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Dicke Baby-Kleidung reicht nicht!

Saskia
Geschrieben von Saskia

Kälteschutz für die Kleinsten

Eigentlich ist es ja ganz einfach: Wenn es kalt wird, solltet ihr vor allem die Kleinsten warm einpacken. Habt ihr gerade erst entbunden, reagieren eure Babys allerdings noch ein wenig sensibler auf winterliche Temperaturen. Ihr denkt, dass eine dicke Jacke, ein Schal und eine Mütze ausreichen, um euren Schatz warm zu halten? Das stimmt leider nicht ganz. Doch wie sollte die perfekte Baby-Kleidung im Winter aussehen?


Falls zur Geburt eures Babys noch immer Minusgrade herrschen, solltet ihr in den ersten Tagen nicht länger als eine halbe Stunde spazieren gehen. Ansonsten gilt aber natürlich, dass ihr mit regelmäßigen Spaziergängen die Abwehrkräfte eurer Kleinen stärkt.

Die KHF-Regel

Noch nie gehört? KHF steht für Kopf, Händchen und Füßchen. Ganz abgesehen vom Rest der Kleidung sollten diese Körperteile immer gut vor Kälte geschützt werden, da ein Mensch darüber die meiste Wärme verliert. Achtet bei den Mützchen auch darauf, dass die empfindlichen Ohren eurer Babys mit bedeckt werden und fühlt zwischendurch immer mal an den Händen und Füßen, ob sie warm genug sind. Fühlen sich die Füßchen oder auch der Nacken heiß an, wird eurem Baby zu warm sein. Sind die Füße oder auch der Bauch kalt, benötigt es mehr Wärme. Ist euer Kleines schon sehr dick angezogen, könnte es vielleicht sinnvoller sein, es in einer Trage am Körper zu tragen, anstatt es in den Wagen zu legen.

Zwiebel-Lagen

Grundlegend gilt die Faustregel, dass ihr eurem kleinen Schatz immer eine Lage mehr anziehen solltet, als ihr selbst gerade tragt. Der Lagen-Look hält wesentlich wärmer, als eine dicke Daunenjacke und sofern ihr vom Kalten ins Warme kommt, könnt ihr eurem Zwerg die dickste Schicht ganz schnell ausziehen – egal, ob ihr gerade in einem Supermarkt, Café oder kurz bei Nachbarn zu Besuch seid. Befreit eure Kleinen von der wärmsten Schicht, denn Babys können ihren Temperaturhaushalt noch nicht selbst regulieren. Das Überhitzen kann zur Folge haben, dass die ersten Schichten nassgeschwitzt werden und euer Baby folglich draußen beginnt, zu frieren.

Fleece ist besser als Wolle

Wolle hält wärmer als Baumwolle, aber für eure Würmchen sollten beide Materialien nicht unbedingt ausgewählt werden. Da richtige Wolle meist auch kratzt, entscheidet euch lieber für kuschelige und weiche Kunstfasern aus Polyester, wie zum Beispiel Fleece oder Mischgewebe, das nur einen geringen Anteil an Wolle enthält. Fleece erzeugt ein wärmespeicherndes Luftpolster, ist aber nicht wasserabweisend. Zieht es daher als Zwischenlage und nicht als unterste oder oberste Lage an. Baumwolle kratzt zwar nicht, hält aber auch nicht wirklich warm, kühlt schnell aus und speichert Feuchtigkeit. Wählt für die Unterwäsche also im besten Falle Kunstfasern, die die Feuchtigkeit nicht speichern. Achtet außerdem darauf, in welchen Stoffen euer Kind am friedlichsten ist und natürlich, ob es von Wollkleidung möglicherweise sogar Ausschläge bekommt oder es versucht, sich zu kratzen.

Fußsack oder Schneeanzug?

Beides ist sinnvoll, wenn ihr es nicht gemeinsam verwendet. Entscheidet ihr euch für einen Schneeanzug, verzichtet auf einen Fußsack. Wählt ihr lieber diesen, benötigt ihr zwar immer noch eine dickere Winterjacke, aber solltet bei der Hose auf zu warme Stoffe verzichten. Wählt entweder eine dickere Strumpfhose, Leggings oder eine andere gemütliche und eher luftige Variante. Generell empfiehlt sich für die ersten Lebensmonate eher der Fußsack und für Kinder, die schon krabbeln oder laufen können, der Schneeanzug. Dieser sollte allerdings nicht zu schwer und zu steif sein, da er die Beweglichkeit eurer Zwerge einschränkt. Mehrere Schichten anstatt einer wuchtigen sind also immer noch empfehlenswerter.

Cremes und Kinderwagen

Den Großteil der Haut habt ihr mit kuscheliger Babykleidung und durch mehrere Lagen geschützt. Die Händchen und das Gesicht solltet ihr dennoch vor jedem Gang in die Kälte mit einer fetthaltigen Babycreme eincremen. Gesellt sich auch noch die Sonne hinzu, achtet auf einen integrierten UV-Schutz und gegebenenfalls sogar auf eine Sonnenbrille.

Bei richtig eisigen Temperaturen könnt ihr neben der Kleidung zusätzlich den Kinderwagen mit einer Isomatte aufrüsten. Auch den Regenschutz solltet ihr immer dabei haben, da dieser nicht nur vor Regen, sondern natürlich auch vor Wind und Schnee schützt. Bevor ihr euren Wurm hinein legt, könnt ihr den Wagen auch kurz mit einem Kirschkernkissen oder einer Wärmflasche vorwärmen. Übertreibt es aber nicht, damit der Kinderwagen nicht plötzlich zur schweißtreibenden Sauna wird.

Bild: © famveldman – Fotolia.com

Über den Autor

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Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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