Gesund

Frühchen – Wenn das Leben viel zu früh beginnt

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Acht bis zehn Prozent aller Babys werden zu früh geboren. Frühchen sind Babys, die vor der 38. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen. Ein Kind ist jedoch erst nach der 40. oder 41. Woche voll entwickelt, sowohl körperlich als auch geistig. Von jährlich zirka 9.000 Frühgeburten mit einem Geburtsgewicht bis 1.500 Gramm, überleben mittlerweile fast alle.


Wir haben bereits in der Vergangenheit Berichte zu diesem Thema geschrieben, unter anderem über die richtige Vorbereitung auf den Alltag mit einem Frühchen und einen kurzen Bericht über Frühgeburtprävention. Heute beschäftigen wir uns mit grundlegenden Fakten rund um das Thema.

Frühchen werden in drei verschiedene Kategorien eingeteilt:

Späte Frühchen
(LPI: late preterm infants)

Sind Kinder, die bereits zwischen der 34. und 37. Woche geboren werden. Sie unterscheiden sich optisch kaum von einem voll entwickelten Baby, doch auch ihnen fehlt es an wichtiger Entwicklungszeit.

Frühgeborene mit niedrigem Geburtsgewicht
(VLBW: very low bith weight infants)

So werden Frühchen bezeichnet, die weniger als 1.500 Gramm wiegen. Meistens kommen sie bereits vor der 32. Woche zu Welt.

Frühgeborene mit extrem niedrigem Geburtsgewicht
(ELBW: extremly low birth weight infants)

Weniger als 1.000 Gramm wiegen diese Kinder, die in der Regel vor der 29. Schwangerschaftswoche geboren werden.

Der deutsche Berufsverband der Neonatalogen legt fest, dass Ärzte dazu verpflichtet sind, um das Leben eines Kindes zu kämpfen, wenn es zirka sechseinhalb Monate alt ist. Als Richtwert gilt jedoch, dass ein Kind, das zwischen 23 und 24 Wochen alt ist, bereits eine Chance auf das Überleben hat. Bei Frühchen, die noch eher geboren werden, ist es den Ärzten und den Eltern überlassen, ob eine Therapie sinnvoll ist.

Titelbild: © Nenov Brothers – Fotolia.com

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

Hinterlasse ein Kommentar