Gesund

Gesunde Nahrung und Mundhygiene gehen Hand in Hand

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

In Sachen Brei und Babynahrung gibt es ja jede Menge Punkte, die man beachten sollte. Da gibt es verschiedene Getreidesorten, Brei mit oder ohne Früchten drin, außerdem gibt es Fertigbreie, die nur mit Wasser angerührt werden, Vollmilch-Getreidebreie und andere Varianten. Aber auch die anschließende Mundhygiene eures Sprössling sollte nicht zu kurz kommen. Wir erklären euch, was beim Thema Essen und Pflege der wachsenden Zähnchen wirklich wichtig ist.

Spätestens, wenn die ersten 6 Lebensmonate vorüber sind, wird es an der Zeit, dass euer Sprössling Beikost bekommt. Die Gabe von Beikost sollte natürlich immer individuell in Abhängigkeit vom Gedeihen und der Essfähigkeit des Kindes stattfinden, in der Regel aber nicht später als zu Beginn des 7. Lebensmonats und keinesfalls vor dem Beginn des 5. Monats. Den richtigen Brei zu finden, ist gar nicht so einfach. Denn ihr müsst wissen, Brei ist eben nicht gleich Brei, besonders was die Inhaltsstoffe angeht.

Welches Getreide ist das richtige und was ist eigentlich mit Gluten?

Als allererstes ist festzuhalten, dass ihr mit einem leicht verdaulichen Getreide anfangen solltet, um euer Baby an die Beikost heranzuführen. Die meisten Experten empfehlen, mit Reis als Basis anzufangen, weil dieser besonders leicht verdaulich ist. Er ist glutenfrei und allergenarm und deswegen gut als Einsteigergetreide zu empfehlen. Außerdem ist er gut geeignet, falls euer Baby zu Magen-Darm-Irritationen neigt. Allerdings ist Reis eher nährstoffarm. Es gibt aber auch Babys, die auf Reis allergisch reagieren, wenn euer Kleines dazu gehört, solltet ihr mit Brei auf Haferbasis beginnen, dieser ist auch leicht verträglich und hat einen hohen Gehalt an Nährtstoffen wie Vitamin B1, Eisen und Kalzium.
Weitere Getreidesorten, die ihr nach der ersten Einführung für die Nahrung eurer Kinder verwenden könnt, sind Hirse, Dinkel, Weizen und Roggen. Falls euer Baby eine Glutenunverträglichkeit aufweisen sollte, merkt ihr das besonders an Durchfall, Blähungen, Erbrechen und einem aufgeblähten Bauch. In diesem Falle solltet ihr die Finger von Hafer, Weizen, Dinkel und Roggen lassen und auf Reis oder Hirse ausweichen.

Fertigbreie meiden

Das sagt sich zwar so einfach, denn viele von euch haben vielleicht nicht genügend Zeit und möchten den Brei nur schnell mit Wasser anrühren. Außerdem sind sie ja auch einfach sehr praktisch. Allerdings sind in diesen Fertig-Mahlzeiten viele unnötige Zusätze enthalten, auf die ihr lieber verzichten solltet, Beispielsweise gefriergetrocknetes Obstpulver sowie Emulgatoren(Stabilisatoren für eine vereinfachte Anwendung). Oft ist es auch so, dass diese Fertig-Breie gar kein Vollkorngetreide enthalten und für den guten Geschmack mit Zuckerzusätzen versehen sind. Abgesehen davon enthalten die meisten dieser Produkte zu wenig Nährstoffe, welche für ein starkes Wachstum und eine gesunde Entwicklung von Nöten sind. Und die vielen Geschmacksrichtungen, die es mittlerweile gibt, wie beispielsweise Apfelstrudel oder Stracciatella, werden durch Zugabe von Aromen, Nüssen und Gewürzen erreicht, welche das Allergierisiko eures Babys nur unnötig erhöhen.


Deutsche Standards sind mit die besten

Wusstet ihr, dass Deutschland eine der strengsten Vorschriften für Lebensmittel weltweit hat? In der deutschen Diätverordnung ist festgehalten, dass die Zusammensetzung von Babynahrung ganz speziellen Vorschriften unterliegt und alle deutschen Hersteller von Babynahrung werden genauestens auf die Einhaltung dieser kontrolliert. Es muss nicht nur gekennzeichnet werden, wenn es sich um ein Fertigprodukt handelt, es gibt auch exakte Angaben für die Inhaltsstoffe. Da diese Auflistung des Bundesamtes jedoch dem Rahmen sprengen würde, hier eine kurze Übersicht:

Es dürfen keine Rückstände von Pflanzenschutz-, Schädlingsbekämpfungs- und Vorratsschutzmitteln enthalten sein, genauso wenig wie andere Schadstoffe, z.B. Schwermetalle. Rohstoffe, die mit diesen Mitteln behandelt wurden, dürfen gar nicht erst verwendet werden. Außerdem sind chemische Konservierungsstoffe, künstliche Farb- und Aromastoffe sowie Süß- und Zuckeraustauschstoffe verboten. Die Hersteller kontrollieren anhand bestimmter Vorgaben die Keimbelastung, vor allem bei Milch, Milcherzeugnissen oder Milchbestandteilen wird ein sehr hoher Hygiene-Standard garantiert. So werden Babys optimal vor Infektionen geschützt.

Deutsche Hersteller garantieren also nur 1A-Babynahrung für euch und eure Kinder, aus diesem Grund werden auch viele der Produkte in großen Mengen zu Familien im Ausland verschickt, weil man sich wirklich auf die deutsche Qualität verlassen kann. Eine gute Übersicht über Marken, auf die ihr euch verlassen könnt, bekommt ihr auf windeln.de/babnahrung/babybrei. Zu diesen deutschen Herstellern gehören natürlich auch die großen Namen wie Hipp, Milupa, Nestlé oder auch Kölln.


Welche Nährstoffe braucht ein Baby?

Vor allem in den ersten zwei Lebensjahren ist eine bedarfsdeckende Versorgung mit Nährstoffen besonders wichtig, weil eure Kleinen in dieser Zeit am schnellsten Wachsen, weshalb der Nährstoffbedarf hier am höchsten ist. Muttermilch ist aufgrund ihrem hohen Gehalt an Proteinen und Vitaminen besonders wichtig für die Energie- und Nährstoffversorgung eures Babys. Denn Eiweiß ist essenziell für den Aufbau von Muskeln, Gewebe und das Funktionieren von Stoffwechselvorgängen. Allerdings hat Muttermilch eine eher niedrige Konzentration an beispielsweise Eisen und Zink, deswegen ist es zwischen dem 6. Und dem 24. Lebensmonat umso wichtiger, dass die Beikost, die ihr eurem Sprössling gebt, besonders nährstoffreich sind. Eisen ist beispielsweise wichtig für den Sauerstofftransport im Körper und Zink wird für ein gesundes Wachstum und die Sehförderung benötigt. Außerdem unterstützt es die Wundheilung und die Immunkraft, indem es bei der Herstellung von Abwehrzellen verwendet wird. Aber auch Kalzium für den Knochenaufbau und insbesondere B-Vitamine sind unerlässlich, damit euer Baby zu einem gesunden Menschen heranwachsen kann.

Mundhygiene ab Anfang an

Schon bei der Geburt sind die Kronen der Milchzähne fertig entwickelt. Sie werden jedoch erst zwischen dem sechsten und dem achten Lebensmonat sichtbar. Das erste Gebiss eurer Kleinen (das “Milchgebiss”) ist mit acht Schneide-, vier Eck- und acht Mahlzähnen vollständig.
Aber Mundhygiene fängt nicht erst mit dem Wachsen der Zähne an! Sondern direkt nach der Geburt. Anfangs reicht ein weiches Mikrofasertuch, mit dem man den Gaumen saubermachen kann und so das Kind langsam an die tägliche Mundhygiene gewöhnt. Sobald sich der erste Zahn blicken lässt, geht es aber richtig los: tägliches Zähneputzen mit speziellen Babyzahnbürsten und der erste Zahnarztbesuch stehen auf dem Programm. Geputzt wird vor allem bei Kindern mit einer flouridhaltigen und geschmacksneutralen Zahncreme. Solltet ihr nicht sicher sein, welche Zahnpasta geeignet ist bzw. wie viel Flourid gut für euer Kind ist, hilft euch euer Zahnarzt bestimmt gern weiter.

 

Titelbild: © Heike Rau – Fotolia.com

Merken

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

2 Kommentare

  • Schade, dass in so einem informativen Artikel dann steht, dass man spätestens nach 6 Monaten mit B(r)eikost anfangen soll. Das verunsichert Mamas nur. Ich bin gerade dabei, Nr. 4 an Essen heranzuführen. Das geht mMn nur, wenn Mama und Baby bereit sind. Das geht nicht immer schon nach 6 Monaten. Mal ist’s eher, mal später. Also bitte, keinen “Druck” machen.

    • Hallo Doreen,
      mit unserer Zeitangabe wollen wir keinesfalls “Druck aufbauen”. Wir orientierten uns dabei an der Empfehlung der Nationalen Stillkommission sowie Stellungnahmen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) (http://www.bfr.bund.de/cm/343/stilldauer.pdf). Natürlich unterscheidet sich die Stilldauer von Kind zu Kind. Wir wollten lediglich eine ungefähre, durchschnittliche Angabe machen, aber können deine Anmerkung natürlich nachvollziehen und werden noch einen erklärenden Satz dazusetzen. Viele Grüße und danke für deine Rückmeldung, dein ma-gazin-Team

Hinterlasse ein Kommentar