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Hatschi: Heuschnupfen bei Kleinkindern

baby in nature
Saskia
Geschrieben von Saskia

Frühlingszeit gleich Heuchschnupfenzeit

Der lang ersehnte Frühling ist endlich da und obwohl wir uns über all die blühenden und sprießenden Blätter und Blüten freuen, haben die Gräser- und Pollenallergiker nun leider wieder ein hartes Los gezogen. Die Lust auf Frühling wird vom nervigen Heuschnupfen, Ausschlägen und tränenden Augen getrübt. Leider bleibt dieses Problem auch Neugeborenen und Kleinkindern nicht erspart. Und was könnt ihr nun dagegen machen?


Heuschnupfen ist die häufigste Allergie, unter der mittlerweile rund 13 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 0 und 17 Jahren leiden. Außerdem haben die Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts ergeben, dass die Anzahl der Kleinkinder dabei weiter ansteigt. Nun kann man natürlich behaupten, dass Heuschnupfen an sich gut zu lindern ist und keinen ernsten Grund der Besorgnis mit sich bringt. Sofern es sich bei eurem Baby nicht weiter verschlimmert, stimmt das auch. Allerdings erkrankt jedes dritte Kind aufgrund des Heuschnupfens leider auch an allergischem Asthma. Um dem unangenehmen Heuschnupfen und chronischem Husten entgegen zu wirken, könnt ihr einiges tun.

Vorsorgen

Vorsorgen könnt ihr als frischgebackene Mami am besten, indem ihr euer Baby so lange wie möglich stillt. Das bedeutet genau genommen in den ersten sechs Monaten. Die Muttermilch enthält besondere Schutz- und Abwehrstoffe, die euer Kind vor Krankheiten und Allergien schützen kann. Könnt oder wollt ihr nicht stillen, dann ist eine hypoallergene Anfangsmilch ideal. Vor allem, wenn ihr selbst unter Allergien leidet, ist das Stillen oder aber diese Milch zu empfehlen. Sind bei euch keine Allergien bekannt, dann solltet ihr ganz normale Säuglingsmilch verwenden und das Stillen ist natürlich trotzdem zu empfehlen.

Symptome

Ein Neugeborenes oder Kleinkind kann sich euch leider nicht so einfach mitteilen, ob es eine Erkältung hat oder vielleicht unter Heuschnupfen leidet. Da gilt es sehr genau darauf zu achten, ob das Niesen oder eine verstopfte Nase wieder ganz verschwindet, wie es bei einer normalen Erkältung der Fall sein sollte, oder eben nicht und ob gerade Heuschnupfen-Saison (Frühjahr bis in den Herbst hinein) ist. Anzeichen für eine Allergie können unter anderem ein verstopftes und laufendes Näschen sein, juckende und verklebte Augen, häufiges Niesen oder auch Hautausschläge. Je nach Schweregrad bekommt euer Kind dadurch schwer Luft und atmet besonders im Liegen eher durch den Mund. Selbst Fieber kann nicht nur bei einem grippalen Infekt, sondern auch aufgrund von Heuschnupfen auftreten.

Lindern

Falls die genannten Symptome auf den Gesundheitszustand eures Kindes zutreffen, solltet ihr euren Kinderarzt oder aber einen Allergologen aufsuchen. Im Idealfall notiert ihr euch vorher die Symptome und vor allem auch, wann ihr diese ganz extrem festgestellt habt. Damit kann der Ursache schneller auf die Schliche gekommen werden. Eine Hyposensibilisierung, sowie gängige Medikamente (Antihistaminika der 2. Generation) sind bei den ganz Kleinen nicht möglich. Es gibt auch Mittel aus dem Gebiet der Naturheilkunde, wie das indische Lungenkraut, das im Gegensatz zu vielen anderen Medikamenten, nicht ermüdend wirkt – aber auch erst ab 12 Jahren eingenommen werden darf. Auch Honig soll (selbst bei Erwachsenen) Wunder bewirken. Ganz wichtig: Honig dürft ihr eurem Kind nicht vor dem ersten Lebensjahr geben, da es ein gefährliches Bakterium enthalten und großen Schaden anrichten kann. Das solltet ihr aber auf jeden Fall alles noch einmal mit eurem Kinderarzt absprechen.

Ist der Heuschnupfen diagnostiziert, heißt es dann, dass ihr ab sofort auf Pollen und Gräser achten müsst und euren Wurm so gut es geht vor diesen fernhaltet. Dabei gilt es immer den Pollenflugkalender zu berücksichtigen. Jeder Heuschnupfen-Allergiker reagiert unterschiedlich stark auf Birkenpollen und Co. Das Liegen auf dem Rasen oder unter einem Baum, das Krabbeln durch die Wiese, Pollen, die sich gerne auch bei offenem Fenster ins Zimmer, auf Stofftiere und in Babyhaare schleichen – da seid ihr als Eltern nun ein wenig gefordert.

Bild: © JenkoAtaman – Fotolia.com

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

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