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Die familienfreundlichsten Städte Deutschlands

familienfreundliche Städte
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Welche deutsche Stadt ist wohl die familienfreundlichste?

Als Familie wünscht man sich wohnungsnahe Betreuungseinrichtungen, gesunde Luft, Platz zum Toben und Spielen, verkehrsberuhigte Wohngegenden, sichere Arbeitsplätze und bezahlbare Wohnungen. Dafür bieten sich einige Städte sehr gut und andere wiederum eher gar nicht an. Wir haben Tipps, wie ihr euch einen Überblick verschaffen könnt.


Ein Platz zum Leben und Arbeiten – Rankings und Initiativen

Familien benötigen eine Infrastruktur, die es ihnen erlaubt, das Zusammenleben in der Familie mit einer befriedigenden und finanziell auskömmlichen Berufstätigkeit zu verbinden. Dort, wo die Bedingungen günstig sind, ziehen vermehrt gut ausgebildete junge Paare hin, die Geburtenrate erhöht sich. Gute Lebensbedingungen für Familien sind auch ein wichtiger Standortfaktor für die ortsansässigen Betriebe. Das haben viele Städte und Gemeinden erkannt. Sie bewerben sich bei der gemeinsamen Initiative des Deutschen Komitees für UNICEF e.V. und des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. für die Auszeichnung „Kinderfreundliche Kommune“. Die Initiative begleitet den Prozess von der Standortbestimmung über die Zielvereinbarung bis hin zur Umsetzung eines Aktionsplanes.

Die Zeitschrift WirtschaftsWoche hat unter dem Titelthema „Die besten Städte für Familien“ ein Ranking durchgeführt, in dem sie die 71 kreisfreien Städte auf Faktoren wie Bildungschancen, Betreuungsmöglichkeiten, Anzahl der Straftaten, naturnahe Flächen im Stadtgebiet sowie die Geburtenrate pro Frau hin überprüfte. Bei dieser Erhebung von 2013 gelangten Universitätsstandorte in kleinen Großstädten auf die ersten Plätze. Darmstadt, Jena, Erlangen, Heidelberg und Potsdam führen hier die Liste an.

Der „Familienatlas 2012“, den das Institut Prognos im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt hat, untersucht dagegen ganze Regionen in Bezug auf Faktoren, die für Familien wichtig sind. Er bietet eine detaillierte Analyse der vorhandenen Angebote für Familien, aber auch der Verbesserungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten der jeweiligen Region. Drei Hauptaspekte, Beruf und Familie, Wohnen sowie Bildung und Freizeit werden in Beziehung gesetzt zu demografischen Daten und Arbeitsmarkt-Daten. Auch hier liegt Potsdam ganz vorn, während die Städte des Ruhrgebiets die hinteren Plätze einnehmen.

Das Internetportal meinestadt.de führte 2009 eine Online-Umfrage durch. Auch hier war eine Ruhrgebietsstadt das Schlusslicht. Im Gegensatz zu den oben genannten Untersuchungen gelangte jedoch Potsdam nur auf Platz 71 von 81 Städten, Darmstadt immerhin auf Platz 24. Auf den ersten Plätzen liegen hier Berlin, Hamburg und Köln.

Fazit

Wenn Kinder nach den Wünschen an ihre Stadt befragt werden, stehen Grünflächen, saubere Spielplätze, ein langsamer Autoverkehr und sichere Rad- und Gehwege ganz oben auf der Wunschliste.

Wenn ihr als Eltern verschiedene Jobangebote habt und euch überlegt, welche Stadt wohl die besten Bedingungen für deine Familie bietet, können euch diese Arten der Umfragen und Studien zur Familienfreundlichkeit durchaus eine erste Orientierung bieten. Allerdings ergeben sie wegen unterschiedlich gewählter Schwerpunkte ein durchaus uneinheitliches Bild. Zudem existieren oft gravierende Unterschiede in der Lebensqualität der verschiedenen Stadtviertel, die in den Untersuchungen nicht auftauchen. Deshalb solltet ihr euch zusätzlich zu den Statistiken ein persönliches Bild machen, in dem ihr selbst vor Ort wart und möglichst Bekannte sowie die Informationsseiten der Stadtverwaltung befragt habt.

Titelbild: © cliplab.pro – Fotolia.com

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