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Achtung, Anna Apfelkuchen kommt!

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Ihr erinnert euch bestimmt noch an Sue, die junge Designerin, die uns und euch mit ihren coolen und rebellischen Kinderklamotten von Punkiz begeistert hat. Sue ist aber nicht nur Designerin, sondern auch Autorin. Sie hat nämlich ein Kinderbuch geschrieben, das am 16. Juli veröffentlicht wird. In ihrem Buch geht es um Anna Apfelkuchen, die in das Baumhaus ihrer Tante zieht. Mehr wird zwar erst einmal nicht verraten, allerdings verrät uns Sue, was alles hinter dem Veröffentlichen eines Kinderbuches steckt.

Denn man schreibt ja nicht einfach drauf los und wenn das Skript fertig ist, wird das Ganze dann veröffentlicht. Da steckt jede Menge Arbeit dahinter und auch jede Menge Zeit. Wer alles involviert ist und vor allem wie man sich als Autorin seines ersten Kinderbuches fühlt, hat Sue für uns zusammengefasst:

 

Anna Apfelkuchen kommt

Die Idee zu ‘Anna Apfelkuchen’ war ursprünglich eine ganz andere:
Eigentlich wollte ich selbst als ‘Anna’ ein Mal pro Woche ehrenamtlich im Kinderkrankenhaus Geschichten vorlesen. Leider sagte man mir dort, ich würde nicht „ins Programm passen“.
Also beschloss ich, Anna selbst zur Geschichte werden zu lassen und so entstand der Ganzanderswald.

Gesegnet mit einer Menge Glück interessierten sich nach Fertigstellung des Manuskripts, etwa zwei Jahre später, gleich zwei tolle Verlage dafür und ich hatte die Wahl zwischen ‘total toll’ und ‘total toll’. Warum ich mich letztendlich für den Thienemann-Esslinger Verlag entschieden habe, kann ich heute gar nicht mehr genau sagen, aber ich habe keinen einzigen Tag gedacht, dass diese Entscheidung falsch war, denn welcher neue Autor würde seine Werke nicht gerne zwischen denen von Michael Ende und Otfried Preußler veröffentlicht sehen? Außerdem fühlt sich dort alles richtig an und es ist, als hätte ich ein berufliches Zuhause gefunden, wo die Zusammenarbeit so viel Spaß macht, dass man es beinahe nicht Arbeit nennen kann.

So haben der Verlag und ich auch gemeinsam beschlossen, dass wir unsere Vorfreude auf das Buch gerne teilen würden, zumal das alles für mich auch wahnsinnig spannend ist, denn es ist ja mein erstes Kinderbuch. Und wo teilt man Vorfreude am besten, wenn nicht bei Facebook? Also entstand kurzerhand die ‘Anna Apfelkuchen’-Seite, etwa fünf Monate vor dem Erscheinungstermin am 16.7.2014.

Hier begleiten wir das Projekt ‘Anna Apfelkuchen’ jetzt auf der Zielgerade in Echtzeit, ich poste beinahe täglich die Neuigkeiten und Fortschritte, die das Buch macht und die Fangemeinde ist schon jetzt groß und vor allem neugierig. Wir selbst sind von der positiven Resonanz überwältigt, denn es war ein Pilotprojekt, die Leute hinter die Kulissen schauen zu lassen, wie ein Kinderbuch entsteht.


Durcharbeiten: Sue bei den letzten Korrekturen

Alleine die Auswahl der Illustratorin, Eleni Livianos, war für mich so aufregend, dass ich bei jeder neuen Skizze, die sie letztendlich geschickt hat, immer wieder neu verliebt in Anna, den Ganzanderswald und Elenis Zeichnungen war. Denn wenn das, was sie malt, am Ende, ohne viel erklären zu müssen, das perfekte Bild von Anna und ihren Freunden zeigt, dann habe ich als Autorin alles richtig gemacht. Bis hin zur Auswahl der richtigen Illustratorin. Doch natürlich habe ich sie nicht alleine ausgesucht. Die meiste Arbeit übernimmt dabei der Verlag, genauer gesagt, meine Lektorin Sandra. Sie sucht verschiedene Illustratoren, wählt eine Hand voll aus und erst dann werde ich als Autor gefragt, welche Art der Zeichnungen mir am besten gefallen würde. In unserem Fall war das allerdings sehr leicht, denn Eleni war schon (rein zufällig und ohne zu wissen wer sie war) meine Lieblingsillustratorin, als ich Anna schrieb. Dass ausgerechnet sie den Auftrag angenommen hat, war für mich Schicksal und Himmelsfügung.
Das Schicksal, der Himmel und Facebook begleiten Anna aber ohnehin auf Schritt und Tritt, denn inzwischen durften wir uns bereits im Radio vorstellen und werden immer wieder angesprochen, von Firmen und Produktionen, die gerne mit uns zusammenarbeiten würden. Offenbar verzaubert Anna schon die Welt, noch bevor die Welt sie richtig kennt und das alles dank einer kleinen Idee und Facebook.

Ich selbst habe niemals mit so viel Begeisterung gerechnet, als ich anfing, Annas Geschichten aufzuschreiben und woher die Ideen dazu kamen, weiß ich schlicht und ergreifend nicht. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich bin wie eine Art Antenne, durch die die Ideen laufen und meine Aufgabe ist es nur, die Finger zu bewegen und sie im Laptop festzuhalten. Und irgendwann war er geboren: Der Ganzanderswald, in dem alles ganz anders ist als woanders, Anna Apfelkuchen, die das Baumhaus 4c ihrer Tante Agatha bewohnt, weil diese selbst nach Panama ausgewandert ist. Genau wie all ihre Freunde: Frau Weber, die kluge, strickende Spinne, Nocturna das Gespenstermädchen, das im Dunkeln leuchtet, der Kobold aus der Uhr und die berühmte Hexe Ilse Hacklmayer, deren Geschichte mit Hänsel und Gretel, wie wir sie kennen, ein einziges Missverständnis war. Langweilig wird es dort auf keinen Fall, so viel kann ich versprechen. Und wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre es, dass bald alle Kinder der Welt den Ganzanderswald kennen wie ihre eigene Westentasche. Inklusive Geheimgänge und Abkürzungen.

 

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