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Kochen mit Kindern: Ran an die Töpfe!

Kochen mit Kindern
Saskia
Geschrieben von Saskia

Wann ist es Zeit für das erste eigene Menü?

Freuen sich eure Kleinen auch schon auf das vorweihnachtliche Plätzchenbacken? Das liegt gewiss nicht nur an dem unwiderstehlichen Duft und auch nicht nur daran, dass Kekse unglaublich lecker sind! Auch das Backen und Verzieren bereitet schon den Kleinsten großen Spaß. Das “richtige” Kochen mit Kindern treibt dagegen Eltern schnell mal die Schweißperlen auf die Stirn. Wir verraten euch, wieso ihr sie es trotzdem unbedingt ausprobieren lassen solltet und ab welchem Alter ihr ihnen Dinge wie das Gemüseputzen, Schälen oder Braten zutrauen könnt.


Mit ungefähr vier Jahren beginnen euch eure Kinder in der Küche genau zu beobachten und äußern immer häufiger den Wunsch, euch dabei helfen zu wollen.

Wieso ist das Kochen mit Kindern so wichtig?

Je früher ihr eure Knirpse in die Koch- und Küchenarbeit einbindet, desto früher lernen sie natürlich wichtige Handgriffe und können sich schneller mal eine Mahlzeit selbst oder auch für die ganze Familie zubereiten. Was mindestens genauso wichtig ist? Dass sie lernen, dass eine ausgewogene Ernährung Spaß machen und lecker sein kann. Zu guter Letzt geht es aber auch um die ersten eigenen Erfolge. Dabei ist es vollkommen egal, ob es das erste selbstständig aufgeschlagene Ei oder ein vollständiges Gericht ist. All diese kleinen und großen Erfolge motivieren euer Kind, es fühlt sich von euch ernst genommen und es entwickelt ein gesundes Selbstbewusstsein. Vergesst daher zwischendurch nicht, es für seine Kochkünste zu loben.

Nehmt euch Zeit!

Problematisch ist oft der zeitliche Aspekt, wenn es darum geht, eure Kinder am Kochen teilhaben zu lassen. Vor allem in der Woche ist die Zeit meist knapp, alle sind hungrig und dann geht es mehr darum, das Essen schnell auf den Tisch zu bringen. Dann ist es schlichtweg nicht immer möglich, ein Kleinkind mit einzubeziehen. Was ihr dann dennoch machen könnt? Euren Knirps zuschauen lassen, oder ihm wenigstens zwei oder drei Pilze zu überlassen, die er dann beispielsweise abbürsten kann. Zudem könnt ihr ihm auch erläutern, was ihr gerade macht und warum. So schnappt er immer mehr Tipps und Tricks auf und hat nicht das Gefühl, ausgeschlossen zu werden. Geht euer Kind bereits in die Schule, kann es dann auch schon tatkräftig mit anpacken.

Altersgerechte Aufgaben

Zwar gibt es, was die Entwicklung eurer Kinder anbelangt, keine exakten Altersvorgaben, ab wann sie eigenständig schälen, schneiden oder braten dürfen, allerdings könnt ihr euch dennoch an folgenden Altersangaben orientieren.

Vier bis fünf Jahre

In diesem Alter können Kinder beispielsweise Kartoffeln, Gemüse oder Salat waschen und putzen. Sie können mit eurer Hilfe Öl zur Salatsoße hinzugießen und auch bestimmte harmlose Gewürze wie Salz ergänzen. Scharfe Gewürze und Zwiebeln solltet ihr zur Sicherheit noch von ihnen fernhalten. Ansonsten riskiert ihr brennende und tränende Augen und eure Kids haben vielleicht keine Lust mehr aufs Kochen. Das Naschen zwischendurch führt sie außerdem spielerisch an für sie bislang unbekannte Lebensmittel heran. Falls sie schon den Wunsch haben, Obst oder Gemüse zu schneiden, bekommt ihr bereits spezielle Messer, die stumpfer sind als die normalen. Damit kann euer Nachwuchs beispielsweise eine Banane schneiden. Auch Butterstücke sind damit klein zu bekommen. Ihr könnt sie außerdem rühren oder Eier aufschlagen lassen. Zu Beginn solltet ihr es aber immer gemeinsam machen.

Sechs bis sieben Jahre

Schulkinder können bereits schneiden, schälen oder auch braten. Wichtig ist, dass ihr ihnen erklärt und zeigt, dass sie immer vom Körper wegschneiden, Handschuhe und Topflappen benutzen und Abstand von heißem Fett und Wasser nehmen müssen. Auch Mixer, Pürierstab und andere Küchenmaschinen können sie nun nach und nach bedienen. Bleibt währenddessen aber immer dabei und macht es zu Beginn gemeinsam.

Ab acht Jahren

Da euer gar nicht mehr so kleines Kind bereits lesen, rechnen und die Uhr lesen kann, kann es sich jetzt auch selbstständig an die ersten Rezepte trauen. Achtet darauf, einfache Gerichte wie zum Beispiel Pfannkuchen, Spiegeleier, eine Gemüsepfanne, Bratkartoffeln oder Nudeln mit selbst gemachter Tomatensoße auszuwählen. So erzielt euer Kind schnell Erfolge, es ist motiviert und natürlich schmeckt dann auch das Essen! 😉

Schadensbegrenzung

Ihr ahnt es sicher schon. Neben dem Mehr an Zeit bedeutet das Kochen mit Kindern auch, dass viel gekleckert wird. Klar gilt die Regel “mit Essen spielt man nicht”! Allerdings ist es vollkommen normal, dass Lebensmittel auf der Arbeitsplatte, der Kleidung und auf dem Fußboden landen. Zieht euren Nachwuchsköchen also lieber alte und am besten dunkle Kleidung sowie eine Schürze an, anstatt sie zurechtzuweisen, dass sie ihr neues Oberteil vollgekleckert haben. Helfen sie euch beispielsweise Klöße zu formen oder hantieren mit Teig oder zähen Flüssigkeiten, lasst sie auch mal damit herumspielen. Wichtig ist natürlich, dass sie verstehen, dass diese dennoch zum Verzehr gedacht und kein “Monsterschleim” sind, den sie überall verteilen dürfen. Damit das Aufräumen und Abspülen am Ende nicht zu lange dauert, könnt ihr euren Kindern beibringen, bereits zwischendurch das größte Chaos zu bewältigen. Ein guter Nebeneffekt? Zeit zum Herumspielen bleibt ihnen dadurch kaum noch. 😉

Titelbild: © Halfpoint

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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