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Kinderkrankheiten, gegen die es keine Impfung gibt – Karies und Co.

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Tipps gegen Karies und andere Zahnbeschwerden.

Windpocken, Masern und Röteln, die meisten Kinderkrankheiten können heutzutage durch eine einfache Impfung kontrolliert werden. Was aber macht ihr, wenn eure Kleinen unter Zahnschmerzen leiden, nicht mehr essen wollen oder sogar bei der Sprachentwicklung Probleme zeigen? Dann liegt die Ursache zumeist bei einer fehlerhaften Entwicklung der Zähne oder an Krankheiten wie Karies und der Molar-Incisor-Hypomineralization, einer fehlenden Mineralisation der Backen- und Schneidezähne, die diese porös macht.

Mundhygiene ab dem ersten Milchzahn

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um euer Kind mit dem Thema Mundhygiene vertraut zu machen? Wenn die ersten Zähne zu sehen sind. Zwischen dem fünften und dem zehnten Monat erscheinen in der Regel die ersten unteren Schneidezähne. Bis zum Alter von drei Jahren hat sich dann das vollständige Milchzahngebiss ausgebildet. Zähne gehören zu den härtesten Materialien, die in der Natur zu finden sind. Sie müssen schließlich auch hohen Belastungen standhalten. Neben dem Essen ist ihre richtige Stellung im Mund auch für eine korrekte Aussprache von Bedeutung. Zahnprobleme könnt ihr meist daran erkennen, dass euer Kind zum Beispiel Probleme mit heißen oder kalten Speisen hat, bestimmte Nahrungsmittel nicht mehr zu sich nehmen möchte, die es vorher ohne Probleme gegessen habt oder Auffälligkeiten in der Aussprache zeigt. So weit muss es aber nicht kommen. Bereits beim ersten Zahn sollte geputzt werden. Spezielle Kinderzahncremes und weiche Bürsten mit einem kleinen Kopf helfen, den Mund sauber zu halten. Führt euer Kind langsam an das Zähneputzen heran. Zu Beginn putzt ihr und mit zunehmendem Alter übernimmt euer Kind die routinemäßige Reinigung. Stellt ihr dennoch erste Zahnprobleme fest – Karies erkennt ihr zum Beispiel an Verfärbungen des Zahnschmelzes – sucht einen Zahnarzt auf, der sich im besten Falle auf Kinderzähne spezialisiert hat. Bereits ab dem ersten Zähnchen und spätestens bis zum ersten Geburtstag solltet ihr einen ersten Besuch bei einem Zahnarzt einplanen. Somit gewöhnt ihr eure Kleinen ganz langsam (und ohne bohren und bittere Füllungen) an den Zahnarzt. Generell solltet ihr aber spätestens ab dem dritten Lebensjahr mit eurem Kind regelmäßig dorthin gehen.

So vermeidet ihr Karies und Co.

Bereits vor der Geburt legt ihr den Grundstein zu einer gesunden Knochen- und Zahnentwicklung eures Kindes. Die Aufnahme von Kalzium und Fluorid geben dem Ungeborenen die notwendigen Reserven, um sich gesund zu entwickeln. Als Mutter solltet ihr ebenfalls regelmäßig zum Zahnarzt gehen und vorhandene Kariesschäden oder andere Mund- und Zahninfektionen behandeln lassen. Kariesbakterien können nämlich von einer Person auf eine anderen übertragen werden. Am Tisch sollte euer Kind also nur mit dem eigenen Löffel essen und Schnuller sollten nicht von euch abgeleckt werden. In der heutigen Zeit ist die Nahrung reichhaltiger geworden. Das heißt, dass fast allen Lebensmitteln Zucker zugesetzt wird. Gerade in Fruchtsäften und Fertigtees finden sich die Süßmacher. Folge ist die sogenannte Nuckelflaschen-Karies. Hier werden die Zähne permanent mit zuckerhaltigen Getränken umspült. Auch sogenannte zuckerfreie Getränke erhalten Fruchtzucker. Zudem beeinflusst bei Säften auch der Säureanteil die Zahnflora. Gewöhnt euer Kind deshalb schon frühzeitig daran, Wasser oder ungesüßte Frucht- oder Kräutertees zu trinken. Hier hilft oft, Tees zu benutzen, die eine für das Kind interessante Farbe haben und sofern ihr von vornherein auf gesüßte Tees verzichtet, wird sich euer Zwerg auch nicht beschweren. 😉 Die Nuckelflasche sollte auch nicht ständiger Begleiter sein, denn durch sie kann es zu einer Fehlstellung der Zähne kommen.

Ihr wollt weitere Tipps für gesunde Milchzähne? Hier bekommt ihr sie.

Bild: © athomass – Fotolia.com

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