Kolumne

Gruselgeschichten: Wenn Kinder dem toten Mann im Wandschrank begegnen

Gruselgeschichten: Wenn Kinder dem toten Mann im Wandschrank begegnen
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Zu Halloween gehören Gruselgeschichten – und was ist schauriger als Geschichten, die wirklich passiert sind? Wir haben das Internet nach den gruseligsten Zitaten von Kindern durchforstet und haben dabei eine ganze Flut an Webseiten gefunden. Hier haben wir für euch die schaurigsten Geschichten zusammengefasst.


#1 Oma Berta ist tot

Meine Großmutter war seit Jahren sehr krank. Meine Tochter R. hat sie immer wieder besucht, mit ihr geredet, obwohl meine Oma selbst gar keine Reaktion mehr zeigen konnte. Vor einem Jahr sind wir nach Süddeutschland gezogen, so dass der intensive Kontakt nicht mehr gegeben war. Trotzdem richtete R. immer noch Grüße an Oma Berta aus, wenn sie mit meiner Mutter telefonierte. Als R. fünf Jahre alt war, ging es meiner Großmutter schlechter. An einem Nachmittag spielte meine Tochter sehr intensiv. Plötzlich stand sie auf, nahm mich in den Arm und sagte: “Oma Berta ist gerade gestorben.” Dann ging sie wieder weg und spielte weiter. Ich versuchte, meine Mutter zu erreichen. Erst nach zwei Stunden gelang es mir, sie an den Apparat zu bekommen, und ich erfuhr, dass meine Oma in exakt dem Augenblick gestorben ist, in dem R. zu mir kam. Wir mussten es ihr auch nicht mehr sagen. Als ich damit anfing, sagte sie nur: “Das weiß ich doch schon!”

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#2 Im Keller betoniert

Als ich ein kleines Mädchen war, flippte ich einmal komplett aus, als ich mit meiner Mutter einkaufen ging und dort einen Mann sah. Das war ziemlich ungewöhnlich, weil ich ein eher ruhiges Kind war und mich immer gut benahm. Wir wurden schließlich gebeten, den Laden zu verlassen.

Als wir ins Auto stiegen und meine Mutter mich fragte, was denn los gewesen sei, erzählte ich ihr, dass dieser Mann mich meiner ersten Mama weggenommen habe und mich unter seinem Haus versteckt habe. Er ließ mich dann dort ganz lange schlafen, bis ich wieder aufwachte und meine neue Mutter hatte. Ich weigerte mich daraufhin, normal im Auto sitzen zu bleiben und versteckte mich stattdessen im Fußraum, bis wir zu Hause waren. Meine Mutter war total aufgelöst, schließlich ist sie meine biologische und damit offensichtlich meine “erste” Mutter.

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#3 Jesus im Kirchturm

Mein dreijähriger Sohn hatte letztes Weihnachten auch eine wirklich gruselige Phase. Es war der Abend des ersten Weihnachtsfeiertages. Bei uns im Dorf versammeln sich viele Bürger so gegen 21 Uhr auf dem Marktplatz und singen miteinander besinnliche Lieder. Ich nahm meinen Sohn dieses Mal mit. Meine Frau und unser Kleinster blieben zu Hause. Auf dem Weg zum Marktplatz gingen wir an der Kapelle vorbei. Mein Sohn schlug vor, die Straßenseite zu wechseln. Ich fragte ihn, wieso er das denn wolle? Er antwortete, dass er sich beobachtet fühle. Ich fragte, wer ihn denn beobachten würde? Er sagte: “Jesus! Er steigt nachts vom Kreuz und klettert in den Kirchturm. Dann öffnet er die Dachluke und schaut in die Fenster der Menschen und macht Grimassen.”

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#4 Meine andere Mutter ist alt

“Bevor ich hier geboren wurde, hatte ich eine Schwester, stimmt’s? Sie und meine andere Mutter sind jetzt so alt. Ihnen ging es gut, als das Auto brannte, aber mir überhaupt nicht.” Mein Sohn war vielleicht fünf oder sechs Jahre alt, als er diesen Satz sagte. Er sagte das völlig aus dem Nichts heraus.

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#5 Besuch im Schlafzimmer

Wir wohnten in einem alten Gebäude der evangelischen Kirche unserer Stadt, welches früher als eine Art Pflegestätte für Schwerkranke gedient hat. Mein Mann war häufiger beruflich unterwegs und so schlief mein damals zweijähriger Sohn mit mir in unserem Schlafzimmer. Als er einmal nachts wach wurde, fing er an zu jammern und versteckte sich unter der Decke. Ich fragte ihn, was los sei. Da meinte er: “Die Kinder sollen weggehen!” Ich fragte, welche Kinder er meinte. Darauf er: “Die ums Bett stehen und immer so gucken!” Zum Glück sind mir erst nach diesem Abend viele Gruselgeschichten aus dem Haus zu Ohren gekommen, sonst wäre ich wahrscheinlich sofort aus dem Bett gesprungen und samt Kind zu meinen Eltern gezogen.

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#6 Der tote Mann im Wandschrank

Beim Umziehen vor dem offenen Wandschrank schaute meine Tochter ständig an mir vorbei und lachte. Ich fragte sie: ‘Was ist denn so lustig?’
Ihre Antwort: “Der Mann!” – Ich: “Welcher Mann?” Sie zeigte auf den Schrank und sagte: “Na, der Mann da, mit dem Schlangenhals!” Ich drehte mich um, im Schrank war nichts zu sehen. Seither fürchte ich mich vor dem Gedanken, dass sich irgendwann jemand da drin aufgehängt haben könnte.

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#7 Der Geist des Vorbesitzers

Wir sanieren ein 140 Jahre altes Haus und unsere damals dreijährige Tochter sah den verstorbenen Vorbesitzer immer wieder durchs Gebäude schleichen. Ich bin für so was überhaupt nicht zu haben. Unsere Tochter zeigte uns genau, wo er durch das Haus ging: auch durch Wände! Aber auf früheren Grundrissen befanden sich dort noch keine Wände – da waren dort Türen. Irgendwann erzählten wir alten Nachbarn davon, die den Vorbesitzer des Hauses kannten. Die malten auf Papier drei unterschiedliche Männer, mit einfachen charakteristischen Merkmalen: Hager, dick, dünn, mit Hut oder Stock etcetera. Ohne Vorwarnung stellten wir unsere Tochter vor die Wahl, wie der Mann aus ihrer Vorstellung aussah. Sie tippte ohne zu zögern auf den Vorbesitzer. Ich will das alles bis heute nicht wirklich glauben, kann es mir aber nicht anders erklären, als dass sie wirklich jemanden gesehen hat.

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#8 Spanner im Schrank

Meine dreijährige Nichte sagte meiner Frau, sie solle sich in die Mitte des Zimmers stellen und tanzen, während sie sich in einem Schrank versteckte, um sie durch den Spalt zu beobachten.

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#9 Liebe Grüße von Oma Brille

Ich hatte als Kind regelmäßig denselben Alptraum. Ich wachte darin in meinem Kinderbett auf, als mich ein starker Wind in mein Bett drückte. Ich krabbelte heraus und musste mich an Gegenständen entlang hangeln, um ins Wohnzimmer zu gelangen. Dort saßen meine Eltern, zeigten mit dem Finger auf mich und lachten. Dann hörte ich Schritte hinter mir und versteckte mich unter dem Esstisch. Es kam ein dunkel gekleideter Mann herein und schwang eine Peitsche. Kurz bevor ich dann panisch aufwachte, sagte die Stimme meiner Großmutter, ich solle keine Angst haben, sie sei bei mir. Ich nannte meine Großmutter immer Oma Brille. Jedenfalls: Vor Monaten ging ich nachts durchs Haus und folgte dem Duft meiner vor Jahren verstorbenen Großmutter. Ich traf meinen vierjährigen Sohn, und im Halbschlaf sagte er: “Liebe Grüße von Oma Brille. Der Mann mit der Peitsche kommt nicht mehr.” Ich habe noch nie über den Traum gesprochen, außer mit meiner Frau. Und da war mein Sohn noch nicht auf der Welt.

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#10 Tante Tracy

Mein Sohn war etwa viereinhalb Jahre alt und seine Schwester 18 Monate. Ich sagte ihnen, dass es mir wirklich leid täte, aber ich könne ihnen heute keine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, weil ich zu einem Meeting musste. Dafür würde ich ihnen morgen zwei vorlesen, um es wieder gut zu machen. Daraufhin sagte mein Sohn: “Ist schon ok, Mama. Tante Tracy wird uns vorlesen.” Meine Haare stellten sich auf und ich war mir sicher, dass ich mich verhört hatte. Ich fragte nach: “Wer?” “Na Tante Tracy, Mama. Sie sieht genau so aus wie du. Wenn wir ins Bett gehen, liest sie uns vor und singt für uns.”

Ich hatte ihnen bis dahin noch nie erzählt, dass ich eine eineiige Zwillingsschwester hatte, die aber tot zur Welt gekommen war. Sie hieß Tracy.

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Titelbild: © V. H. Hammer/flickr CC BY 2.0

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