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Burnout bei Müttern: So meistert ihr die Krise!

Burnout bei Müttern
Saskia
Geschrieben von Saskia

Mütterkur oder Mutter-Kind-Kur?

Mamas sind Erziehungsberechtigte, Vorbilder, (Ehe-)Partnerin, berufstätig, und pflegen häufig sogar noch “nebenbei” die eigenen Eltern. Kurz: Ihr tragt die Hauptlast der gesamten Familie. In guten wie in schlechten Zeiten, löst ihr Konflikte, tröstet, schmeißt den Haushalt, organisiert den Urlaub und? Vergesst eure eigenen Bedürfnisse dabei viel zu häufig. Geschieht Letzteres über einen längeren Zeitraum, kann das zu chronischen Erschöpfungszuständen bis hin zu einem Burnout bei Müttern führen. Und dann?


Schämt ihr euch vielleicht sogar vor euren Liebsten, weil ihr damit suggeriert: “Mir ist alles zu viel und ihr irgendwie auch.” Dabei habt ihr euch eine Familie gewünscht. Und dies bedeutet nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, sondern auch viel Arbeit, Geduld und sich selbst meist hinten anzustellen.

“Fremde Menschen in meinem Umfeld urteilen, wie eine vermeintlich gute Mutter zu sein hat. Sie hat ihre Bedürfnisse hinten anzustellen, sich für das Kind aufzuopfern und gefälligst glücklich zu sein“. Doch das sei eben nicht unbedingt der Fall”, sagt Sarah Fischer, Autorin des Buches “Die Mutterglück-Lüge”. (Quelle: BUNTE.de)

Burnout bei Müttern vorbeugen: Raus mit der Sprache!

Das ist leichter gesagt, als getan. Und um eurem Partner und den Kindern mitteilen zu können, dass es euch bereits seit Längerem nicht gut geht, müsst ihr euch erstmal selbst eingestehen, dass ihr so wie bisher nicht weitermachen könnt. Je nachdem, wie alt euer Nachwuchs ist, sollten sie eh nicht alles en Detail erfahren. Mit eurem Partner müsst ihr aber in jedem Fall sprechen. Seid ihr allein erziehend, sucht ein Gespräch mit euren Eltern, Geschwistern oder engsten Freunden. Setzt zudem euren Hausarzt in Kenntnis. Mit ihm könnt ihr weitere ärztliche Schritte und mögliche psychotherapeutische Maßnahmen besprechen. Übrigens können hin und wieder auch mal kleinere Notlügen für Mütter dabei behilflich sein, dass ihr zwischendurch ein wenig Zeit für euch habt. 😉

Durchatmen: Mütterkur oder Mutter-Kind-Kur

Wenn euch und eurem Umfeld bewusst ist, dass ein Burnout nicht mehr weit entfernt ist und ihr auf die Bremse treten müsst, kann eine Kur der perfekte Start sein, euer Bewusstsein für euch selbst und euren Alltag motiviert umzukrempeln. Egal, ob ihr eine Mütterkur oder eine Mutter-Kind-Kur bevorzugt, ihr könnt bei beiden endlich neue Kraft tanken und werdet dabei ärztlich begleitet. Raus aus dem Alltag, viel frische Luft, lange Spaziergänge, nicht jeden Tag für alle und jeden parat stehen und nicht um 13 Uhr das Mittagessen servieren müssen. Klärt mit eurer Krankenkasse, inwieweit sie die Kosten für eine rund dreiwöchige Kur trägt.

Was die Mütter- von der Mutter-Kind-Kur unterscheidet, erfahrt ihr hier.

Bei der BIG gehören folgende Services zum Kur-Programm

  • medizinische und ärztliche Behandlung
  • Bewegung
  • Gruppen- und Einzelgespräche
  • psychologische Beratung
  • Entspannungsverfahren
  • Ernährungsberatung
  • kreative und musische Angebote
  • Bei einer Mutter-Kind-Kur werden eure Kinder von pädagogischen Fachkräften betreut; Erkrankungen und gesundheitliche Störungen werden behandelt. Für schulpflichtige Kinder gibt es sogar einen schulunterstützenden Unterricht.

Beantragung: Attest und Kosten

Die Kosten werden normalerweise von jeder gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Hinzu kommt ein Eigenanteil von 10 Euro pro Tag (insgesamt rund 220 Euro) für Erwachsene. Ausnahmen bestehen dann, wenn ihr die Eigenanteilsgrenze von 2 Prozent eures Jahreseinkommens (1 Prozent bei chronischen Erkrankungen) nicht überschreitet. Kurbedürftige Kinder sind von der Zuzahlung befreit, für Begleitkinder bis 12 Jahre fallen bei der BIG ebenfalls keine Kosten an. Um eine Kur bewilligt zu bekommen, benötigt ihr ein ärztliches Attest und müsst bei eurer Krankenkasse einen Antrag auf Kostenerstattung stellen.

Titelbild: ©  sborisov

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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