Aufgeregt

Ärztin unterbricht die Geburt ihres Kindes, um Entbindung vorzunehmen

Ärztin unterbricht eigene Geburt
Saskia
Geschrieben von Saskia

Wehen? Kann man wegatmen!

Stellt euch vor, ihr seid Ärztin und die Geburt eures Kindes kollidiert mit einer anderen Entbindung, die ungeplant und wahrscheinlich ohne ärztliche Hilfe stattfinden muss. Als verantwortungsbewusste Medizinerin heißt es dann: Zähne zusammenbeißen und die eigenen Wehen wegatmen, um ein fremdes Kind zu entbinden. Bitte was?!  


Amanda Hess ist Gynäkologin und weiß, wie der Geburtshase läuft. Womit Ärzte außerdem Erfahrung haben? Mit medizinischen Notfällen. Ungefähr so muss man sich ihre Situation kurz vor der Geburt ihres Kindes vorstellen. ‘Zum Glück’ sollte ihr Baby in der Klinik auf die Welt kommen, in der sie selbst arbeitet und so kam eins zum anderen.

Die Stimme kenne ich doch

Doch anstatt sich auf ihre eigenen Wehen und die Entbindung zu konzentrieren, hört sie die Schreie einer gebärenden Mutter aus dem Nebenraum, die sie bereits durch Voruntersuchungen kannte. Ihre Wehen begannen früher als erwartet und der ihr zugeteilte Arzt befand sich noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Die werdende Mutter Leah benötigte natürlich dennoch dringend ärztliche Unterstützung. Amanda zögerte nicht und entschied sich, ihr zur Hilfe zu eilen. Ihre eigenen Wehen atmete sie ‘einfach’ mal tapfer weg.

“Ich bin zwar nicht im Dienst, …

… aber ich glaube, wir sollten jetzt dein Baby zur Welt bringen”, sagte Amanda zu ihr. (Quelle: NBC News). Die eigenen Wehen hin oder her, fand die selbstlose Gynäkologin sogar noch die Zeit, Gummistiefel über ihre Flip-Flops zu ziehen, um gegen die Geburtsflüssigkeiten gewappnet zu sein. Nachdem sie ihren Job – den sie eigenen Aussagen zufolge einfach gerne macht – nachgekommen ist, ging es auch für sie zurück in den Kreißsaal und so konnte Amanda nur wenige Stunden später endlich ihre eigene Tochter in den Armen halten.

Uns fehlen die Worte!

Titelbild: © mathom

Über den Autor

Saskia

Saskia

Knapp über 30 und noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs dann irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ;)

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