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Der Storch war’s! – Wo die Babys wirklich herkommen

Der Storch war’s! – Wo die Babys wirklich herkommen
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

„Mama, wo kommen eigentlich die Babys her?“ – Tja, jetzt habt ihr den Salat! Die Frage aller Kinder-Fragen, bei der Väter zur Beantwortung gerne auf die Mutter verweisen und Mamas dann einen roten Kopf bekommen. Nun habt ihr zwei Möglichkeiten: knallharte Ehrlichkeit oder eine blumige Geschichte erfinden. Wenn ihr der Meinung seid, dass eure Süßen noch nicht reif genug für die Wahrheit sind, dann haben wir hier ein paar schöne Alternativen plus zugehöriger Fun Facts für euch.


Die Kinder bringt der Klapperstorch

Der Klapperstorch ist wohl die bekannteste Ausrede für die schönste Nebensache der Welt und ihrer Konsequenz. Am beliebtesten ist wohl die Version, in der der dünne, schwarz-weiße Vogel das Baby in einem Bündel in seinem roten, langen Schnabel trägt und vorsichtig vor die Tür der Paare legt, die sich sehnlichst ein Kind wünschen. Aber woher kommt dieses Bild? Die Geschichte vom Klapperstorch hält sich bereits hartnäckig seit über 300 Jahren. Im Mittelalter war „des Mannes Storch“ eine der vielen Umschreibungen für das männliche Glied. Und statt die Babys zu überbringen, biss der Storch der Frau ins Bein, was als Synonym für den Geschlechtsakt stand. Doch woher hatte der gefiederte Freund nun die Babys? Nun, da der Storch gerne Frösche aus dem Teich fraß, musste er zwangsläufig auch die Kinder dort gefunden haben. Ist doch logisch, oder?

Wasser – Ursprung des Lebens

Das Wasser ist ein entscheidendes Symbol in der Geburtsmythologie. Deshalb wurde Kindern früher oft erzählt, dass sie aus dem Brunnen kamen, den eigentlich fast jede Familie hinter dem Haus hatte. Eigentlich gar nicht so weit hergeholt, wenn man bedenkt, dass Babys neun Monate lang im Fruchtwasser der Mutter herumschwimmen. Und auch in der alttestamentarischen Geschichte über den Befreier des israelischen Volkes Moses, wird dieser als Baby von seiner Ziehmutter aus dem Nil gefischt. Also enthält zumindest dieser Mythos ein Fünkchen Wahrheit.

Kindergarten

Eine weitere liebevolle „Wahrheit“ über die Herkunft der Babys stammt aus Amerika. Dort bringen auch heute noch Mamas und Papas ihre Kleinen mit einer Gute-Nacht-Geschichte zu Bett, die davon erzählt, dass Kinder im Garten als Kohlköpfe wachsen. Irgendwann gehen die „werdenden“ Eltern dann ins Beet und „pflücken“ sich ihr Lieblingskind. Mit dieser Sage muss auch Spielzeug-Erfinder Xavier Roberts großgeworden sein, denn er erfand in den 70er-Jahren die „Cabbage Patch Kids“ – weiche Plastikpuppen, die mit ihren runden Gesichtern freundlich aus Kohlkopfblättern hervorschauen. Als diese Puppen auf den Markt kamen, gab es wahre Begeisterungstumulte in den Spielzeugabteilungen. Kinder kamen in Scharen und suchten sich aus allen „Cabbage Patch Kids“ ihren Favoriten aus – so wie ihre Eltern es angeblich auch mit ihnen gemacht haben.

Bild: Joachim Neumann

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