Paare mit unerfülltem Kinderwunsch weniger zu unterstützen und anders zu behandeln als Verheiratete“, so die SPD-Politikerin. Der Kinderwunsch dürfe nicht am Geld scheitern. Und es ist nicht wirklich verwunderlich, dass sie damit vor allem in Unions-Kreisen auf Kritik gestoßen ist.

Bundesländer sind gefragt

Und hier kommen, wie bei Ehepaaren, die Bundesländer mit ins Spiel, die dazu aufgefordert sind, Gelder zuzuschießen. Länder, die sich bereits am Bundesförderprogramm beteiligen, wie Berlin, Niedersachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, haben sich sehr positiv dazu geäußert. Vorreiter ist Sachsen-Anhalt, das mithilfe der Landesgelder schon jetzt unverheiratete Paare unterstützt.

Alte Regelung: Bezuschussung nur für verheiratete Paare

Bisher wurden ausschließlich Ehepaare bei ihrem unerfüllten Kinderwunsch mit einer Kostenerstattung bis zu 50 Prozent für die ersten drei Behandlungen durch die gesetzlichen Krankenkassen unterstützt. Hinzu kommt dann noch die staatliche Förderung in den soeben genannten sechs Bundesländern, die ebenfalls Zuschüsse von bis zu 50 Prozent des restlichen Eigenanteils übernehmen. Umso mehr wird einem die Schmach für Paare in „wilder Ehe“ bewusst, die bislang die Kosten einer künstlichen Befruchtung alleine tragen mussten.

Bild: Halfpoint

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1 Kommentar

  • Vielen Dank für den interessanten Artikel! Ich bin der Meinung, dass es keinen Unterschied zwischen verheirateten oder unverheirateten Paaren geben soll. Meine Freunde haben 8 Jahre lang versucht Kinder zu bekommen, erst dank ärztlicher Hilfe sind sie glückliche Eltern von Zwillingen.

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