Erfolgreich

Crashkurs für Rabenmütter

Rabenmütter
Saskia
Geschrieben von Saskia

And the Oscar goes to …

Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir widmen uns heute den angeblich schlechten Mamis unter euch. Uns sind auf Anhieb fünf Alltagssituationen eingefallen, die Mamas ganz schnell zu Rabenmüttern machen. Und wir sind der Meinung, dass es viel zu wenig von „eurer Sorte“ gibt. Deshalb haben wir den ultimativen Crashkurs für alle, die ihr Rabenmutterdasein perfektionieren wollen. 😉


Eine Rabenmutter kümmert sich nicht gut um ihre Kinder. Das stimmt sicherlich. Fatal wird die Definition dann, wenn das “Kümmern” ausschließlich durch die Masse an Zeit und an dem äußerlichen Perfektsein fest gemacht wird. Das wisst ihr natürlich längst und dennoch seid ihr in den Augen anderer exakt aus diesen Gründen eine schlechte Mama und habt das Gefühl, euch immer wieder rechtfertigen zu müssen? Vielleicht hilft euch unser Rabenmütter-Crashkurs, um das Geschwätz besser wegstecken zu können 😉

„Du gehst arbeiten?!“

Der wohl gängigste Vorwurf, den sich eine Rabenmutter immer wieder anhören darf. So schwer es euch dann auch fällt, die Ruhe zu bewahren: Steht zu eurem Entschluss und rechtfertigt euch nicht vor anderen. Es spielt dabei nämlich keine Rolle, ob ihr diese Entscheidung für euch oder aus einem finanziellen Aspekt getroffen habt. Fakt ist: Nur weil ihr nicht 24 Stunden täglich für euren Schatz da seid, könnt ihr genauso treusorgend, verantwortungs- und liebevoll sein. Im Umkehrschluss heißt das übrigens auch, dass eine Mutter, die rund um die Uhr für ihre Kekse da ist, diesen zu wenig Aufmerksamkeit schenken kann.

„Dein Haus ist aber nicht das ordentlichste!“

Heißt auch so viel wie: Wenn deine Wohnung schon nicht blitzeblank ist, wie sollst du dann bitte die Erziehung deines Kindes im Griff haben? Was für ein Quatsch! Denn als Familienoberhaupt gekonnt die Prioritäten festzulegen zeugt wohl eher davon, dass euch euer und das Wohl euer Liebsten wichtiger ist, als ein lupenreiner Fußboden und Fenster ohne Patschehändchenabdrücke.

“Du hast nicht selbst gebastelt?”

Ob das Weihnachts-, Schultüten oder Laternenbasteln: Wenn Mama den Kram nicht selbst zusammengeklebt hat, nimmt sie sich nicht genug Zeit für den Nachwuchs und sollte sich schämen. Kennt ihr? Um euch zu beruhigen, viele Mütter haben zu wenig Zeit, um sich in der Kita, dem Kindergarten oder der Grundschule laufend den Bastelkursen anzuschließen. Ihr habt Zeit, aber keine Lust und euer handwerkliches Geschick lässt zu wünschen übrig? Was für eine treusorgende Mutter eure Kleinen doch haben! Stellt euch nur mal vor, sie müssten euer Basteldesaster ausbaden?! Dann doch lieber eine gekaufte Schultüte, die den ersten Schultag in den Armen eures stolzen Knirpses mit Bravour meistert 😀

„Nie kommst du zu unseren Elterntreffen!“

Natürlich nicht! Denn zum einen seid ihr ja berufstätig und legt auch mal gerne fünf Minuten die Füße auf die Couch und selbst wenn ihr die Zeit hättet: Wer hat jemals gesagt, dass Eltern mit anderen Eltern zusammensitzen müssen, um das eigene Kind gut zu erziehen?! Auch hier gilt: Lasst euch nicht in die „Schäm-dich-Ecke” drängen und entscheidet ganz allein für euch, wann ihr die Zeit, Kraft und Lust habt, diese Treffen zu besuchen. Manchmal ist ein gemütliches Kaffeetrinken mit der kinderlosen Freundin oder einer weiteren „Rabenmutter“ halt einfach entspannter. 😉

„Dein Mann arbeitet mehr als du und er soll im Haushalt helfen?!“

Was so viel heißt wie: Kümmere dich mal ein wenig mehr um deinen Liebsten UND die Frau hat sich um die Erziehung und den Haushalt zu kümmern! Das können die „anderen“ ja auch gerne noch weiter fleißig zelebrieren, aber ihr macht es halt anders. Beide Elternteile gehen arbeiten und somit teilt ihr euch auch die Hausarbeit und die Erziehung. Noch Fragen?!

Titelbild: © VadimGuzhva

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

Hinterlasse ein Kommentar