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Checkliste: Wie finde ich eine gute Kita?

wie finde ich eine gute kita
Saskia
Geschrieben von Saskia

Bonuspunkte statt Perfektion.

Kita-Plätze sind rar. Deshalb bleibt Eltern manchmal nichts anderes übrig, als den erstbesten freien Platz zu nehmen. Damit ist das letzte Wort allerdings noch nicht gesprochen. Denn schlussendlich wird euer Kind mit entscheiden, ob es sich dort gut aufgehoben fühlt oder nicht. Und natürlich werdet ihr es ebenfalls nicht mit eurem Gewissen vereinbaren können, wenn ihr nach den ersten Wochen feststellt, dass euch das Programm, der Umgang mit euren Kleinen oder die Kommunikation mit den Erziehern und Erzieherinnen nicht gefällt. Die Frage aller Fragen: “Wie finde ich eine gute Kita?” Mit unserer Checkliste könnt ihr die größten Bedenken gleich beim Kennenlerngespräch aus dem Weg räumen!


Und dieses solltet ihr auf jeden Fall vor dem ersten Kitatag eures Kindes führen und in eure Entscheidung, ob euer Kind dort gut aufgehoben ist, mit einfließen lassen. Einige Punkte werden euch sicher auch spontan einfallen und andere Dinge merkt ihr erst, wenn euer Knirps bereits einige Tage oder Wochen dort verbracht hat.

Wie finde ich eine gute Kita?

Mit folgender Checkliste:

1. Kennt die Bedürfnisse eures Kindes

Nicht ihr, sondern euer Kind wird in dem Kindergarten einen Großteil seiner Zeit verbringen und die ersten Kontakte zu Gleichaltrigen ganz ohne eure Anwesenheit knüpfen. Ist euer Kind bislang eher schüchtern? Tobt es gerne herum oder mag es eher künstlerische Bereiche wie malen und/oder musizieren? Diese Aspekte solltet ihr in die Wahl mit einfließen lassen.

2. Betreuungszeiten und Kommunikation

Natürlich sollten die Betreuungszeiten zu eurem Tagesablauf passen, beziehungsweise sollte es möglich sein, dass ihr diese relativ flexibel anpassen könnt. Auch der Weg sollte für euch nicht in Stress ausarten. Des Weiteren sollte mit den Erziehern eine aus eurer Sicht gute und vertrauensvolle Kommunikation möglich sein. Habt ihr gleich beim ersten Gespräch das Gefühl, dass es überhaupt nicht harmoniert, solltet ihr eure Wahl noch mal überdenken. Missverständnisse oder offene Fragen lassen sich aber bekanntlich hin und wieder auch durch ein freundliches Gespräch aus dem Weg räumen. 🙂

3. Genügend Erzieher

Zwei Erzieher sind durchschnittlich für 25 Kinder verantwortlich. In Krankheitsfällen sollte die fehlende Kraft ersetzt werden können.  Ihr wisst ja selbst, wie anstrengend es sein kann, wenn ihr euch über Stunden um mehrere Kinder kümmern und dass ihr eure Augen dann überall gleichzeitig haben müsst.

4. Platz und Gemütlichkeit

Wie finde ich eine gute Kita? Indem ihr bei eurem ersten Besuch auf einen Rundgang durch die Räumlichkeiten besteht und auch einen Blick auf das Außengelände werfen könnt. Haben die Kleinen genügend Platz, um sich mit unterschiedlichen Dingen beschäftigen zu können? Sind die Räume sauber, hell und gut durchlüftet? Gibt es neben Spielbereichen auch gemütliche Ecken, die es euren Kleinen ermöglichen, einfach mal zu entspannen? Mit Sauberkeit meinen wir übrigens keine absolute “Keimfreiheit”. In einem Kindergarten gehört es dazu, dass die Böden regelmäßig sandig und die Waschräume auch mal schnell mit Zahnpasta und Seife verschmiert sind. Allerdings solltet ihr keine total verstaubten Möbel und fleckige Teppiche vorfinden, die Toiletten sollten gepflegt aussehen und Tische sollten frei von Essensresten und anderen klebrigen Dingen sein. Zu guter Letzt sollte auch das Außengelände groß genug und in verschiedene Spielbereiche unterteilt sein.

5. Bonuspunkte

Bei unserer Checkliste geht es nicht um DIE PERFEKTE Einrichtung. Ihr habt euch die Räume etwas größer oder heller vorgestellt? Stattdessen wird aber viel Zeit im Freien verbracht? Und zwar weniger auf dem Außengelände sondern mehr auf Wald und Wiesen? Selbst regelmäßige Ausflüge zur örtlichen Feuerwehr, zu Vorleseevents, etc. gehören zum normalen Programm? Dann wird es eure Kleinen sicher nicht stören, wenn der Puppenstubenbereich etwas kleiner ausfällt als erhofft.

6. Zufriedenheit des Kindes

Und diesen Punkt werdet ihr wahrscheinlich erst im Laufe der Zeit analysieren können. Zu Beginn ist schließlich alles noch ganz neu und kann einem Kind gehörig Respekt einflößen oder sogar Angst machen. Ob es mit den Erziehern und den neuen Spielkameraden zurechtkommt, werdet ihr also erst nach und nach und auch durch regelmäßiges Nachfragen erfahren. Achtet auf die Stimmung eures Kindes und fragt vor allem in der ersten Zeit die Erzieher, wie sich euer Knirps in der neuen Umgebung macht. Die Eingewöhnungsphase in den Kindergarten verläuft immer vollkommen unterschiedlich. Ist diese überstanden und eure Kleinen haben (immer noch) Probleme mit bestimmten Kindern oder sogar Angst und/oder mögen die Erzieher nicht, solltet ihr vor einem Wechsel Gespräche mit den betroffenen Eltern und/oder Erziehern suchen.

Titelbild: © Claudia Paulussen

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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