Unterwegs

Erster Urlaub mit Baby? Safety first!

Urlaub mit Baby
Saskia
Geschrieben von Saskia

Sicherheit, Gesundheit, Hygiene und Co.

Euer Familienzuwachs stellt euer Leben ganz schön auf den Kopf. In den ersten Lebensmonaten heißt es deshalb: Euer Baby bestimmt den Alltag und auch eure Urlaubsplanung. Ab jetzt ist es nicht mehr ganz so einfach, nach Lust und Laune einen Last-Minute-Urlaub zu buchen. Damit eure wohlverdiente Ferienzeit für euch als Familie und als Paar erholsam wird, hier die wichtigsten Tipps.


Urlaubsziel

Bevor ihr euch für ein Urlaubsland entscheidet, erkundigt euch, wie sicher dieses für Touristen und speziell für Familien ist. Ohne Kinder kann man schon mal einige Bedenken über Bord werfen und sich in ein Abenteuer stürzen. Mit Kindern und vor allem mit Babys gilt: Safety first. Das gilt auch für medizinische Vorkehrungen wie zum Beispiel Impfungen. Babys können noch nicht alle Impfungen erhalten. Dazu zählt auch der Schutz gegen Malaria. Erkundigt euch vor der Buchung bei eurem Kinderarzt oder einem Tropeninstitut, um zu erfahren, welche Reiseschutzimpfungen euer Kind erhalten und welche Nebenwirkungen sie haben können. Zudem ist es ratsam, dass ihr nur Ferienziele wählt, die nicht höher als 1.500 Meter liegen und euch außerdem erkundigt, auf welche Hygienebedingungen ihr euch in dem jeweiligen Land einstellen müsst.

Die aktuellsten Reise- und Sicherheitshinweise erfahrt ihr beim Auswärtigen Amt.

Fernreise oder Heimatland?

So spießig es euch zu Beginn vielleicht noch scheint, aber zwei Wochen auf einer autofreien Nordseeinsel (wie zum Beispiel Juist) statt in der Hitze Spaniens werden euch wahrscheinlich leichter entspannen lassen. Gutes Wetter ist zwar nicht garantiert, aber das Klima wird eurem Baby trotzdem nicht so zu schaffen machen. Das Gleiche gilt übrigens auch für zu kalte Regionen. Konstante Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad sind dagegen ideal.

Unterkunft

Mit einem Säugling solltet ihr großen Wert auf sanitäre Anlagen und gute Hygienebedingungen legen. Zudem sollte die Unterkunft nicht unbedingt im absoluten Nirgendwo liegen, damit ihr im medizinischen Notfall schnell einen Arzt aufsuchen könnt. Ob ihr euch für ein Hotel oder eine eigene Unterkunft entscheidet, hängt natürlich von euren individuellen Prioritäten ab und davon, wie lärmempfindlich euer Baby ist. Ein Hotel an einer viel befahrenen Straße oder abendliche Animationen am Pool, die bis spät in die Nacht gehen und bis zu euch ins Zimmer schallen, sind dann natürlich nicht zu empfehlen.

Reisezeit ist …

… Schlafenszeit. Sofern ihr es einrichten könnt, plant die Fahrt so spät wie möglich, damit euer Knirps den größten Teil der Reisezeit schläft. Damit kommt nicht nur ihr entspannter am Urlaubsziel an, sondern vor allem euer Kind wird den Orts- und Klimawechsel besser verkraften und sich schneller eingewöhnen. Sofern ihr fliegt, findet ihr in diesem Beitrag noch mal die wichtigsten Tipps.

Fast wie zu Hause

Babys haben sich gerade erst an ein Leben außerhalb eures Bauches gewöhnt. In den ersten Lebensmonaten können die kleinsten Veränderungen von eurem Wurm bereits als große Umstellung wahrgenommen werden. Für den Urlaub heißt es deshalb: Nehmt die Utensilien mit, die euer Baby auch in seinem Alltag um sich hat. Vom Schmusetier über die Kuscheldecke, bis zum Waschmittelduft. Fehlt plötzlich eine wichtige „Kleinigkeit“, kann euer Kind ganz schnell aus dem Wohlfühl-Takt gebracht werden. Und weil es kurz vor dem Urlaub immer viel zu erledigen und schnell mal Stress gibt: Macht euch frühzeitig eine Liste mit den wichtigsten Dingen, die ihr auf keinen Fall vergessen dürft.

Aktiv- oder Strandurlaub?

Weder noch. Zumindest wenn man von den Extremen ausgeht. Sich mit Baby nur am Strand (oder Pool) aufzuhalten, solltet ihr sowieso vermeiden, denn direkte Sonne ist gerade für die sensible Babyhaut über mehrere Stunden tabu. Zudem wird sich euer Knirps nach einigen Stunden bemerkbar machen und von euch ein wenig mehr Bewegung verlangen. Zu viel Action solltet ihr allerdings auch vermeiden. Selbst wenn ihr eine bequeme Babytrage oder ein Babytuch habt – den gesamten Tag mit Baby eine Wanderung zu veranstalten, ist vielleicht ein wenig zu viel des Guten und auch nicht ganz ungefährlich. Ein kleiner Stolperer, wenn eure Kräfte mal nachlassen und euer Kind stürzt mit euch. Plant ihr eine Städtereise und euer Baby ist fit, könnt ihr natürlich auch den gesamten Tag auf Tour sein. Gönnt euch aber regelmäßige Pausen und sucht euch kleine Ruheoasen wie etwa einen schönen Park, See oder ähnliches. Haltet ihr euch immer im Touristenstrom auf, kann es auf die Dauer zu hektisch und laut werden. Übrigens ist ein Städteurlaub mit Baby sogar entspannter als mit einem Kleinkind, das natürlich wesentlich höhere Ansprüche stellt.

Persönlicher Babysitter

Wann seid ihr das letzte Mal mit euren Eltern verreist? Sofern ihr ein gutes Verhältnis habt und sie auch Zeit und Lust haben, fragt sie doch einfach, ob sie euch begleiten wollen.  Dann habt ihr auch mal die Chance, euren Schatz für ein paar Stündchen aus dem Arm geben zu können und als Paar ein ungestörtes Essen, einen Museumsbesuch oder einen romantischen Spaziergang am Strand zu genießen.

Titelbild: © nataliaderiabina

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

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