Gesund

Endlich kauen!

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Oder wenigstens nagen, lutschen oder nuckeln. Babies geben sich nach ein paar Monaten nicht mehr nur mit Mamas Milch und Gläschen-Püree zufrieden. Sie wollen ihre noch nicht, oder nur spärlich, vorhandenen Zähnchen in Erwachsenen-Essen schlagen. Sie sind neugierig und wollen Erfahrungen sammeln, insbesondere kulinarische, und vor allem das essen, was Mama und Papa essen. Aber ab wann kann man anfangen dem kleinen Schatz Möhre, Gurke und Co. zum Probieren zu geben.

Püriert oder doch am Stück? Geraspelt, gehobelt oder in Stücke geschnitten oder lieber doch noch gar nicht? Und welche Sorten sind am besten geeignet? Wenn Flüssignahrung dem Baby nicht mehr reicht und das süße oder herzhafte Püree aus dem Glas auch keine Begeisterungsstürme mehr hervorruft, dann überlegen viele Eltern, die ersten Versuche mit Rohkost und Obst anzustellen. Oftmals geht es dabei ja weniger um die Stillung des Hungers, sondern um die Abwechslung und die Neugier auf das, was die Eltern essen.

Die meisten Kinderärzte und Hebammen geben für die zusätzliche Ernährung mit Rohkost und Obst bereits mit der Vollendung des ersten Lebensjahres grünes Licht. Für einige Experten steht sogar fest, dass einjährige Kleinkinder schon ihren festen Platz an der Familientafel einnehmen sollen und ruhig das essen können, was auf den Tisch kommt – natürlich noch in überschaubaren Mengen, sprich in Probiergrößen. Da euer Kind in dieser Phase natürlich noch ausprobiert, wird es nicht alles mögen, was ihr ihm vorsetzt. Beileibe nicht jedes Kind liebt Matsch-Bananen und Kohlrabistückchen.

In manchen Fällen ist alles eine Frage der Zubereitung. Einige Kinder bevorzugen das Gemüse oder das Obst am Stück, um daran zu nagen, sozusagen als Herausforderung. Andere Kinder wollen nur fein pürierte Kost und verweigern alles, was noch Stückchen enthält, da sie durch die Gläschen-Nahrung nichts anderes gewohnt sind. Die Gefahr des Verschluckens besteht natürlich immer und lässt sich nicht hundertprozentig verhindern. Es ist aber sicherlich ungefährlicher, wenn der kleine Nager an einer ungeschnittenen Karotte kaut und bewusst und konzentriert isst, als wenn er vorgefertigte Stücke arglos in sich hineinschlingt.

Und was den kindlichen Geschmack betrifft: Natürlich findet in vielen Fällen der Apfel leichteren Absatz als der Kohlrabi oder die Gurke. Denn auf den ersten Biss oder Schluck kommt Zucker nun einmal besser an als herzhaftes Gemüse. Süßes, sonst gibt’s Saures, Mama und Papa! Also, rückt schon endlich das Obst raus und verschont uns mit Püree.

Titelbild: © ExQuisine – Fotolia.com

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