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Gesunde Rezepte von Dominik – “Eat green and spice up your life”

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Exklusive Rezepte zum Kochen und Backen.

Endlich können wir euch von nun an mit exklusiven Rezeptideen versorgen und begrüßen den ersten männlichen Blogger in unserer Runde: Dominik Ricken! Und damit ihr wisst, wie er zum leidenschaftlichen Koch und Bäcker wurde und was ihm dabei ganz besonders am Herzen liegt, stellen wir ihn euch natürlich erstmal vor.


 

Das Wichtigste vorweg: Dominik hat sich im Jahre 2013 für eine vegane Ernährung entschieden. Uns geht es nicht darum, euch den Verzicht auf Fleisch und andere tierische Produkte nahezulegen, sondern wir bieten euch bei jedem Rezeptvorschlag auch die Mengenangaben für Fleisch, Eier, Milch und Co. Falls ihr euch und eure Kinder dennoch vegan ernährt, klärt in jedem Fall mit dem Kinderarzt ab, wie ihr eure Kids dennoch mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgen könnt. Tierliebe und Umweltschutz sind wichtig, schön und gut, das Wohl der Gesundheit sollte trotzdem immer an erster Stelle stehen! Natürlich könnt ihr dennoch zwei oder drei Tage pro Woche auf Fleisch verzichten. 😉

Du belieferst unsere Leser ab jetzt regelmäßig mit Rezepten. Kochst du selbst nach Anleitung oder immer nach Gefühl?

Dominik: Das kommt immer auf das Gericht an. Bei vielen Rezepten mache ich das nach Gefühl, aber gelegentlich orientiere ich mich zumindest an bereits bestehenden Rezepten und interpretiere selbige neu. Bei den vielen Rezepten im Netz ist es auch fast unmöglich, das Rad jedes Mal neu zu erfinden.

Auf veganerezepte.eu verrätst du zahlreiche Rezepte. Schon mal überlegt, deine Leidenschaft zum Beruf zu machen?

Dominik: Das werden sich wohl viele in Bezug auf ihr Hobby denken. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass der Spaß an der Sache auf lange Sicht verloren geht, wenn man sich mit dem Kochen die Brötchen verdienen muss. Aber klar, irgendwann mal ein Kochbuch in der Buchhandlung stehen zu sehen, dass wäre schon eine tolle Geschichte. Mal sehen, was die Zeit so bringt und ob das überhaupt ein realistisches Ziel ist.

Kocht man für die ganze Familie, muss es meist schnell gehen. Welches Rezept fällt dir da ganz spontan ein?

Dominik: Wenn es schnell gehen soll, dann sind ja Nudeln immer sehr beliebt. In diesem Fall kann ich euch vegane Spaghetti Carbonara, oder eine Nuss Bolognese sehr ans Herz legen. Geht flott und schmeckt super.

Angenommen, man macht einmal die Woche einen Großeinkauf, was sollte im Wagen sein und was sollte immer ganz frisch eingekauft werden?

Dominik: In der Regel kaufe ich Gemüse und Obst immer frisch. Allerdings ist TK-Ware eine echte Alternative, weil das Gemüse direkt nach der Ernte eingefroren wird und auf diese Weise alle Nährstoffe konserviert werden. Von Konserven halte ich dagegen nicht besonders viel. Dosentomaten und Kichererbsen bilden hier allerdings eine Ausnahme. Rote Bete ist aber beispielsweise so ein Produkt, das mir frisch deutlich besser schmeckt.

Um aber die Frage zu beantworten: Frisches Gemüse, etwas Obst, Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen) und Nüsse sollten keinesfalls fehlen. Sojaprodukte sollten in Maßen eingekauft und konsumiert werden. Hier sind fermentierte Produkte wie Tempeh und Miso zu bevorzugen. Fleischersatzprodukte aus Seitan und andere industrielle Ersatzprodukte sollten als Genussmittel behandelt und nur sehr selten konsumiert werden.

Welche Lebensmittel gehören bei einer veganen Ernährung zur Pflicht, um Mangelerscheinungen vorzubeugen?

Dominik: Vitamin B12 ist ein Faktor, auf den man sicherlich aufpassen muss. Bei diesem Thema herrscht teilweise sehr viel Unsicherheit. Die gängige Meinung ist jedoch, dass der Mensch B12 alleine nicht bilden kann und das Vitamin deshalb über tierische Nahrung konsumieren sollte, oder in Form von Tabletten supplementieren muss. Es gibt aber auch Forscher, die glauben, dass es sich dabei um einen Mythos handelt, der irgendwann widerlegt wird. Bei der aktuellen Forschungslage würde ich aber kein Risiko eingehen und mich vom Arzt beraten lassen, ob Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert sind und natürlich, in welcher Dosierung. Menschen, die Fleisch essen, können hier übrigens auch einen Mangel entwickeln und das ist wohl auch gar nicht so selten. Veganer sind natürlich auf B12 sensibilisiert und aus diesem Grund wird ein Mangel bei dieser Personengruppe deutlich häufiger festgestellt.

Vitamin D wird ebenfalls oft als Problem dargestellt. Allerdings handelt es sich dabei um ein Hormon, welches durch Sonneneinstrahlung gebildet wird. Die Aufnahme über die Nahrung ist dabei eigentlich nicht relevant und man müsste schon extrem viel Leber konsumieren, damit man einem Mangel vorbeugen kann. Das Thema wird mittlerweile auch eher als Volkskrankheit angesehen und ist kein Problem einer veganen Ernährung.

Bleiben noch Eisen, Kalzium und Zink übrig, die man sehr gut über eine abwechslungsreiche Ernährung aufnehmen kann. Kalzium ist beispielsweise in Brokkoli, Sesam, Kohlrabi und Grünkohl enthalten. Aber auch Nüsse enthalten Kalzium. Für Zink sind sie ebenfalls eine gute Quelle. Eisen kann man sehr gut über Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen, aber auch über Leinsamen, aufnehmen. Gerade bei Kindern kann ich es gut verstehen, wenn für Eltern der Schritt von einer vegetarischen hin zu einer veganen Ernährung zu riskant ist. Dennoch spricht nichts dagegen, wenn man einfach mal an ein paar Tagen in der Woche vegan kocht.

Du kochst nicht nur gerne, sondern backst auch. Welchen Kuchen empfiehlst du für einen Kindergeburtstag?

Dominik: Ich glaube, mit einem abgedrehten Matcha-Kuchen aus Cashewnüssen kann man da eher nicht punkten. Ich würde einfach einen leckeren Schokoladenkuchen empfehlen. Damit kann man einfach nichts falsch machen und Schokolade mag ja eigentlich jeder.

In Zeiten der Lebensmittelallergien geht es auch um das Thema Glutenunverträglichkeit. Verzichtest du bei allen (Back-) Rezepten auf das sogenannte “Klebereiweiß”?

Dominik: Nein, nicht immer. Ich bin auch der Meinung, dass die Hysterie bei diesem Thema etwas übertrieben ist. Mit Sicherheit essen wir viel zu viel Weizen, der ernährungstechnisch auch gar nicht so wichtig für uns ist. Eine Reduktion schadet also nicht. Ich bin mir allerdings sicher, dass es neben Zöliakie auch andere Krankheitsbilder gibt, die bisher noch nicht so weit erforscht sind und die Dunkelziffer dadurch deutlich höher liegt, als bisher vermutet.

Viele bilden sich da aber mit Sicherheit auch etwas ein. Von Ersatzprodukten halte ich aber nicht gerade viel. Glutenfreies Mehl verwende ich zwar auch hin und wieder, aber man sollte Ersatzprodukte nicht 1:1 in sein Leben einbauen, sondern lieber nach Alternativen Ausschau halten. Denn ansonsten kann man sich schon einmal darauf einstellen, dass man unweigerlich einige Kilos zunehmen wird. Denn Ersatzprodukte aus Reis- und Maismehl lassen den Blutzuckerspiegel noch deutlicher ansteigen und fördern damit Übergewicht.

Man kann aber auch mit gesunden Alternativen arbeiten, die gesundheitlich Vorteile mit sich bringen. Da gäbe es z.B. Kichererbsen- und Buchweizenmehl, mit denen man z.B. leckere Pfannkuchen herstellen kann. Bei einigen Kuchenrezepten ist Mehl aber auch gar nicht mehr notwendig. Hier wird dann beispielsweise sehr viel mit Füllungen aus pürierten Nüssen gearbeitet. Das Thema bietet also extrem viel Spielraum und man kann sehr kreativ sein. Aus diesem Grund werde ich auch weiterhin glutenfreie Rezepte posten.

Hast du neben deinen Rezepten weitere Tipps, wo sich Eltern einfache Rezeptvorschläge holen können?

Dominik: Ich persönlich habe Pinterest als soziales Netzwerk für mich entdeckt. Im Vergleich zu den USA hat es in Deutschland noch nicht die große Masse erreicht, aber gerade für Rezepte und „Do It Yourself“-Geschichten ist es wahnsinnig gut geeignet. Also einfach mal anmelden und auf Deutsch und Englisch nach „Rezepte für Kinder“ suchen. Die Ergebnisse kann man sich praktischerweise auf einer persönlichen Pinnwand abspeichern und später erneut aufrufen.

 

 

 

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