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Auf Los geht’s los: Die fruchtbaren Tage

die fruchtbaren Tage
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Für Paare, die sich ein Baby wünschen, bei denen es aber nicht so recht klappen will, sind die fruchtbaren Tage das Thema schlechthin. An nur etwa fünf Tagen eines Zyklus ist eine Frau fruchtbar und kann schwanger werden. Wenn ihr also wisst, wann eure fruchtbaren Tage sind, kann diese Information und natürlich ganz viel Liebe, sehr hilfreich sein. Wir sagen euch, wie ihr die „idealen Tage“ ermitteln könnt.


Diese Eizelle. Dieses empfindliche Ding. Wenn sie sich ab ca. der Mitte des weiblichen Zyklus vom Eierstock ablöst, was wir dann Eisprung oder Ovulation nennen, dann ist sie nur etwa 12-24 Stunden befruchtbar. Wenn man also als Paar eine Schwangerschaft anstrebt, es aber noch mit dem richtigen Timing hapert, sollte man schon vorher wissen, wann Frau ihren Eisprung hat. Denn der Zeitraum ihrer höchsten Fruchtbarkeit beginnt ca. 72 Stunden vor dem Eisprung und endet etwa zwölf Stunden danach. Da das Spermium des Mannes unter optimalen Bedingungen bis zu sieben Tage in der Gebärmutter der Frau befruchtungsfähig bleiben kann, könnte auch Geschlechtsverkehr an einem unfruchtbaren Tag zu einer späteren Befruchtung führen.

Die fruchtbaren Tage

Aber an welchem dieser Tage ist man nun besonders empfängnisbereit? Eine amerikanische Studie hat untersucht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden an den verschiedenen Tagen ist, in Abhängigkeit vom Eisprung. Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ist umso größer, je näher der Geschlechtsverkehr dem Eisprung kommt. Und diesen zu ermitteln bedarf es Geduld und einiger Methoden, von denen ihr euch die angenehmste heraussuchen könnt. Und je länger ihr die verschiedenen Verfahren ausprobiert, desto besser lernt ihr euren Körper kennen und umso besser könnt ihr die Hinweise auf einen Eisprung richtig interpretieren.

Die Temperaturmethode

Normalerweise ist die sogenannte Basaltemperatur, die gleich nach dem Aufwachen gemessen wird, relativ konstant. Ein bis zwei Tage nach dem Eisprung klettert sie um bis zu 0,7 °C nach oben, um kurz vor der nächsten Menstruation wieder abzufallen. Um die fruchtbaren Tage mittels der Temperaturmethode herauszufinden, muss die Basaltemperatur jeden Morgen nach dem Aufwachen gemessen werden – wenn es geht, immer um die gleiche Uhrzeit. Die Ergebnisse werden notiert, damit ihr den Temperaturverlauf über mehrere Zyklen aufzeichnet und den Eisprung auf diese Weise zurückzurechnen könnt. Denn da die Temperatur erst nach der Ovulation ansteigt, die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft jedoch kurz vor oder während des Eisprungs am höchsten ist, lässt sich der richtige Zeitpunkt nicht nur anhand von ein paar Tagesmessungen ablesen.

Die Zervixschleim-Methode

Die Zervixschleim-Methode, auch Billings-Methode genannt, sieht vor, dass ihr den Schleim des Gebärmutterhalses hinsichtlich Konsistenz und Menge untersucht, da dieser natürlichen, zyklischen Schwankungen unterliegt. Viele Frauen kombinieren die Temperaturmethode mit der Beobachtung des Zervixschleims, um die Trefferquote zu erhöhen. Kurz vor dem Eisprung produzieren die Drüsen des Gebärmutterhalses besonders viel Schleim. Außerdem wird das Sekret zur Zyklusmitte hin immer dünnflüssiger und klarer. Zum Zeitpunkt des Eisprungs ist es am wässrigsten. Um die Aussagekraft der Methode zu verbessern, sollte das Zervixsekret an mehreren aufeinander folgenden Zyklen beobachtet werden. Am leichtesten gelingt die Auswertung, wenn ihr das Sekret zwischen Daumen und Zeigefinger verteilt und die Finger anschließend langsam öffnet. Wenn der Ausfluss lange Fäden zieht, dann sind die Chancen auf eine Schwangerschaft am größten.

Hormontests für den Hausgebrauch

Wem das ganze Messen und Prüfen auf den Geist geht, kann auch zuhause einen Ovulationstest durchführen. Ein solcher Test zeigt den Eisprung gewissermaßen live an, so dass man die fruchtbaren Tage nicht verpasst. Ihr solltet diesbezüglich wissen, wann ihr eure Zyklusmitte erreicht habt, denn nur in dieser Zeit, in der ein Eisprung am wahrscheinlichsten ist, macht ein solcher Test Sinn. Ansonsten ist die Anwendung dieses Tests nicht schwer: An ca. fünf aufeinander folgenden Tagen messt ihr mithilfe eines Teststäbchen die Konzentration des luteinisierenden Hormons LH in eurem Urin. Etwa ein bis zwei Tage vor dem Eisprung ist die LH-Konzentration erfahrungsgemäß am höchsten. Das ist gleichzeitig jene Zeit, in der die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, am größten ist. Mit einem Zykluscomputer geht es in der Regel noch einfacher. Dieser berechnet nicht nur den perfekten Zeitpunkt, sondern ermittelt auch, wann die fruchtbare Phase vorüber ist.

Und übrigens: Wenn ihr die perfekten Tage der Fruchtbarkeit herausgefunden habt, dann kann es auch nicht schaden, sich so oft wie möglich der körperlichen Liebe hinzugeben. Das erhöht eure Chancen auf ein Baby nämlich noch mal.

Falls ihr nach mehreren Monaten noch nicht schwanger seid, solltet ihr einen Arzt aufsuchen. Im BIG-Ratgeber findet ihr nähere Informationen.

Titelbild: ©panthermedia.net sborisov

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