Gebloggt Frans Mama-Blog

Die Sache mit der Beckenendlage

Fran
Geschrieben von Fran

Offiziell sind es nur noch knapp 3 Wochen bis zum Geburtstermin, aber die kleine Olivia in Frans Bauch befindet sich seit einiger Zeit in Beckenendlage. Was das nun für ihre geplante Hausgeburt bedeutet, lest ihr hier.


Anfang Januar

Ich befinde mich momentan in der 37. Schwangerschaftswoche – die letzten Wochen über waren stets von der Beckenendlage der Bauchbewohnerin überschattet. Ich wollte mich so gerne voll auf die anstehende Geburt vorbereiten, aber in meinem Kopf wusste ich ja nicht mal, worauf ich mich vorbereiten sollte!
Für die geplante Haus-Wassergeburt? Für eine Entbindung im Krankenhaus, oder gar einen Notkaiserschnitt?

Ich muss gestehen, dass ich etwas neben mir stand und die Gedanken an die Entbindung hinten anstellte.
Nach einem ausführlichen Gespräch mit meiner Hebamme, zog ich zum ersten Mal in Betracht eine äußere Wendung durchführen zu lassen. Dieser Entschluss fiel mir schwer, denn ich bin eigentlich der Ansicht, dass Babys ihre Gründe haben, wenn sie sich nicht drehten. Meine Hebamme empfahl mir die Klinik in Germersheim aufzusuchen. Dort sei die Erfolgsrate der Wendung recht hoch und das Team wirklich auf BEL-Situationen gut vorbereitet.

beckenlage

So kam es nun also dazu, dass ich heute Morgen um halb acht im Auto saß und mich auf den Weg in die Pfalz machte. Das große Tochterkind war mit dabei, zur moralischen Unterstützung.
Im Krankenhaus angekommen, wurde ich, noch bevor ich die Hand des Arztes überhaupt schütteln durfte, erst einmal an ein CTG angeschlossen. Nach deiner halben Stunde verkündete die dortige Hebamme, dass die Zwergin in Bauch Herztöne wie aus dem Lehrbuch hätte. Das war schon mal schön zu hören.

Dann wurde ich ins Behandlungszimmer des Arztes geführt. Er erklärte nur kurz den Ablauf der Wendung und die Risiken. Es war offensichtlich, dass er nicht zu viele Worte verschwenden wollte, bevor er nicht genau wusste, mit was er es zu tun hatte.

Also wurde ich auf die Liege beim Ultraschallgerät gebeten. Wie ich mich hingelegt hatte, stieg mein Puls. Ich war unsagbar nervös. Alice spürte das und eilte gleich zu meiner Seite, um meine Hand zu halten und mich zu umarmen.
Ehe ich wusste, wie mir geschah, grinste der Arzt und deutete auf den Bildschirm, der über mir an der Zimmerdecke befestigt war.

Und ich wagte meinen Augen kaum zu glauben, doch da war er: der Kopf meines ungeborenen Kindes. In meinem Becken. Sie hatte sich klammheimlich gedreht!
Ich konnte und kann mein Glück noch immer nicht fassen! Nach all den Wochen des Bangens, dreht sich der kleine Sturkopf einfach so, unbemerkt, in Startposition!

Mehr Blogeinträge von Fran gibt es auf ihrem Mama-Blog hier beim ma-gazin.

Titelbild: © Franziska Petersen,  Grafik: keine bekannten Urheberrechtsbeschränkungen

Über den Autor

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"Ein Kind zu bekommen, ist eine grosse Entscheidung, denn man entscheidet sich dafür, sein Herz für alle Zeit außerhalb seines Körpers zu tragen." Dieses Zitat ist so wahr, dass es fast schon weh tut. Ich habe durch meine Töchter gelernt, wie unfassbar das Leben durch ein Kinder bereichert wird und liebe jeden Tag mit ihnen. All die Anstrengungen, der Stress, einfach alles, ist es wert. Denn wenn sie mich nur einmal anlächeln, wird mir meine Mühe tausendfach zurückgezahlt.

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