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Blaubeere, Ikea und Co.: Diese Vornamen wurden in Deutschland erlaubt!

welche Vornamen sind erlaubt
Saskia
Geschrieben von Saskia

Und welche wurden verboten?

Die Welt der Vornamen scheint unerschöpflich und die Kreativität der Eltern grenzenlos. Dem eigenen Kind einen Allerweltsnamen zu geben ist für viele unvorstellbar. Vor allem die Prominenz scheut sich nicht davor, ihre Kinder mit außergewöhnlichen Namen zu ‘beschenken’. Seinen Sohn nach dem Ort zu benennen, in dem er gezeugt wurde, ist allerdings längst nicht so kurios, wie die Namen, die sich zuweilen Eltern in Deutschland für ihre Kinder ausgesucht haben. ZUM GLÜCK haben das Standesamt und im Zweifelsfall sogar das Gericht da auch noch ein Wörtchen mitzureden. Dennoch braucht ihr euch nicht zu wundern, wenn ein Kind namens “Ikea” aus dem Småland abgeholt werden möchte, weil “Blaubeere” ihn, sie, es (?!) mit Bällen bewirft. Wie bitte?!


Ihr habt richtig gelesen! Beide Namen wurden von Standesämtern erlaubt. Und zu Ikea und Blaubeere dürfen sich noch weitere, sehr kreative und wohl genauso fragwürdige Namen dazugesellen …

Welche Namen wurden erlaubt?

Rapunzel
Winnetou
Prestige
Birkenfeld
Cinderella-Melodie
Dior
Fanta
Matt-Eagle
Pfefferminza
Speedy
Jesus

Welche Namen wurden verboten?

McDonald
Judas
Joghurt
Verleihnix
Fanta
Sputnik
Waldmeister
Bierstübl
Borussia
Atomfried
Woodstock
Whiskey
Superman
Schroeder
Satan

Prominente Namen für prominente Kinder?

Auch bei den Promis gehört es scheinbar zum künstlerischen Ton, dem Nachwuchs Vornamen zu geben, die ausgefallen, verrückt und zuweilen auch skurril bis schlichtweg peinlich sind. So nannten die Beckhams einen ihrer Söhne Brooklyn, da er in eben diesem Stadtteil New York’s gezeugt wurde. Die Begründung sowie der Name sind allerdings noch harmlos. Diana Ross dagegen wollte ihre Tochter nach ihrer Lieblings-Chilisauce ‘Chutney’ benennen und ließ stattdessen peinlicher Weise ‘Chudney’ eintragen. Cher gab ihrer Tochter den Namen ‘Chastity’ (Keuschheit) und die Tochter von Keith Richard nennt sich heute lieber ganz klassisch Angela, weil sie sich doch nicht so ganz mit “Dandelion” (Pusteblume) identifizieren konnte.

Das Standesamt entscheidet nach folgenden Kriterien

Falls ihr gerade mit der Namensfindung beschäftigt seid und euch fragt, nach welchen Kriterien das Standesamt Vornamen anerkennt oder ablehnt:

1. Das Wohl des Kindes darf durch den Namen nicht gefährdet werden.

2. Bekommt das Kind nur einen Vornamen, muss daraus das Geschlecht ersichtlich sein. Wollen die Eltern von diesem Namen nicht abweichen, muss ein zweiter Vorname, aus dem das Geschlecht hervorgeht, hinzugewählt werden.

Unser Tipp: Denkt also nicht nur gut sondern sehr gut darüber nach, mit welchem Vornamen euer Kind sein gesamtes Leben gesegnet sein soll. Selbst Standesbeamte können eure Kleinen nicht vor allen ‘Ausfällen’ schützen und werden dabei immer liberaler. So wurde “Borussia” nur abgelehnt, weil der Name keinem Geschlecht zugeordnet werden konnte …

Im Zweifelsfall zum Namensberater?

Tatsächlich treibt es die einen oder anderen Eltern und selbst Personen im Erwachsenenalter zu Namensberatern. Diese sind zum Beispiel der Ansicht, dass der richtige Name zu mehr Erfolg im Leben führen kann. So ist es längst kein Geheimnis mehr, dass Kinder die Kevin oder Chantal genannt werden, häufiger mit Vorurteilen konfrontiert werden, als Kinder die Emma oder Paul getauft wurden.  Generell haben wir es beim sogenannten ‘Chantalismus’ aber immer noch mit Vornamen zu tun, die auch als diese erkennbar sind. Inwiefern dabei das soziale Umfeld und das allgegenwärtige Schubladendenken eine Rolle spielt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Titelbild: © tiagozr

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

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