Unterwegs

Einschulung: Sechs Tipps für aufgeregte Eltern

Saskia
Geschrieben von Saskia

So könnt ihr leichter loslassen und den Tag genießen.

Endlich ist der große Tag gekommen und euer Zwerg wird eingeschult. Ihr seid perfekt vorbereitet und habt an alle wichtigen Dinge wie Schulranzen, eine gut gefüllte Schultüte und das passende Outfit für euren stolzen Sprössling und natürlich auch an euer eigenes gedacht. Dann kann ja nichts mehr schief gehen. Wäre da nur nicht diese “leicht” melancholische Stimmung, die euch schon seit einigen Wochen verfolgt…


 

Aus Sicht der Tante

Auch für meinen kleinen Neffen ging vor zwei Wochen dieser neue und aufregende Lebensabschnitt los. Ganz stolz trug er ein Ungetüm von Schulranzen auf seinem Rücken, konnte seine Raketen-Schultüte kaum selbst tragen (weil die Eltern natürlich viel zu viel Lego hineingepackt haben!) und wer war am aufgeregtesten? Mama und Papa! Bereits in der Kirche saß der ‘kleine Große’ dann schon neben zig anderen schnatternden und hibbeligen ABC-Schützen, die allesamt den beiden Pfarrern (natürlich) kaum zuhörten. 😉 Als dann auch noch der Flötenchor von den älteren Grundschülern fröhliche Kirchenlieder zum Besten gab, hatte dann selbst ich plötzlich Tränen in den Augen. Dabei bin ich doch nur die Tante… Und damit nicht genug, wurde mein Neffe dann sogar in der Grundschule, in die schon meine Schwester und ich stolziert sind, eingeschult. Eine Flut von Erinnerungen, was natürlich doppelte Wehmut bedeutete. Gekrönt wurde dieser halbe Tag der Melancholie dann mit einem Gang in das Klassenzimmer. Stolz wurde der neue Sitzplatz präsentiert, Namensschilder hochgehalten und die erste fiktive Figur sichtbar, die die Kids nun in ihren ersten Lehrjahren beim Schreiben und Lesen lernen begleitet. Mein “Quiesel-Tier” wurde es leider nicht, stattdessen erfreuen sich die Kleinen nun an Eule Egon <3

Einschulung

Der kleine Schatz wird flügge

Ganz klar, tummeln sich gerade in eurem Kopf Gedanken wie: Eigentlich sind wir Eltern doch die besten und wichtigsten Lehrer unseres Kindes. Wer hat ihm denn schließlich das Laufen und Sprechen beigebracht, es in den Schlaf gesungen und getröstet, wenn es hingefallen ist? Dennoch wisst ihr ja eigentlich selbst, dass euch all diese Erinnerungen keiner nehmen kann und auch nicht will. Und immer noch verbringt ihr mit eurem Schatz ganz viel Zeit, selbst wenn nun “der Ernst des Lebens beginnt”.

Mit diesen sechs Tipps, überlebt ihr die Einschulung ohne Verlustängste:

  • Sprecht mit eurem Partner, Freunden oder Eltern über eure Gefühlslage. Das beruhigt und ihr merkt, dass eure Wehmut ganz normal ist.
  • Steht frühzeitig auf, damit der große Tag nicht in Stress ausartet. Das überträgt sich nämlich nicht nur auf euch, sondern auch auf euer Kind.
  • Behaltet eure Verlustangst für euch. Zumindest für diesen halben Tag, damit ihr eure Kinder mit Händchenhalten und Übervorsichtigkeit oder Zurechtweisungen nicht einschüchtert. Schließlich knüpft es bereits an diesem Tag die ersten Kontakte und nicht jedem Kind fällt es leicht, auf andere zuzugehen. Unsicherheit von eurer Seite macht diese Aufgabe nur noch schwieriger. Tränchen sind natürlich trotzdem erlaubt 🙂
  • Seid stolz auf euch und euer Kind. Ihr habt bisher große “Arbeit” geleistet und euren Sprössling fit für die ersten Schuljahre gemacht und freut euch, dass ihr ab jetzt eine weitere wichtige Person hinzubekommt, die euch dabei hilft: den Lehrer.
  • Wenn die ABC-Schützen zur ersten Stunde in ihre Räume verschwunden sind, könnt ihr endlich mal durchatmen. Gönnt euch was vom Kuchenbuffet und redet mit anderen Eltern, sofern sich die Möglichkeit bietet. Dann hört ihr auch aus erster Hand, dass ihr nicht die einzigen nervösen Mamas und Papas seid.
  • Die erste Unterrichtsstunde ist gemeistert. Halst euch nicht zu viel Besuch auf, sondern lasst daheim gemeinsam und im kleinen Kreis dieses Erlebnis Revue passieren. Packt die Schultüte aus und macht euch nach einer Pause an die ersten Hausaufgaben und ihr merkt schnell: Mein “Kleines” braucht mich immer noch! Puh… Glück gehabt 😉

Ihr braucht weitere Tipps, um leichter loslassen zu können? Tamara hat sich natürlich längst mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Bild: © Picture-Factory – Fotolia.com

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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