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Kindersicheres Wohnen: Worauf es wirklich ankommt!

Kindersicheres Wohnen
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Vorsicht vor diesen 5 Gefahrenquellen!

Sobald eure Kleinen „mobil“ werden, seid ihr eigentlich permanent damit beschäftigt, ihnen hinterher zu rennen und potenzielle Gefahrenquellen aus dem Weg zu räumen. Um das zu vermeiden lohnt es sich bereits vorab, die fünf wichtigsten Gefahrenquellen kindersicher zu machen und alle Risiken zu beseitigen.


1. Gefahrenquelle: herumliegende Gegenstände

Seien wir ehrlich: Es passiert selten, dass Alltagsgegenstände sofort nach der Verwendung wieder an ihren Platz geräumt werden. Dabei kann das Verstauen von Dingen viele Gefahren für Kinder beseitigen. Unbedingt wegräumen solltet ihr deshalb:

  • Wasch- und Reinigungsmittel, Spül-Tabs
  • Alkohol, Feuerzeug und Zigaretten
  • Arzneimittel und Medikamente
  • Plastikbeutel (Erstickungsgefahr)
  • Batterien, Farben, spitze & scharfe Gegenstände
  • Verschluckbare Kleinteile
  • Stolperfallen durch herumliegende Spielsachen

Natürlich lässt man Kleinkinder bestenfalls niemals völlig unbeaufsichtigt. Doch da das in der Realität nicht immer möglich ist, sollte man dafür sorgen, dass diese Dinge immer außer Reichweite sind.

2. Gefahrenquelle: Küche als Krisenherd

In der Küche drohen Gefahren durch Verbrennung, Verbrühung und Vergiftung. Kinder können durch Unachtsamkeiten schnell zu Schaden kommen. Daher gilt Folgendes:

  • Pfannenstiele am Herd nach hinten drehen: so können Kinder nicht an den Griff gelangen.
  • Geschirr, Messer und Küchengeräte wegstellen
  • Herdgitter anbringen und Backofenschutz montieren
  • Zusatzgefahren beachten: herabfallende Vasen und heiße Getränke kommen schneller in Kontakt mit Kindern als man denkt, denn – an der Tischdecke zu ziehen ist besonders verlockend.

Diese Dinge sollte man also bestmöglich im Auge behalten. Keine leichte Aufgabe, denn natürlich habt ihr keine Augen am Hinterkopf, zudem gesellt sich meist auch noch Zeitdruck hinzu. Daher ist es auch hier wichtig, Gefahrenquellen immer vorsorglich zu entfernen.

3. Gefahrenquelle: Sturzgefahr

Dass ein Kind vom Wickeltisch, dem Sofa oder Bett herunterfällt, ist bei mehr als der Hälfte aller Unfälle zuhause der Fall. Diese Checkliste ist deshalb unumgänglich:

  • Schränke, Regale und Kommoden fest an der Wand verankern: so kann man Kletterabenteuern zuvorkommen
  • Sturz- und Kippgefahr bei Stühlen und Sofas immer im Kopf behalten!
  • An der Wickelkommode immer eine Hand am Kind behalten – egal wie sicher das Möbelstück wirkt.

Vorsorglich sollte man sich über folgende Schutzvorkehrungen Gedanken machen:

  • Steckdosensicherung
  • Treppenschutzgitter
  • Eckenschutz in Kopfhöhe
  • Fenster & Türen kindersicher verschließen
  • Sicherungen an Schubladen (wegen Quetschungen)

Mit diesen Vorkehrungen kann das Schlimmste schon verhindert werden. Solche Installationen sind nicht besonders aufwändig und ersparen Eltern sowie Kindern einigen Stress.

4. Gefahrenquelle: Badespaß

Das Badezimmer und andere „nasse“ Orte laden zu allerlei Späßen ein, die aber genauso schnell zum Ausrutschen oder gar Ertrinken führen können. Gegen Rutschgefahr ist man am besten so gefeit:

  • Badewannensticker- und Matten auslegen
  • Anti-Rutschunterlage unbedingt auch bei den Teppichen
  • Elektrische Geräte ausstecken und verstauen

Außerdem sollte man Gartenteiche und Regentonnen abzäunen und die Kinder vom Wasser fernhalten. Kleine Kinder können bereits durch sehr wenig Wasser ertrinken.

5. Gefahrenquelle: Kinderzimmer

Auch im Kinderzimmer lauern Risiken. Zu den größten im 1. Lebensjahr zählen der plötzliche Säuglingstod und die Erstickungsgefahr. Aus diesem Grund unter allen Umständen:

  • Keine Halstücher oder Kleidung mit Schnüren im Bettchen liegen lassen
  • Bei Babys unter einem Jahr auf Kopfkissen verzichten
  • Schlafsäcke verwenden – so friert das Kind auch nicht mit weggestrampelter Bettdecke
  • Schutz vor Prellungen durch eine Matratze vor dem Kinderbett (vor allem bei kletterfreudigen Kindern)
  • Abnehmbare Bettstäbe erleichtern den Ausstieg. Nach 9 Monaten ziehen sich agile Babys nämlich schon selbst am Bett hinauf.

Ein gut gesichertes Kinderzimmer ist das A und O für ruhige Nerven. Wenn man diese Punkte beachtet, steht einer ruhigen Nacht für Eltern und Kind auch nichts mehr im Weg. Hier findet ihr noch mal alle Punkte in einer übersichtlichen Infografik auf einen Blick.

Ihr seht, im eigenen Haushalt kann bereits durch kleine Unachtsamkeiten viel passieren, aber sich permanent verrückt zu machen, ist auch keine Lösung. Jedenfalls kann auch mit der besten Kindersicherung irgendetwas Unvorhergesehenes eintreten. Im Prinzip sollte man auch trotz eingespielter Checkliste immer wachsam bleiben – denn wer weiß, welche kreativen Ideen eure Kleinen morgen wieder aushecken 😉

Titelbild: © Syda Productions

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