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Gärtnern mit Kindern: Auch die Kleinsten können mit anpacken!

Gärtnern mit Kindern
Saskia
Geschrieben von Saskia

Säen, gießen, ernten!

Endlich ist April und endlich wird es wärmer. Das heißt? Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf und wir dürfen uns wieder an leuchtend grünen Bäumen und bunten Blumen erfreuen. Seid ihr derzeit auch schon fleißig am Unkraut jäten, Umtopfen, Samen säen und Pflanzen? Dann vergesst nicht, euren Nachwuchs mit einzubinden. Gärtnern mit Kindern macht nämlich nicht nur Spaß, sondern hilft euren Kleinen dabei, die Natur kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen. 


Jetzt fragt ihr euch natürlich, welche Arbeiten ihr euren Gartenzwergen anvertrauen könnt. Generell könnt ihr sie bereits mit ungefähr 2 Jahren einbinden. Das ist auch davon abhängig, wie viel Geduld sie haben und wie gut die Feinmotorik bereits ausgebildet ist. Probiert es einfach aus!

Eine grobe Übersicht schadet dennoch nicht, um das Gärtnern mit Kindern zu einem Erfolgserlebnis werden zu lassen.

Gärtnern mit Kindern: Ab wann und was?

 1. Mit den Eltern ab 2 Jahren: gießen und Zwiebeln setzen

Zu Beginn könnt ihr Dinge wie Blumengießen und Zwiebeln setzen mit euren Kindern zusammen machen. Das geht auch schon früher als mit 3 Jahren. Irgendwann wird euer Nachwuchs euch die Gießkanne aus der Hand nehmen und es selbst machen wollen. Bis es weiß, wann es aufhören sollte, zu gießen, solltet ihr natürlich dabei bleiben. 😉 Übrigens ist das Halten der Kanne und das Gießen eine super Übung, um die Motorik eines Kindes zu trainieren. Und je mehr es versteht, umso mehr weiß es dann auch Schritt für Schritt, welche Pflanze wie viel Wasser benötigt und in welcher Jahreszeit welche Zwiebel gesetzt oder Pflanze gepflanzt wird. Vorausgesetzt, ihr erklärt es auch verständlich und habt Geduld.

2. Ohne Eltern ab 3 Jahren: Unkraut jäten

Auf der Wiese herumkriechen und dabei die Hosen grün und gelb einfärben hat euer Nachwuchs bestimmt längst drauf. Und wenn er schon mal dabei ist, könnt ihr ihm mit rund 3 bis 4 Jahren auch gleich zeigen, wie man Unkraut zupft. Wenn ihr kleine Gartengeräte besorgt habt, kann euer Knirps auch schon die Erde mit der Hacke auflockern oder mit dem Rechen das Unkraut und Blätter zusammenfegen. Dabei werden übrigens zahlreiche Sinne angeregt. Das Gras, das an Händen und Füßen kitzelt, der Geruch der Wiese und der Erde, das Summen der Bienchen, das Vogelgezwitscher oder andere Geräusche. Die Natur auf diese Weise zu entdecken ist für Groß und Klein gerade im Frühjahr ein tolles Erlebnis.

3. Vorschulkinder: die erste eigene Pflanze

Ihr müsst keinen Garten und auch keinen Balkon haben, um mit euren Kids etwas zu pflanzen. Ihr könnt auch in der Wohnung gärtnern: Kresse eigenständig säen, Feuerbohnen auf Küchenpapier vorkeimen lassen, oder ihr schenkt eurem Kind seine Lieblingsblume, um die es sich im Vorschulalter bereits ganz allein kümmern (gießen, vertrocknete Blätter entfernen, Blätter bewässern, etc.) kann.

4. Schulkinder: das erste eigene Beet

Ab ungefähr 6 Jahren könnt ihr eurem Kind bereits ein eigenes kleines Beet oder ein kleines Gewächshaus überlassen. Das macht natürlich nur Sinn, wenn es Lust dazu und am besten schon erste Erfahrungen gesammelt hat. Im März/April könnt ihr zum Beispiel Narzissen, Primeln oder Stiefmütterchen pflanzen. Wenn der Frost vorbei ist, können für das eigene Beet auch Sämlinge (von Blumen, Kräutern und Gemüse) großgezogen werden.

5. Beliebte Pflanzen und Co.

Neben den eigentlichen Tätigkeiten könnt ihr eure Knirpse auch mit gewissen Pflanzen ‘ködern’. Achtet darauf, dass die Pflanzen schnell wachsen, besondere Blüten haben und unkompliziert sind. Wenn ihr Kresse sät, wählt zum Beispiel die schnell wachsende Kapuzinerkresse. Bei den Blumen seid ihr mit Löwenmäulchen, Sonnenblumen, Ringelblumen oder Zinnien auf der sicheren Seite. Das gleiche gilt für Obst und Gemüse. Wie wäre es zum Beispiel mit Radieschen? Hier sollte die Ernte nach 4 bis 6 Wochen erfolgen. Dann schmecken sie am besten und eure Kleinen sehen schnelle Erfolge! 🙂

Achtung: Je kleiner euer Kind ist, umso vorsichtiger müsst ihr bei giftigen Zierpflanzen sein. Lest dazu noch mal unseren Beitrag “Giftige Zierpflanzen im Garten“.

Titelbild: © Martinan

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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