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Dos und Don’ts in der Schwangerschaft

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Wenn man erfährt, dass man ein Kind erwartet, folgt auf die große Freude oder den ersten Schock bei vielen werdenden Eltern erst einmal Panik. Denn jetzt geht es ans Planen. Informationen müssen eingeholt werden. Was brauchen wir? Was kostet was? Was darf ich als werdende Mami noch? Und was darf ich nicht mehr? Dos and Don’ts in der Schwangerschaft – den meisten von euch sind sie vielleicht schon bekannt, einige sind heiß diskutiert. Wir haben heute für euch ein paar Dos und Don’ts in der Schwangerschaft, die Fragen aufwerfen könnten, zusammengefasst.

Achtet gut auf euch! Das nur vorweg! Auf eurer körperlichen und seelischen Befindlichkeit sollte das Hauptaugenmerk liegen, denn alles was euch die nächsten neun bis zehn Monate betrifft, betrifft auch euer Baby. Wenn ihr euch unwohl fühlt oder der Meinung seid, dass irgendetwas nicht stimmt, schiebt dieses Gefühl nicht beiseite, sondern geht auf Nummer sicher. Außerdem müsst ihr weder die Geburt noch die Schwangerschaft alleine durchstehen. Kümmert euch rechtzeitig um einen Geburtsvorbereitungskurs, eine Hebamme, einen Arzt oder eine Ärztin, denen ihr vertraut und entscheidet euch für einen Entbindungsort. Damit seid ihr gleich zu Beginn auf alle Eventualitäten vorbereitet und habt zudem einen Expertenkreis gegen Unklarheiten aufgebaut. Die Basis ist geschaffen, jetzt kommen die Regeln!

1. Sport ist kein Mord!

Auch wenn es nach einer gewissen Zeit schwerfällt, aber regelmäßige Bewegung gibt werdenden Mamas die Stärke und Ausdauer, die sie brauchen werden, um das zusätzliche Gewicht zu tragen und den Stress während der Geburt besser zu bewältigen. Und auch die beim Sport ausgeschütteten Endorphine und die Wirkung eines guten Körpergefühls sind nicht zu unterschätzen – Schwangerschafts-Blues adé!

Körperliche Aktivität lässt euren Serotoninspiegel, ein Botenstoff, von dem die Stimmung abhängt, steigen. Wenn ihr regelmäßig Sport treibt, dann solltet ihr damit in der Schwangerschaft so lange wie möglich fortfahren. Es sei denn, die ausgewählte Sportart birgt viele Verletzungsrisiken. Schonender Ausgleichssport wie Walken, Schwimmen, Wassergymnastik, Aqua-Spinning, Yoga und Bauchtanz sind eher geeignet. Außerdem könnt ihr so nach der Geburt schneller wieder eure alte Figur zurückgewinnen.

2. Don’t drink!

Ist Alkohol in geregelten Maßen auch während der Schwangerschaft okay? Bei diesem Punkt scheiden sich die Geister. Fakt ist jedoch: Jeder Tropfen Alkohol, den ihr trinkt, gelangt direkt über euer Blut und die Plazenta zu eurem Baby. Daher empfehlen viele Experten, dass Schwangere ganz auf Alkohol verzichten oder zumindest maximal ein Glas pro Tag trinken sollten.

Schwangere Frauen, die viel Alkohol trinken, laufen Gefahr, ein Baby mit Alkohol-Embryofetopathie zu gebären. Kinder mit dieser Krankheit leiden an Wachstumsverzögerung, verminderter geistiger Entwicklung, Verhaltensstörungen und Störungen der Gesichts- und Herzmuskulatur. Um ganz sicher zu gehen, sollte man während der Schwangerschaft und der Stillzeit vielleicht wirklich komplett auf das Glas Wein am Abend verzichten.


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3. Stop smoking!

Während es zu dem Thema „Alkohol in der Schwangerschaft“ mehr als nur eine Meinung gab, sind sich Experten beim Thema „Rauchen“ einig. Das solltet ihr wirklich lieber sein lassen! Also, Problemkerze aus und stattdessen lieber eine Möhre kauen, auch wenn es schwerfällt. Die möglichen Konsequenzen sind gruselig. Schwangere Frauen, die rauchen, erhöhen nämlich damit das Risiko einer Fehl-, Früh- oder Totgeburt und nach der Geburt die Gefahr des plötzlichen Kindstodes. Zudem haben Studien gezeigt, dass Frauen, die während der Schwangerschaft 20 und mehr Zigaretten am Tag rauchen, eher ein Kind mit Lippen- oder Gaumenspalte gebären.

Wahrscheinlich ist es das Beste, mit dem Rauchen aufzuhören, bevor man schwanger wird. Vor allem damit man es sich pünktlich zur Schwangerschaft wirklich abgewöhnt hat. Aber auch jede Zigarette, die ihr in der Schwangerschaft pro Tag weniger raucht, verbessert die Chancen eures Kindes auf eine ungestörte Gesundheit.

4. Ciao, Koffein!

Naja, ganz so drastisch wie bei Alkohol und Zigaretten ist der Einschnitt hier nicht. Aber auch im Fall von Koffein ist es ratsam, vorsichtig mit diesem Stoff umzugehen, obwohl Kaffee, schwarzer Tee und Cola zu den milden Genussmitteln zählen. Entsprechende Untersuchungen lüften nicht die absolute Wahrheit, einige Wissenschaftler glauben jedoch, dass zu viel Koffein zu einem untergewichtigen Baby führen kann. Aktuelle Studien besagen, dass vier Tassen Kaffee pro Tag eurem Kind nicht schaden. Das entspricht ungefähr sechs Tassen Tee oder acht Dosen Cola.

Wer aber lieber doch ganz auf den Wachmacher verzichten möchte, kann auf entkoffeinierten Kaffee, Tee, Fruchtsäfte oder Mineralwasser mit einem Spritzer Zitrone als Alternativen zurückgreifen.

5. Sunny side up?

Die Wirkung von Solarien auf Schwangere ist bisher nicht gut erforscht worden. Es gibt also keine klaren Aussagen darüber, ob die künstlichen ultravioletten Strahlen eurem ungeborenen Baby schaden oder nicht. Aber einige Vorstudien zeigen eine mögliche Verbindung zwischen starker UV-Strahlung und einem Mangel an Folsäure. Jedoch ist Folsäure für Babies gerade in den ersten Schwangerschaftswochen sehr wichtig. Deshalb sollte auf das Bad unter der Höhensonne in den ersten zwölf Wochen verzichtet werden.

Unabhängig von den allgemeingültigen und umstrittenen Wirkungen von Sonne und Sonnenbank merken viele Schwangere, dass ihre Haut empfindlicher ist und sie zu Sonnenbrand neigen. Daher solltet ihr an sonnigen Tagen viel Sonnencreme verwenden und lieber im Schatten bleiben als in der prallen Sonne zu liegen. Auch solltet ihr darauf achten nicht zu überhitzen und ausreichend Flüssigkeit zu euch zu nehmen.

Einige Schwangerschaftshormone regen die Pigmentierung an, was dazu führt, dass ihr Pigmentflecken im Gesicht bekommen könnt. Wenn diese Flecken bei euch auftreten, dann wisst ihr, dass eure Haut sehr sensibel geworden ist. Seid also noch vorsichtiger im Umgang mit Sonnenlicht, denn die Flecken können durch das Sonnenbaden oder Solarium noch größer werden.

Obwohl sich im weiteren Verlauf der Schwangerschaft alle Hauptorgane des Babys entwickelt haben und sonnenbaden damit weniger riskant ist, solltet ihr auf die künstliche Sonne vielleicht doch ganz verzichten, wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt. Könnt ihr nicht ohne, so lasst eure Solarium-Gänge zumindest vom Dermatologen überwachen. Ein gesundes Baby geht schließlich über eine gesunde Bräune.

Titelbild: ©panthermedia.net Borges Samuel


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