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Hitzetod im Auto: Kinder schnell in Lebensgefahr!

Hitzetod im Auto
Saskia
Geschrieben von Saskia

Nach 30 Minuten 60 Grad und mehr!

Das Kind liegt schlafend auf dem Rücksitz im Auto? Dann könnt ihr es sicher auch “mal eben” allein lassen, weil ihr “kurz” etwas erledigen wollt? Das dachte sich auch ein Pärchen aus NRW. Es bummelte eine halbe Stunde durch die Innenstadt von Kleve, um mit dem älteren Kind ein Eis zu essen, während ihr 18 Monate alter Knirps im Wagen ein Nickerchen machte. Leider kam ihnen dabei der Sommer dazwischen. Und dieser kann schnell bedeuten, dass ein Kind einen Hitzetod im Auto erleidet!


Glücklicherweise wurde der Wagen nicht auf einem verlassenen Pakplatz oder in einer Nebenstraße, sondern direkt vor dem Klever Amtsgericht geparkt. Und so wurde der überhitzte Junge schnell von einer Mitarbeiterin des Amtsgerichts und einer Passantin entdeckt. Diese bekamen die Hilferufe des Jungen mit und schafften es, die Autotüre zu öffnen. Darauf wurde das Kleinkind mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und dort über Nacht versorgt. Die Eltern des Jungen bekamen eine Anzeige wegen Körperverletzung. (Quelle: RP ONLINE)

Zwar ist dieser Vorfall bereits zwei Jahre her, doch jedes Jahr sterben Kinder an einem Hitzetod im Auto. Für Europa gibt es bislang leider keine Statistik. In den USA spricht man pro Jahr von rund 37 Kindern. (Quelle: Deutschlandfunk Nova)

60 Grad und mehr!

Immer wieder warnen Ärzte und der ADAC davor, Kinder in den warmen Monaten alleine im Auto zu lassen. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann die Temperatur im Pkw bereits nach 30 Minuten auf 60 Grad und mehr aufheizen. Und selbst dann, wenn das Auto im Schatten geparkt wird, kann durch den sich verändernden Sonnenstand das Auto ganz plötzlich in der prallen Sonne stehen.

Kein wenn und aber!

Nur kurz in den Supermarkt, weil dieser gerade leer zu sein scheint und das Kind schläft endlich mal auf dem Rücksitz? Auf dem Weg in den Urlaub ohne Kind “schnell” an der Raststätte etwas essen? Genau diese Ausnahmefälle enden oft verheerend. Natürlich ist irren immer menschlich. In diesem Fall riskiert ihr aber jedes Mal aufs Neue, dass euer Kind an einem Hitzetod im Auto sterben kann. Bedenkt immer, dass ihr auch bei dem kleinsten Einkauf plötzlich an einer vollen Kasse stehen könntet, das Kind kurz vergesst, weil ihr auf einen alten Bekannten trefft oder euch selbst etwas zustößt. Nehmt euren Nachwuchs daher auch bei der kleinsten Besorgung immer mit. Vergesst nicht: Ein müdes oder quengelndes Kind ist euch sicher lieber als eines, das sich in Lebensgefahr befindet.

Schnell helfen!

Falls ihr selbst in den warmen Monaten ein Kind in einem Auto entdeckt, schaut euch nach den Besitzern um und verständigt im Notfall die Polizei. Befindet sich das Kind (oder auch ein Haustier) bereits in Gefahr, könnt ihr notfalls auch die Scheibe einschlagen.

Wir empfehlen euch auch noch mal unseren Beitrag Vergiftung beim Kind, inklusive wichtiger Erste-Hilfe-Tipps!

Titelbild: © logoboom

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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