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Ausnahmezustand: Die ersten Tage als Vater

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

So findet ihr sicher in eure neue Rolle als Papa hinein.

Ihr habt innerhalb der neun Monate einer Schwangerschaft versucht, euch auf euer neues Leben zu dritt einzustellen. Ihr habt Bücher gelesen, euch Tipps bei Freunden und Verwandten geholt, habt eure Partnerin zu Geburtsvorbereitungskursen und Arztterminen begleitet und dennoch ist die Aufregung ab der Geburt riesig – und ist euer Sprössling erstmal auf der Welt, nehmt ihr als frisch gebackener Vater nicht nur eine neue Rolle ein, sondern müsst dieser auch gerecht werden. Mit unseren Tipps wollen wir euch dabei ein wenig unter die Arme greifen! 🙂

Der wohl wichtigste Punkt, den ihr als (werdende) Väter bedenken und rechtzeitig planen solltet: Sofern es irgendwie machbar ist, nehmt euch für die ersten Tage Urlaub! So kann sich die neue Situation besser einspielen und ihr könnt die Fülle an Aufgaben so verteilen, dass ihr immer noch Momente habt, in denen ihr euch zusammenkuscheln und euer Glück genießen könnt.

Zwischen Glückseligkeit und Überforderung

Die Strapazen der Geburt sind überstanden, Mama und Baby geht es gut und endlich dürft ihr euch zu dritt in eure vier Wände zurückziehen. Dennoch werdet ihr als Eltern schnell merken, dass ihr euch ganz neu zurechtfinden und lernen müsst, was euer Kleines mag und was nicht, die Still/- oder Flaschenzeit muss sich erst einpendeln und wenn das Baby schreit, wisst ihr zwar, dass irgendwas nicht in Ordnung ist, aber noch lange nicht, wie ihr es wieder besänftigt bekommt. Nehmt euch gemeinsam die Zeit und lernt euch Schritt für Schritt kennen. Lasst ihr eure Partnerin dabei allein, gehen euch nicht nur wertvolle Stunden verloren, um die Bindung zu eurem Kind wachsen zu lassen, sondern auch die Momente, in denen ihr der Mama behilflich sein könnt und vor allem auch solltet. Eine Geburt ist anstrengend und trotz der Freude ist jede Frau danach erstmal geschwächt. Hinzu kommt, dass die Hormone jetzt erstmal verrückt spielen können und auch der sogenannte Baby-Blues (Wochenbettdepression) eure Partnerin belasten kann. Geht daher noch ein wenig sensibler mit ihr um und fragt sie einfach mal öfter, ob es ihr gut geht und wie ihr ihr gerade etwas Gutes tun könnt.

Organisation und neue Abläufe

Gerade die ersten Wochen mit Baby bedeuten größere Einkäufe, viele Besuche, Behördengänge und Arzttermine. Gerade, wenn eure Partnerin stillt, solltet ihr euch darum kümmern, einzukaufen und wichtige Termine zu planen und wahrzunehmen. Setzt euch gemeinsam hin und überlegt, was gerade benötigt wird, was Priorität hat und schreibt euch alles auf. Natürlich wollen jetzt auch endlich Freunde und Bekannte vorbeischauen, die euren Sprössling noch nicht begutachten konnten, aber vermeidet es, jeden Tag ein volles Haus zu haben und bittet um Verständnis, wenn es euch in den ersten Tagen (oder Wochen) zu viel Trubel ist.

Nur Vater und Baby

Die meisten Dinge werdet ihr sicher gemeinsam als Eltern bewältigen und genießen wollen, aber auch Mama benötigt mal eine kleine Auszeit. Selbst, wenn es nur ein entspannendes Bad oder ein Mittagsschlaf ist. Fragt eure Partnerin regelmäßig, wann sie ein wenig Ruhe benötigt und genießt dann einfach mal die kostbare Zeit, die ihr ganz allein mit eurem Wurm verbringt. Ihr habt noch nicht die Windeln gewechselt? Perfekter Zeitpunkt, denn keiner wird meckern oder lachen, wenn ihr euch dabei noch nicht ganz so geschickt anstellt und auch beim Smalltalk muss man ja erstmal Routine bekommen. Falls euer Baby gestillt wird, heißt das übrigens nicht, dass ihr aus der “Fütterung” ausgeschlossen werden müsst. Sofern die Mama keine Beschwerden beim Abpumpen der Milch hat, könntet ihr eine Mahlzeit mit der Flasche übernehmen oder ihr genießt dafür die genauso intensive Zeit des Badens 😉

Arbeit und schlaflose Nächte

Irgendwann muss der ganz normale Alltag, sprich: Arbeit und andere Verpflichtungen, weitergehen. Seid euch bewusst, dass sich auch euer biologischer Rhythmus nicht sofort darauf einstellen wird. Schlaflose Nächte, doppelte Aufmerksamkeit auf die kleine Familie, weniger Freizeit und eine höhere finanzielle Belastung können der Psyche dabei ganz schön zusetzen. Hier hilft neben regelmäßigen Gesprächen mit dem besten Kumpel, den Eltern und eurer Partnerin vor allem Geduld, denn trotz der Fülle an Tipps und Verständnis geht jeder Papa und jede Mama anders mit den neuen Aufgaben um. Wenn beide Elternteile zusammenhalten, könnt ihr all dies einfacher bewältigen, ihr wachst noch enger zusammen und das wird auch euer Kleines spüren.

Eltern, aber immer noch Liebespaar

So hart es klingt: geht nicht davon aus, dass eure Liebste direkt nach der Geburt wieder Lust hat, mit euch eng umschlungen im Bett zu liegen. Abgesehen davon, dass Ärzte empfehlen, mit dem Sex vier bis sechs Wochen nach der Geburt zu warten, solltet ihr eurer Frau auch für intensive Kuschelstunden die Zeit geben, die sie benötigt, bis sie wieder dazu bereit ist. Befürchtet nicht gleich, dass sie jetzt gar keine Lust mehr hat, aber zeigt Verständnis, wenn sich auch eure gemeinsame Zweisamkeit erst wieder einpendeln muss.

Wir sind uns sicher, dass ihr eure ersten Tage als stolzer Papa sicherlich ganz hervorragend meistert! 🙂

Bild: © ondrooo – Fotolia.com

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