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Jugendschutz im Internet

Jugendschutz im Internet
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Schützt euer Kind frühzeitig!

Wir bekommen immer wieder Nachrichten von besorgten Müttern, die vor den Gefahren im Internet und besonders in Chatrooms warnen. Das Internet ist zwar interessant, kann für die Kleinen aber auch sehr schnell gefährlich werden. Der Schutz im Internet ist ein wichtiges Thema und aus diesem Grund haben wir ein paar Tipps und Leitlinien für euch zusammengestellt.


Ab einem gewissen Alter ist es unvermeidbar: Kinder wollen ins Internet. Dieser Wunsch taucht mittlerweile immer früher auf, denn schon die Jüngsten kommen mit Technik und Smartphone in Verbindung. Einen „richtigen“ Zeitpunkt, um den Kindern den Zugang zum Internet zu erlauben, gibt es nicht. Jedoch ist es wichtig, zuvor mit dem Kind über den Umgang mit dem Internet zu sprechen und vor allem: Regeln festzulegen. Wir haben ein paar wichtige Tipps für euch zusammengestellt.

Kinderschutzprogramme

Mittlerweile gibt es für die besorgten Eltern technische Unterstützung durch Programme für den Computer und das Handy: sogenannte „Kinderschutzprogramme“. Diese Programme helfen dabei, Inhalte und Webseiten zu filtern und einen sicheren Zugang über den Browser zu ermöglichen. Das Programm ist einfach zu konfigurieren und es gibt mehrere technische Ansätze, um geeignete Seiten zu finden. Zunächst einmal werden alle Seiten nach einem technischen Alterslabel sortiert. Denn jede Internetseite kann von dem Betreiber mit einem Code ausgestattet werden, der die erlaubte Altersstufe anzeigt. Auch die Bilder und Inhalte von Webseiten werden analysiert und eingestuft. Zudem arbeiten diese Programme mit „Blacklists“, so können Eltern auch selbst Seiten sperren, die sie für ungeeignet halten. Das Gegenstück dazu sind sogenannte „Whitelists“, hier sammelt man Seiten, die für die Kinder geeignet sind. Auch bieten die meisten dieser Programme eine Zeitrestriktion an. Das bedeutet, dass die Eltern festlegen können, wie viel Zeit ihr Sprössling im Internet verbringen darf.

Die KJM (Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten) hat im Februar 2014 zwei Jugendschutzprogramme anerkannt. Zum einen die Kinderschutz-Software der Deutschen Telekom und das Jugendschutzprogramm des JusProg e.V.

Beide Programme sind kostenlos als Download erhältlich und ermöglichen eine altersgerechte Absicherung im Netz. Aber auch kostenpflichtige Kinderschutzsoftware ist auf dem Markt verfügbar. Hier lohnt sich allerdings ein Blick auf den Preis und die damit verbundenen Funktionen. Für Interessierte bietet sich ganz besonders der Netzsieger-Test zu Kinderschutzsoftware an, um einen Überblick zu bekommen. Die Testsieger für 2015 stehen hier bereits fest und liegen zwischen 30 und 80 Euro.

Suchmaschinen

Herkömmliche Suchmaschinen wie Google sind für Kinder nicht geeignet, denn sie spucken auch Ergebnisse aus, die nicht für Kinderaugen gedacht sind. Aus diesem Grund gibt es spezielle Seiten, die nur sichere Inhalte anzeigen. Gleichzeitig hat euer Kind mehr Freiheiten und kann sich, zumindest auf diesen Seiten, frei im Internet bewegen.

Seiten wie Die blinde Kuh, FragFinn.de oder Seitenstark sind nicht nur Suchmaschinen, sondern bieten auch Spiele und Chats sowie Informationen rund um die Sicherheit für Kinder und Erwachsene.

Chats

Ein anonymer Chat birgt leider immer noch viel zu häufig Gefahren für junge Kinder. Am wichtigsten ist es, dass ihr euer Kind über diese Gefahren aufklärt und sie nicht verschweigt. Am besten, stellt ihr Regeln auf und schaut eurem Kind beim Chatten immer wieder über die Schulter. Aber auch das sollte nicht heimlich, sondern mit der Zustimmung eures Kindes geschehen. Natürlich gibt es mittlerweile extra Chats für Kinder, die auch von Moderatoren beaufsichtigt werden. Doch auch bei allen Schutzprogrammen und Moderatoren gibt es immer noch Erwachsene, die die Anonymität ausnutzen und sich als Kinder ausgeben.
Wichtig ist es, eurem Kind klar zu machen, dass es solche Menschen gibt und wie sie sich verhalten sollen, falls sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt. Hier ein paar wichtige Regeln, die ihr euren Kindern mitgeben solltet:

  • Niemals den richtigen Namen oder die Adresse verraten!
  • Keine Bilder von dir oder anderen ins Netz stellen!
  • Frag deine Eltern, bevor du etwas herunterlädst oder an einem Gewinnspiel teilnimmst, auch wenn es ein kostenloses Angebot sein soll.
  • Zeige im Zweifelsfall deinen Eltern die Seite, die du besuchen willst, damit sie beurteilen können, ob sie geeignet ist.
  • Richte dich an ein Elternteil, einen Admin oder an eine andere erwachsene Person deines Vertrauens, wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt.
  • Wenn du ein komisches Gefühl bekommst, verlasse den Chat sofort! Benutze notfalls eine Notlüge wie: „Ich muss jetzt meinen Eltern helfen.“

Ihr solltet also genau mit eurem Kind über das Internet und die Seiten, die es besucht, sprechen, um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten. Seiten, die gewaltverherrlichend oder aus einem anderen Grund menschenverachtend sind, könnt ihr unter www.jugendschutz.net melden.

 Titelbild: © Halfpoint – Fotolia.com

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