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Kinderbilder auf Facebook

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Obwohl die Zahl der neugeborenen Babys in Deutschland weiterhin auf einem sehr niedrigen Stand ist, hat man das Gefühl, dass derzeit überall Kinder geboren werden. Besonders auf Facebook werden viele Bilder von Babys geteilt. Erst das Utraschallbild, dann ein Bild vom großen Bauch, das dann von einem Säuglingsbild abgelöst wird. Darunter steht meistens so etwas wie: „Willkommen Sina Marie, 53cm, 2987 Gramm.“

Bilder aus der eigenen Kindheit sind doch eher mit Peinlichkeit verbunden, als das man stolz darauf ist. Der gute Vokuhila- Haarschnitt, das erste Mal auf dem Töpfchen, der schlimmste Wutanfall etc. Unsere Eltern haben uns den Gefallen getan und diese Bilder in ein Fotoalbum geklebt und aufbewahrt. Rausgeholt wird dieses Album nur zur Belustigung bei Familien-Events. Ansonsten steht es im Regal und wird aufbewahrt. Der Umgang mit Bildern hat sich jedoch in den vergangenen Jahren sehr geändert. Diese peinlichen Bilder werden nicht mehr in das Fotoalbum geklebt, sondern mit Freunden auf Facebook geteilt.

Es gibt geteilte Meinungen, ob Kinderbilder auf Facebook geteilt werden sollen oder nicht. Einerseits sind Eltern unglaublich stolz und wollen ihr Neugeborenes der ganzen Welt präsentieren, andererseits können die Kleinen sich gegen die Verbreitung von zum Teil wirklich peinlichen Bildern nicht wehren.


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Laut einer Studie des Softwareherstellers AVG laden 71 Prozent der deutschen Mütter Bilder von ihren Schützlingen im Internet hoch, bevor diese das 2. Lebensjahr erreichen. In dieser internationalen Studie wurden 2200 Mütter aus zehn verschiedenen Ländern befragt. 81 Prozent der befragten Mütter gaben an, dass bereits von ihren Zweijährigen Bilder im Internet kursieren. Rund 30 Prozent der deutschen Babys werden innerhalb  der ersten sechs Monate ihres Lebens in die digitale Welt geladen und 15 Prozent werden sogar schon vor der Geburt auf einem Utraschallbild online gestellt. Mit sieben Prozent liegen die deutschen Eltern bei der Einrichtung einer eigenen E-Mail-Adresse für ihren Sprössling und einem Auftritt bei Facebook oder in einem anderen Sozialen Netzwerk genau im Durchschnitt der Studie.

Im Grunde ist es jedem selbst überlassen, ob Bilder von den eigenen Kindern online gestellt werden oder nicht. Es sollte hierbei jedoch bedacht werden, dass hochgeladene Bilder nie wieder gelöscht werden können. Auch wenn diese von einem Profil gelöscht werden, sind sie weiterhin im Internet präsent. Des Weiteren sollte im Hinterkopf behalten werden, dass die Bilderrechte nach dem Hochladen der Bilder bei Facebook liegen. Eine seltsame Regelung, oder vielmehr Hintertürchen, dass ihr in den Nutzungsrechten des sozialen Netzwerks findet. Also, lest euch die Bestimmungen lieber noch das ein oder andere Mal durch und überlegt danach ebenso oft, ob ihr Facebook wirklich als virtuelles Fotoalbum verwenden wollt.

Titelbild: ©panthermedia.net Andres Rodriguez


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