Aufgeregt

Jamie Oliver im Kampf gegen McDonald’s

Jamie Oliver
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Im Kampf für gesunde Ernährung gelang dem britischen Starkoch nun ein großer Coup.

Für einige Familien ist ein Besuch im Fast-Food-Restaurant eine seltene Sünde, für andere ein wöchentliches Ritual – doch geht nicht alles über ein selbst gemachtes Essen von Mama? Nicht für jeden, denn einige Kinder bestehen heutzutage regelmäßig auf Cheesburger, Chicken McNuggets und Co. Eine traurige Entwicklung, die den britischen Starkoch mehr als wütend macht. Denn er weiß, wie die Burger entstehen.


Er hat bereits das britische Schulessen revolutioniert, jetzt sieht Jamie Oliver jedoch auf einen noch größeren Erfolg zurück. Nachdem er viele Jahre immer wieder dunkle McDonald’s-Geheimnisse aufdeckte, kam es nun endlich zu einem positiven Ergebnis – für den Koch.

Gesundes Schulessen

Doch fangen wir von vorn an. Jamie ist Vater von drei Töchtern und einem Sohn. Schon seit Jahren setzt er auf eine gesündere Ernährung für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene. 2005 schaffte er, dass die britische Regierung mehr Geld in gesunde Schulspeisung steckt. Fertiggerichte und Separatorenfleisch wurden komplett aus britischen Schulkantinen verbannt und durch gesunde, frische Mahlzeiten ersetzt.

Jamie Oliver vs. Ronald McDonald

Immer früher und immer häufiger besuchen Eltern mit ihren Kindern McDonald’s und Co. Großunternehmen wie dieses gewinnen prominente Persönlichkeiten, die Jugendliche als Autorität ansehen und ihr Verhalten nachahmen. Laut Aussagen von Jamie Oliver helfen genau diese Prominenten die „Bevölkerung zu vergiften“. Denn das Fleisch, das McDonald’s in Amerika für Burger verwendet, enthält in giftigem Ammonium-Hydroxid gewaschenes Rinderfett.

Während eines Interviews mit Daily Mail demonstrierte Jamie, wie man aus Fett, Haut und inneren Organen etwas herstellen kann, dass wie Fleisch aussieht und für Menschen essbar ist. Das Ergebnis erinnert stark an einen rosafarbenen, zähflüssigen Schleim. Dieser wurde in Amerika zu den Hackfleisch-Pattys der Burger gemischt und machte bis zu 15 Prozent des Gesamtanteils aus.

In diversen Fernsehsendungen, Interviews und Dokus klagte der berühmte Chefkoch bereits McDonald’s an, dass die dort verkauften Burger ungenießbar seien. „Im Grunde essen wir ein Produkt, dass in seiner Entstehung das billigste Essen für Hunde wäre, doch bekommen wir es serviert.“, so Jamie Oliver.

Aufgrund der schlechten Presse verkündete Arcos Dorados, der Franchise-Manager für McDonald’s in Lateinamerika, dass solch ein Verfahren in der Region Lateinamerika nicht praktiziert werden würde. Dasselbe gelte auch für McDonald’s-Filialen in Großbritannien, Irland und auch Deutschland, da dort nur regionales Fleisch verwendet würde.

„Chicken“ McNuggets

In einer seiner Shows zeigte Jamie den jungen Gästen, was wirklich in den goldbraun frittierten Chicken McNuggets steckt. Dazu schnitt er zunächst das gute Fleisch des Hähnchens ab und legte es beiseite, die Reste des Huhns – also die Haut, das Fett und die inneren Organe – pürierte und frittierte er. Dieses Experiment erregte nicht nur die Aufmerksamkeit der Kinder, das bestärkte ihn im Kampf gegen den Fast-Food-Riesen weiter zu gehen.

Durch die engmaschige Verbindung der einzelnen Franchise-Unternehmen ist es im Allgemeinen schwer Klarheit in die Produktionsabläufe solcher Großkonzerne zu bekommen. Jamie Oliver hat das nun erreicht.

Bild: gemeinfrei

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