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Keine Panik vor Babyakne

Babyakne
Saskia
Geschrieben von Saskia

Ist Säuglingsakne genauso harmlos?

Können Neugeborene tatsächlich schon unter Akne leiden? Tatsächlich ja! Allerdings ist das kein Grund, in Panik zu verfallen, denn Babyakne sieht zwar ziemlich fies aus, aber bereitet eurem Kind keine weiteren Übel. Leidet euer Wurm allerdings an Säuglingsakne, gesellen sich meist Juckreiz und ähnliche Beschwerden hinzu und die Pickelchen müssen behandelt werden.


Unterschiede und Behandlung

Je nachdem, zu welchem Zeitpunkt euer Kind die Akne entwickelt hat, liegen unterschiedliche Ursachen und Beschwerden vor. Während die frühe Babyakne von alleine wieder abklingt, muss die später einsetzende Säuglingsakne behandelt werden.

Babyakne oder Neugeborenenakne

Babyakne wird häufig auch als Neugeborenenakne bezeichnet und macht sich gerne nach den ersten zwei bis drei Lebenswochen in Form kleiner roter Pickelchen mit gelben Knoten in der Mitte vornehmlich im Gesicht und manchmal auch auf dem restlichen Körper eures Würmchens bemerkbar. Auch wenn euer Baby jetzt wie ein kleiner Streuselkuchen ausschauen kann, müsst ihr euch keinerlei Sorgen machen. Die Pickelchen sind das Ergebnis einer hormonellen Veränderung und treten häufig bei Wachstumsschüben auf. Sie bereiten aber keinerlei Beschwerden. Rund 20 Prozent aller Neugeborenen (meist Jungen) sind davon betroffen. Die Pickel verschwinden wieder von alleine und hinterlassen keine Narben.

Folgende hormonelle Ursachen können die Neugeborenenakne auslösen:

Im letzten Schwangerschaftsdrittel hat euer Körper verstärkt Hormone ausgeschüttet, die die Lungenreifung und das Immunsystem eures Kindes unterstützen und stärken. Nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel eures Babys wieder und daraus kann eine Neugeborenenakne entstehen. Bis sich der Hormonhaushalt eures Kindes wieder eingependelt hat, können bis zu drei Monate vergehen.

Sofern ihr euer Baby stillt, kann auch die Muttermilch aufgrund der darin enthaltenen Hormone die Talgproduktion eures Kindes beeinflussen. Gebt euch deshalb aber keine Schuld an den kleinen Pickelchen. Muttermilch ist dennoch unglaublich wichtig für euren kleinen Schatz.

Was könnt ihr tun?

Da euer Baby keinen Juckreiz und keinen Schmerz verspürt, wascht die betroffenen Stellen ausschließlich mit lauwarmen Wasser und höchstens einer milden Babywaschlotion. Drückt die Pickel niemals aus und achtet darauf, dass ihr Babyspucke und ausgespuckte Milch entfernt, denn nässende Stellen werden schnell wund und entzünden sich. Auch hier gilt: Behutsam und nicht reiben! Verschlimmern kann sich die Säuglingsakne auch durch eine Überhitzung, die entweder durch Fieber, zu warme Kleidung oder eine zu hohe Raumtemperatur entstehen kann. Achtet außerdem darauf, dass euer Baby sich die betroffenen Hautpartien nicht aufkratzt. Zur Not könnt ihr ihm in der Nacht dünne Fäustlinge anziehen. Habt ihr das Gefühl, ihr müsst die Haut dennoch behandeln, besprecht die weiteren Schritte mit eurer Hebamme oder eurem Kinderarzt. Meist haben diese wirksame Hausmittel-Tipps parat.

Säuglingsakne

Die Säuglingsakne macht sich erst zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat bemerkbar und sollte immer von einem Kinderarzt oder Dermatologen behandelt und beobachtet werden. Mediziner gehen in diesem Fall von einer erblichen Veranlagung aus und kann außerdem ein erstes Anzeichen dafür sein, dass euer Kind auch in der Pubertät zu einer ausgeprägten Akne neigen kann. Die Säuglingsakne sieht zwar ähnlich aus, wie die Babyakne, hält aber meist länger an und euer Baby kann einen Juckreiz und ähnliche Beschwerden verspüren. Behandelt die Pickel auf keinen Fall im Alleingang und sucht euren Kinderarzt oder Dermatologen auf. Eine falsche Behandlung kann die Akne nur verschlimmern und es könnten Narben zurückbleiben. Wie bei der Babyakne ist ab jetzt darauf zu achten, dass die Haut immer trocken und sauber ist und keinem Zigarettenrauch ausgesetzt wird. Dünne Fäustlinge während der Schlafenszeiten sind auf jeden Fall zu empfehlen, denn aufgrund des Juckreizes kann es schnell passieren, dass euer Baby die Stellen aufkratzt. Ansonsten ist ab jetzt Geduld gefragt und beschäftigt euch so viel wie möglich mit eurem ‘kranken’ Hasen. Das beruhigt ihn und lenkt ab.

Video: YouTube 

Titelbild: © Diana Taliun

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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