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Babysprache: Ich verstehe nur Bahnhof

Babysprache
Saskia
Geschrieben von Saskia

Was euch Mimik und Gestik verraten.

Wauwau, dutzi du, Teita gehen: Die Wortliste der Babysprache ist lang. Und beginnt viel eher, als es euch vielleicht bewusst ist. Schon im Bauch der Mama kommuniziert euer Baby mit euch und macht deutlich, was es mag und was nicht. Und zwar mit Händen und Füßen. In den ersten zwölf Lebensmonaten heißt es dann für euch: Das Studium der Baby-Geräusche, Vokabeln, Mimik und Gestik büffeln. Denn das gegenseitige Verstehen hilft nicht nur dabei, alle zufrieden zu stellen, sondern stärkt die Bindung zwischen Eltern und Baby. Und ganz abgesehen davon trainiert ihr dabei auch das Sprechen lernen.


Zu Beginn drückt sich euer Kind vor allem über die nonverbale Kommunikation, also mithilfe von Gestik und Mimik aus. Kommen Geräusche wie weinen, glucksen oder brabbeln hinzu, ist es häufig leichter, die Stimmung und das jeweilige Bedürfnis zu deuten.

7 Fakten zur Babysprache

Engelslächeln

Euer Baby ist erst einige Stunden auf der Welt und beginnt bereits jetzt zufrieden vor sich hin zu lächeln. Besonders im Schlaf fängt es plötzlich an, die Mundwinkel nach oben zu ziehen. Das sogenannte Engelslächeln kommt allerdings nicht durch eine bestimmte Stimmung, sondern beruht auf einer unbewussten Muskelkontraktion. Ganz bewusst lächelt euch euer Schatz ungefähr ab der sechsten Woche an. Und das heißt dann ganz gewiss, dass es ihm gut geht.

Übermüdet

Das komplette Gegenteil ist der Fall, wenn euer Baby sich windet, ruckartig bewegt, strampelt oder steif macht. Dazu schreit oder weint es und reibt sich durch das Gesicht. Das bedeuet, es ist übermüdet. Dann bitte nicht versuchen, es zum Spielen oder Lachen zu animieren, sondern beruhigt es und versucht es, in den Schlaf zu wiegen.

Aufmerksamkeit

Wenn euer Kind Lust hat, die Welt zu entdecken und von euch lernen möchte, wird es euch beobachten, dabei lachen, Arme und Beine bewegen und vielleicht auch die Händchen entgegenstrecken. Schenkt eurem Kind dann ganz viel Aufmerksamkeit, sprecht mit ihm, spielt oder wandert mit ihm durch den Raum und lasst euch auf das „Gespräch“ zu 100 Prozent ein.

Neues entdecken

Babys entdecken in den ersten Monaten laufend neue Dinge. Wenn sie Interesse daran haben, fixieren sie meist den Gegenstand hoch konzentriert und haben dabei die Hände geöffnet, um danach zu greifen. Wenn das der Fall ist, braucht ihr gar nichts weiter zu tun. Der Lernprozess spielt sich dann erstmal nur im Kopf eures Sprösslings ab und es erwartet nicht, dass ihr ihm dabei behilflich sein müsst.

Chillen oder Träumen

Es gibt sie tatsächlich, die entspannten und ruhigen Momente, in denen euer Wurm nicht schreit und nicht hungrig ist und nicht beschäftigt werden möchte. Der Körper und das Köpfchen werden dann einfach mal ganz entspannt hängen gelassen, die Arme sind leicht abgewinkelt, der Blick ist glasig und verträumt, es gähnt und die Augen fallen häufiger zu. Euer Baby möchte jetzt entweder ein wenig ausruhen oder ins Land der Träume.

Hunger oder Bauchweh

Wenn der große Hunger kommt, wird euer Schatz unruhig, weinerlich, saugt an den Händchen und sucht mit dem Kopf nach Brust oder Fläschchen.
Zieht euer Baby die Beinchen an den Körper und windet sich und schreit oder weint dabei, hat es wahrscheinlich Bauchweh. Dann lässt es sich auch nur schwer beruhigen und ist nicht zum Spaßen aufgelegt. Gebt ihm nach dem Essen viel Zeit zum Bäuerchen machen und versucht es dann mit einer sanften Bauchmassage zu beruhigen. Falls es Wärme mag, könnt ihr es auch mit einem warmen Bauchwickel, einem Kirschkernkissen oder einer Wärmflasche versuchen.

Sprechen lernen

Habt Geduld und seid aufmerksam. Beobachtet euer Baby, ahmt seine Sprache nach und untermauert die jeweilige Bedeutung mit den dazu passenden Begriffen. Auch wenn euer Baby noch nicht sprechen kann, lernt es, die jeweilige Situation oder ein bestimmtes Bedürfnis mit den dazugehörigen Worten in Verbindung zu bringen, es fühlt sich verstanden und versucht die Worte irgendwann nachzusprechen. Benutzt also nicht zu lange Begriffe wie wauwau und stattdessen frühzeitig die Erwachsenensprache. Auf euer Kind wartet sonst ein doppelter Lernprozess.

Titelbild: ©  pololia

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

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