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Gemeinsame Mahlzeiten: Deshalb sind sie so wichtig!

gemeinsame Mahlzeiten
Saskia
Geschrieben von Saskia

Laut WHO liegt die Anzahl übergewichtiger Kinder weltweit bei mindestens 41 Millionen. Forscher des Max-Planck-Instituts Berlin und der Universität Mannheim stellten fest, dass unsere Essgewohnheiten im Erwachsenenalter vom Essverhalten in unserer Kindheit stark beeinflusst werden. Experten raten deshalb dazu, dass Familien immer gemeinsame Mahlzeiten zu sich nehmen sollten.


Vor einigen Tagen stieg eine Mutter mit einem Kleinkind und zwei älteren Kindern in den Bus. Der ältere Junge setzte sich mir gemeinsam mit dem Kleinkind direkt gegenüber. Er bekam von der Mutter sofort eine Tüte mit Nüssen im Teigmantel gereicht und sie forderte beide regelrecht dazu auf, diese zu essen. Das Schockierende war aus meiner Sicht, dass der Junge bereits stark übergewichtig, und zwar hungrig war, die Nüsse allerdings nur widerwillig aß, da sie ihm zu scharf waren. Zwischendurch bekundete die Mutter laut, wie froh sie doch sei, für den “kleinen” Hunger vorgesorgt zu haben. Nachdem sie fleißig die Tüte leerten, machte die Mutter schnell einen weiteren Vorschlag: ” Wollt ihr Pommes? Jeder eine große Portion für 2,50 Euro?” Natürlich wurde diese Frage mit strahlenden Kinderaugen beantwortet. Welches Kind kann Pommes schon widerstehen?! Die Verantwortung lag hier einzig und allein bei der Mutter und mir fiel es sehr schwer, diese Situation einfach hinzunehmen.

Die Vorteile von gemeinsamen Mahlzeiten

Ein gesundes Essverhalten

Es ist kein Geheimnis, dass Mahlzeiten immer in Ruhe zu sich genommen werden sollten. Damit essen nicht nur eure Kinder bewusster, langsamer und meist auch gesünder. Klar ist das im hektischen Alltag nicht immer möglich. Es ist auch vollkommen normal, wenn sich euer Nachwuchs von Herzen Pommes mit Currywurst wünscht. Auch wenn sich eure Kinder hin und wieder die Reste vom Vortag alleine warm machen müssen, bedeutet das nicht gleich, dass sie übergewichtig werden und sie sich dadurch negative Essgewohnheiten aneignen. Dennoch legt ihr mit regelmäßigen gemeinsamen Mahlzeiten den Grundstock für eine gesunde Ernährung. Natürlich nur, sofern ihr auch wirklich ausgewogen kocht. Ist das der Fall und bringt ihr euren Kids ebenfalls bei, nicht zu viele (ungesunde) Snacks zwischendurch zu sich zu nehmen, habt ihr schon mal gute Weichen für ein gesundes Essverhalten gelegt.

Miteinander und Geborgenheit

Doch das sind nicht die einzigen Vorteile, die gemeinsame Mahlzeiten mit sich bringen. Sitzt ihr regelmäßig während des Essens gemütlich zusammen, vermittelt dies eurem Nachwuchs ein Gefühl von Gemütlichkeit, Familienzeit und Geborgenheit. Ihr habt in der Woche kaum Zeit, in Ruhe gemeinsam zu essen? Nehmt euch vor, wenigstens das Frühstück oder das Abendessen an einem Tisch einzunehmen. Ihr könnt euch austauschen und wisst zumindest teilweise, was eure Kindern den Tag über so zu sich nehmen. Das Wochenende sollte dann ganz im Zeichen des familiären Beisammenseins stehen. So könnt ihr beispielsweise mit euren Kindern während des Frühstücks die weiteren Mahlzeiten besprechen und sie mitentscheiden lassen. Ihr könnt gemeinsam einkaufen gehen und dabei vielleicht sogar einen Wochenmarkt besuchen. Übrigens müssen Mahlzeiten ja auch gekocht werden. 😉 Dass das Kochen mit Kindern nicht im totalen Chaos enden muss, und ebenfalls förderlich für ein gesundes Essverhalten sowie das Selbstbewusstsein ist, wisst ihr ja bereits.

Titelbild: © ivanko80

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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