Zuhause

Babyphones im Test: Smart ist nicht immer smart!

Babyphones im Test
Saskia
Geschrieben von Saskia

Nur 2 Modelle schnitten gut ab.

In den ersten Lebensjahren weichen Eltern ihren Kindern kaum von der Seite. Trotzdem sind kleine Auszeiten unverzichtbar. Dann kann man mal das tun, was sonst liegen bleibt, ohne Kind im eigenen Bett schlafen, ein Buch im Garten lesen oder Besuch empfangen, während der Knirps schläft. Genau dafür gibt es schließlich das Wunder namens (digitale) Technik. Und weil auf dieses nicht immer Verlass ist, kommen hier die wichtigsten Fakten zu den neuesten Stiftung Warentest Ergebnissen “Babyphones im Test”. 


Ingesamt hat die Stiftung Warentest im Januar 2018 17 Modelle (unter anderem von Philips, Motorola und Reer) aus zwei Rubriken getestet: 12 klassische Modelle, davon 6, die nur Töne wiedergeben und weitere 6, die zusätzlich Bilder übertragen, sowie 5 moderne und somit “smarte” Geräte, die wie eine Webcam (inklusive App) funktionieren. Die Preisspanne lag zwischen 45 und 250 Euro. Nur zwei Produkte konnten mit “gut” bewertet werden.

Babyphones im Test

Die Gewinner

Wenn ihr auf eine Bild- oder Videoübertragung verzichten könnt, greift am besten zu den klassischsten Modellen, die ausschließlich Töne wiedergeben. Audiogeräte funktionieren zuverlässig und auf ihre Übertragungsqualität ist Verlass. Bei den Varianten, die zusätzlich Videos übertragen, zeigen sich bereits die ersten technischen Mängel. Gerade wenn diese in der Nacht, beziehungsweise in dunklen Räumen zum Einsatz kommen. Die Philips-Modelle haben in allen Sparten am besten abgeschnitten.

Modelle mit Tonwiedergabe

Die beiden Testsieger:

  • Das Modell Philips SCD585 hat mit 1,7 am besten abgeschnitten und ist mit 136 Euro zwar nicht günstig, aber noch bezahlbar und weist eine sehr gute Akkulaufzeit vor.
  • Der zweite Testsieger ist das Modell VTech BM2300 und bekam die Note 2,4. Hier überzeugt zudem der Preis von 64 Euro.

Modelle mit Ton- und Videoübertragung

Der Testsieger:

  • Hier sollte eure Wahl auf das Philips-Modell SCD630/26 fallen. Dieses bekam zwar noch die Note 2,6, zeigte aber bereits in puncto Bildqualität erste Schwächen. Zudem ist es mit 176 Euro nicht gerade preiswert.
  • Was häufiger negativ auffiel: Video-Babyphone schwächeln nicht nur bei der Bildqualität (oft sehr unscharf), sondern auch beim Klang.

Die Verlierer

Baby-Webcams übertragen Bilder direkt aufs Handy und verfügen über eine große Weichreite. Das mag auf den ersten Blick sehr praktisch erscheinen. Allerdings hat genau diese smarte Funktion laut Stiftung Warentest versagt und auch in anderen Bereichen ist die digitale Babyüberwachung nicht unbedingt zu empfehlen.

Der Testsieger:

  • War hier ebenfalls eine Webcam von Philips, die mit 2,6 bewertet wurde und 170 Euro kostet.

Die Minuspunkte

  • Die Internetverbindung bei der smarten Variante kann plötzlich abreißen. Während ihr auf eurem Handy euer Kind noch schlafend seht, kann es also längst hellwach sein und weinen.
  • Ein weiteres Problem ist die Datenübertragung an sich, da ihr damit Gefahr lauft, dass Fremde auf die Bilder/Videos eurer Kleinen zugreifen.
  • Drei der Webcams bekamen durch ihre umständliche Bedienung ein “Mangelhaft”

Das vollständige Testergebnis zu “Babyphones im Test” findet ihr hier.

Ihr wünscht euch, dass die Strahlungsintensität besonders gering ist?

Dann empfiehlt euch ÖKO-TEST folgendes Gerät: Angelcare Babyphon AC423-D für 75 Euro.

Titelbild: © Halfpoint

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

Hinterlasse ein Kommentar