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Elimination Communication: Windelfrei im Alter von zwei Wochen

Elimination Communication
Saskia
Geschrieben von Saskia

Mit rund zwei Jahren könnt ihr eurem Kind die Windel abzugewöhnen. Die australische Yoga-Lehrerin, Journalistin und zweifache Mutter Cindy Lever sieht das allerdings anders. Sie praktiziert “Elimination Communication”, was im Deutschen so viel wie “Ausscheidungskommunikation” bedeutet. Genauer heißt das, dass sie bei ihrer Tochter Chloe vollkommen auf Windeln verzichtet und sie ihr kleines oder großes Geschäft stattdessen über dem Waschbecken oder der Toilette verrichten lässt.


Ich bin in der Toilette eines Cafés, gemeinsam mit meinem Mann. Mein zwei Wochen altes Baby macht Kacka in die Toilette und mein armer Ehemann wischt auf, was daneben gegangen ist.

 

Was Mutter Cindy hier schildert, ist kein Unfall, sondern gehört zum ganz normalen Alltag der Familie aus Queensland. Zu dieser Windelfrei-Methode sei Chloe bereits zwei Wochen nach der Geburt in der Lage gewesen.

Es macht Spaß und macht süchtig und ich liebe, dass es eine noch tiefere Verbindung mit meinem Baby ermöglicht”, so die Mutter.

 

So funktioniert Elimination Communication

Laut Lever seien bereits Säuglinge in der Lage, eindeutige Zeichen zu geben, wenn sie zur Toilette müssen. Das funktioniere aber nur, solange dies auch ausreichend trainiert wird. Ansonsten würden Babys die Fähigkeit bis zum sechsten Lebensmonat wieder verlieren. Dass Kinder ihr Geschäft in einer Windel verrichten beruhe lediglich darauf, dass es ihnen ebenfalls antrainiert wird. Und wie genau soll “Elimination Communication” jetzt funktionieren?

Ich nutze dafür eine Kombination aus gesundem Menschenverstand, Instinkt, Timing und meinem Baby zuhören.

 

Lever bringt ihre Tochter beispielsweise immer direkt nach dem Aufwachen und nach dem Essen zur Toilette. Beginnt die Kleine in der Nacht zu strampeln und gibt Geräusche von sich, hält sie sie über das Waschbecken. Einen kurzen Augenblick später schläft Chloe fast schon wieder, gähnt und beginne dann ganz entspannt Pipi zu machen. Und was hat das nun genau mit Training zu tun? Die Yoga-Lehrerin zeigt ihrer Tochter immer ihr Spiegelbild, wenn sie ihr Geschäft über dem Waschbecken verrichtet, sagt dann das Wort “Pipi” und mache dazu das “Psssss”-Geräusch. Muss ihre Kleine groß, sagt sie “Kacka” und hält den Knirps über die Toilette.

Und wenn Mutter oder Vater Lever doch mal falsch oder nicht rechtzeitig reagieren?

Dann läge es laut Cindy daran, dass sie ihrem Kind nicht richtig zugehört haben! Ihren Mann musste die Yoga-Lehrerin allerdings erstmal von der Windelfrei-Methode überzeugen. Nachdem er ihr einige Male dabei zuschaute, wie sie Chloe erfolgreich über das Waschbecken hielt und sie tatsächlich begann, Pipi zu machen, war auch er begeistert.

Er nahm seine neue Erziehungs-Aufgabe an und ist nun genauso süchtig danach wie ich.

Windelfrei trotz Windel

“Elimination Communication” bedeutet übrigens nicht zwingend, dass ihr auf die Windel verzichten müsst. Selbst mit Windel könnt ihr trotzdem versuchen, die Signale eures Knirpses rechtzeitig zu deuten und vor dem eigentlichen Geschäft auf das Töpfchen zu setzen, über das Waschbecken oder die Toilette zu halten.

Ausscheidungskomunikation

Im folgenden Video erfahrt ihr, auf welche Signale ihr bei eurem Kind achten sollt, damit es nicht in die Windel macht oder etwas daneben geht.

“Elimination Communication” hat euch nicht überzeugt? Dann bleibt euch die gewöhnliche Windelentwöhnung “leider” nicht erspart. 😉

Quelle: Daily Mail

Video: YouTube

Titelbild: © Ekaterina Pokrovsky

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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