Gebloggt Frans Mama-Blog

Ja, ich stille immer noch!

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Fran
Geschrieben von Fran

Allen kritischen Blicken zum Trotz!

Unser letzter Still-Beitrag ist noch gar nicht lange her und generell lässt sich sagen, dass man das Stillen gar nicht häufig genug ansprechen kann. Denn wie ihr und auch Fran wisst, ist Muttermilch unglaublich gesund für euer Baby. Und weil auch die Weltgesundheitsorganisation dafür plädiert, Kinder mindestens zwei Jahre zu stillen, hat sich Fran bei ihrer jüngsten Tochter Olivia das gleiche “Ziel” gesetzt. Allen kritischen Blicken zum Trotz!


Es dauerte eine Weile bis auch ich für mich emotional das Kapitel abschließen konnte, Alice abgestillt zu haben.

Während der Schwangerschaft mit Olivia spürte ich bereits die tiefe Sehnsucht nach einer ebenso schönen Stillbeziehung, wie ich sie mit Alice hatte. Dieses Mal, waren das Ziel nicht sechs Monate. Nein! Dieses Mal, hatte ich mir die Empfehlung der WHO als Maßstab gesetzt: Sofern Olivia es wollte, würde ich gerne mindestens zwei Jahre stillen. Schocker!

Sie ist inzwischen über 17 Monate alt und wird nach wie vor nach Bedarf gestillt. Immer und überall. Meine Familie hat inzwischen aufgehört kritisch zu fragen, ob wir denn *immer noch* stillen oder ob ich denn überhaupt noch Milch hätte. Biologisch betrachtet stillen wir nämlich gar nicht *immer noch*. Nein, das biologische Abstillalter liegt zwischen zwei und sieben Jahren. Das, was wir praktizieren, ist also kein Langzeitstillen. Wir stillen einfach. Alles, was uns heute in der Gesellschaft als normale Dauer einer Stillbeziehung vorgegaukelt wird, ist eigentlich Kurzzeitstillen. So!

Klar, die Biologie hat heute nur noch wenig Platz in unserem rasanten Leben. Ich mache deshalb bestimmt niemandem Vorwürfe, der es anders macht. Jedoch sollte das Stillen mindestens so lange akzeptiert werden, wie auch Schnuller und Flaschen. Denn diese großartigen Erfindungen sind nur Brustersatz. So lange es also normal ist, dass einem Kind zum Einschlafen eine Falsche oder ein Schnuller angeboten wird, so lange sollte man eine stillende Mutter auch nicht schräg ansehen, wenn sie ihr Kind anlegt. Ich habe noch nie gehört, wie zur Mutter eines Einjährigen gesagt wurde: „Wie? Du gibst ihm immer noch die Flasche?!“
Und das wäre doch ein schönes Ziel für unsere Gesellschaft, oder?
Wenn sich stillende Mütter von Kleinkindern ebenso wenig rechtfertigen müssten, wie die Mütter, die ihnen eine Flasche geben.

Letztendlich sollte doch jede Frau das tun können, was für sie und ihre Kinder das Richtige ist. Frei von Vorurteilen und komischen Blicken.

Titelbild: © stanislav_uvarov

Über den Autor

Fran

Fran

"Ein Kind zu bekommen, ist eine grosse Entscheidung, denn man entscheidet sich dafür, sein Herz für alle Zeit außerhalb seines Körpers zu tragen." Dieses Zitat ist so wahr, dass es fast schon weh tut. Ich habe durch meine Töchter gelernt, wie unfassbar das Leben durch ein Kinder bereichert wird und liebe jeden Tag mit ihnen. All die Anstrengungen, der Stress, einfach alles, ist es wert. Denn wenn sie mich nur einmal anlächeln, wird mir meine Mühe tausendfach zurückgezahlt.

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